Hartkäse

 

Kompakt, pikant und vielseitig einsetzbar: Wir verraten Ihnen alles, was Sie über Hartkäse wissen müssen.

 

 

Hartkäse und SPAR Premium Senf
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Wie wird Hartkäse hergestellt?

 

Bei der Herstellung von Hartkäse wird der größte Teil der Molke abgetrennt und abgetropft, bevor der Käsebruch gepresst wird. Anschließend wird die Molke entweder in Salzlake eingelegt oder gewachst. Anschließend reift der Käse zwischen zwei und 36 Monaten, manchmal sogar länger.

 

Je länger der Käse reift, desto niedriger ist der Wassergehalt, desto härter wird er und desto intensiver sein Geschmack: Ein gereifter Käse ist geschmackvoller, weniger cremig und körniger. Mit zunehmender Reifezeit wird außerdem der Laktosegehalt immer geringer – ab einer Reifezeit von mindestens drei Monaten ist Hartkäse in der Regel vollständig laktosefrei.

Michael Kerschbaumer  von Kaslabn sitzt mit selbst gemachtem Käse vor dem Reifelager
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Aroma von Hartkäse

 

Dem Hartkäse wird eine starke Note von Haselnuss und kurz angebratener Butter zugeschrieben. Er wird auch oft wegen seines bitteren und Umami-Geschmacks bevorzugt. Ein Käse, der länger reift, schmeckt salziger und würziger, ein kürzer gereifter Käse weist einen milderen und fast schon fruchtigen Geschmack auf. Die meisten Hartkäse entwickeln eine natürliche und zähe Rinde, in der sich im Laufe der Zeit eine Fülle von Aromen ansammelt. Die Rinden sind für sich genommen zu schwer zu essen, können jedoch für ein zusätzliches Aroma in Suppen, Soßen und Eintöpfe gemischt werden.

Wie wird Hartkäse verwendet?

 

Hartkäse eignet sich aufgrund seines intensiven Geschmacks hervorragend zum Garnieren von verschiedenen Speisen. Er wird zumeist gehobelt oder gerieben, wodurch er sein Aroma voll entfalten kann. Beim Überbacken oder beim Verfeinern von Nudelgerichten kommt der würzige Geschmack der Hartkäsesorten optimal zum Einsatz. 


Als Weinbegleitung oder auf der typischen Käseplatte sollte nicht auf eine Hartkäsesorte verzichtet werden. Aufgrund seiner hohen Trockenmasse ist er außerdem lange haltbar. 

Hartkäse und SPAR Premium Senf
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Welche Käsesorten gelten als Hartkäse?

Bergkäse – der österreichische Klassiker

 

Bergkäse zeichnet sich durch seine braune Naturrinde, eine zarte Konsistenz und kaum Löcher im Käseteig aus – der Geschmack ist mild-aromatisch mit einem leichten Nussaroma, wird aber mit zunehmender Reifezeit kräftiger. Er passt gut auf eine Scheibe Brot, auf die Käseplatte oder zum Überbacken.

 

Für die Herstellung wird frische Milch am Abend und am Morgen von der Kuh gemolken, anschließend vermischt und erwärmt. Danach wird das Lab (tierisches Lab = ein Enzym aus dem Kälbermagen oder mikrobielles Lab) zugesetzt. Der daraus resultierende Käsebruch wird nochmals erwärmt, anschließend in eine Form gefüllt und gepresst. Als letzten Schritt wird der Käse für ein paar Tage in eine Salzlake getaucht, bevor er für mindestens drei Monate in einem kühlen Lager heranreift. Typische Vertreter sind etwas Tiroler oder Vorarlberger Bergkäse.

