Wie wird Käse hergestellt?
Für die Käseherstellung ist in der Regel Milch von Rindern, Büffeln, Schafen oder Ziegen die Basis. Der Prozess ist dabei immer der gleiche und folgt grundsätzlich 6 Schritten:
Vorbereitung
Soll kein Rohmilchkäse hergestellt werden, wird die Milch im ersten Schritt gefiltert und pasteurisiert. Der Fettgehalt des Käses wird durch die Zugabe oder Abtrennung von Rahm bestimmt.
Milchgerinnung/Dicklegung
Anschließend werden Milchsäurebakterien und tierisches Lab (ein Enzym aus dem Kälbermagen) oder mikrobielles Lab hinzugefügt, um die Milch zum Gerinnen zu bringen. Nach mindestens 30 Minuten entsteht eine Masse, die sogenannte „Gallerte” oder „Dickete”.
Käsebruch
Ist die Gallerte entsprechend der Käsesorte fest genug, folgt die Zerteilung mit der Käseharfe. So entsteht der sogenannten „Käsebruch”. Dessen Größe hat direkten Einfluss auf die Härte des fertigen Käses: je kleiner die Stücke, desto härter wird der Käse. Damit der Käsebruch sich weiter verfestigt, wird er danach noch gerührt und langsam erhitzt.
Formen & Pressen
Im nächsten Schritt wird die Käsemasse gesiebt und in Formen gepresst, wodurch die restliche Molke abgetrennt wird.
Salzbad
Nach dem Formen kommen alle Käsesorten – außer Frischkäse und Sauermilchkäse – in ein Salzbad. Das dient in erster Linie zur Rindenbildung und Konservierung, aber trägt auch maßgeblich zur Geschmacksbildung bei.
Reifung
Zu guter Letzt muss der Käse im Reifekeller ruhen, wodurch er seine besondere Farbe und seinen sortentypischen Geschmack entwickelt. Während der Reifung werden die Käselaibe auch gewendet und – abhängig von der Käsesorte – gebürstet oder mit Edelschimmel behandelt.