Bergkäse
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Bergkäse bei SPAR

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Cheddar – ein Brite mit Tradition

Seinen Namen verdankt der Cheddar dem Dorf Cheddar in Somerset, wo er im 12. Jahrhundert das Licht der Welt erblickte – und schnell zum Favoriten der englischen Adeligen wurde. Unverkennbar ist seine gelb-orange Farbe, die durch die Zugabe des natürlichen Gewürzes Annatto entsteht. Je nach Reifezeit – von drei bis zu 18 Monaten – variiert der Geschmack von mild bis sehr kräftig. Cheddar eignet sich perfekt zum Überbacken, auf der Käseplatte oder gerieben im Salat und Wrap. Und das Beste: Durch die lange Reifung ist Cheddar sogar laktosefrei!

 

Für die Herstellung von Cheddar wird übrigens ganz klassisch pasteurisierte Kuhmilch verwendet. Diese wir mit Lab vermengt, die Käseblöcke werden anschließend aufeinandergestapelt und mehrmals umgeschichtet, sodass das Gewicht der anderen Käseblöcke gegen den untersten presst („Cheddaring"). Danach werden die Blöcke zerkleinert und mit Salz verfeinert, damit später keine Löcher im fertigen Käse sind. Zum Schluss wird die Käsemasse in eine Form gepresst und zum Reifen kühl gestellt.

Hartkäse Cheddar
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Emmentaler – der mit den Löchern

Der Emmentaler stammt aus dem Tal der Emme im Schweizer Kanton Bern. Sein Geschmack ist süßlich-nussig und passt hervorragend als Brotbelag, auf der Käseplatte oder im klassischen Schweizer Fondue. Traditionell wird Emmentaler aus Rohmilch direkt von der Weide hergestellt, ganz ohne künstliche Essenzen oder Füllstoffe – deshalb sind die meisten Käse dieser Sorte glutenfrei

 

Bei der Herstellung selbst werden spezielle Bakterienkulturen der erhitzten Milch beigefügt, anschließend folgt das Dicklegen der Milch mit Lab. Daraus entsteht ein Käsebruch, welcher dann in eine runde Form gelegt wird und bis zu zwei Tagen gepresst wird. Anschließend wird der Emmentaler zum Reifen in eine Salzlake gelegt, bis sich eine Kruste bildet. Nach mindestens zwei Monaten nimmt der Käse die typischen Eigenschaften des Emmentalers an, die Reifezeit kann bis zu 18 Monate betragen.

 

Die unverkennbaren kirschgroßen Löcher entstehen übrigens durch die sogenannte Propionsäuregärung: Dabei sammelt sich Kohlensäure im Käse, da sie nicht durch die Rinde entweichen kann. 

Hartkäse Emmentaler
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Pecorino – der italienische Hartkäse

Pecorino Romano zeichnet sich durch einen scharfen, intensiven Geschmack aus. Traditionell wird er trocken und bröckelig serviert und ist eine ideale Ergänzung zu Pasta und vielen weiteren Gerichten der italienischen Küche.

Für die Herstellung wird das Lab mit erhitzer Schafsmilch vermischt – das sorgt für die Gerinnung der Milch. Durch die Hitze wird der Käse zu einem Käsebruch erhitzt und in eine spezielle Korbform gegossen. Anschließend wird er gepresst, wodurch die überschüssige Molke abfließt. Der Käse wird trocken eingesalzt und reift in einer kühleren Umgebung für vier bis 14 Monate.

 

Insgesamt gibt es vier Varianten mit geschützten Herkunftsbezeichnungen:

  • Pecorino Toscano D.O.P (Toskana)
  • Pecorino Romano D.O.P. (Umland von Rom)
  • Pecorino Sardo D.O.P. (Sardinien)
  • Pecorino Siciliano D.O.P. (Sizilien)

 

Übrigens: Der Name dieses Käses stammt von Pecora, dem italienischen Wort für „Schaf”. Er kommt in einer großen Vielfalt vor. Bei den Ursprungsort-geschützten Varianten handelt es sich um: Romano, Sardo, Siciliano und Toscano.

Hartkäse Pecorino
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