Wie früh spielt Ernährung tatsächlich eine Rolle?

Die österreichischen Beikostempfehlungen fassen die Bedeutung der frühen Phase so zusammen:
 

Eine bedarfsgerechte Ernährung im Säuglingsalter und in der frühen Kindheit ist entscheidend für eine normale, gesunde Entwicklung von Kindern und wirkt sich auch im späteren Leben positiv aus. Das kritische Zeitfenster, um die zukünftige Ernährung des Säuglings zu verbessern, beginnt mit der Schwangerschaft und dauert bis zum 2. Lebensjahr. Während dieses Zeitraums erworbene Ernährungsdefizite sind im späteren Leben schwer aufzuholen”. Quelle / Nähere Informationen: AGES, Österreichische Beikostempfehlungen)

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© Miriam Mehlman/ Miriam blitzt - www.miriammehlman.at © Miriam Mehlman/ Miriam blitzt - www.miriammehlman.at

Was sollten Kinder täglich essen?

Im Kindergarten und in der Schule lernen unsere Jüngsten jeden Tag etwas Neues und sind gefordert – eine altersgerechte, ausgewogene Ernährung liefert Ihnen dafür ausreichend Energie und Nährstoffe. Laut AGES werden für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren  drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag empfohlen. Doch woraus setzt sich eine ausgewogene Kinderernährung zusammen? Die AGES empfiehlt folgende Bausteine (Quelle: AGES, Richtig Essen von Anfang an):

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Die Basis: Obst, Gemüse und Getreide

Obst und Gemüse sollten Bestandteil jeder Mahlzeit sein. Empfohlen werden drei Portionen Gemüse oder Hülsenfrüchte und zwei Portionen Obst täglich, wobei eine Portion einer Kinderfaust entspricht. Vielfalt spielt eine Rolle: Je bunter, desto besser! Ergänzend sind bis zu fünf Kinderhände voll Getreide, Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln pro Tag empfehlenswert. Vollkornprodukte sollten bevorzugt werden, während gezuckerte Müslis und fettige Pommes nur gelegentlich auf den Teller kommen sollten.

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Milchprodukte und gesunde Fette

Bis zu drei Portionen Milch und Milchprodukte sind täglich für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren empfohlen. Naturjoghurt mit Apfelmus oder frischen Früchten kann eine Alternative zu stark zuckerhaltigen Joghurts sein. Ergänzend dazu können bis zu 5 Teelöffel (etwa 25 g) hochwertiges pflanzliches Öl pro Tag verwendet werden – zum Beispiel Lein- oder Olivenöl sowie Nüsse und Samen. (Quelle: AGES, Richtig Essen von Anfang an)

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Fisch, Fleisch und Eier

 

Tierische Produkte können Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, sollten allerdings in Maßen auf den Teller kommen: Ein- bis zweimal pro Woche kann Fisch auf dem Speiseplan stehen – beispielsweise Süßwasserfische wie Saibling, Zander oder Forelle als auch Meeresfische wie Lachs oder Makrele. Raubfische wie Thunfisch, Heilbutt oder Schwertfisch werden aufgrund möglicher Schwermetallbelastungen seltener empfohlen.

 

Tipp: Als pflanzliche Alternative können kleine Mengen qualitativen Raps- oder Leinöls verwendet werden. Fleisch und Wurstwaren kommen idealerweise nicht öfter als dreimal wöchentlich auf den Tisch – vor allem bei Wurstwaren lohnt sich außerdem ein Blick auf den Salz- und Fettgehalt. Zwei Eier pro Woche sind für Kinder ausreichend, wobei auch Eier in Mehlspeisen oder Nudeln schon zur Gesamtmenge zählen.

proteinreiche Lebensmittel
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Süßes und Fast Food

Zuckerhaltige, fettreiche und salzige Lebensmittel wie Süßigkeiten, Knabbergebäck, Fast Food und Limonaden werden nur gelegentlich und in kleinen Mengen empfohlen.

Ruck-Zuck-Burger
© Martin Hofmann © Martin Hofmann

Übrigens: Neben regelmäßigen und ausgewogenen Mahlzeiten spielt auch ausreichend Flüssigkeit eine wichtige Rolle. Für Kinder werden täglich 1 bis 2 Liter empfohlen, vorzugsweise Wasser. Für etwas mehr Abwechslung in der Trinkflasche können ungesüßte Tees oder Wasser mit einem Spritzer Fruchtsaft angeboten werden.

Tipps und Tricks: So gelingt die ausgewogene Kinderernährung im Alltag

Zu wissen, was eine ausgewogene Ernährung ausmacht, ist der erste Schritt. Im Alltag stellt sich dann oft die Frage: Wie bringe ich mein Kind dazu, auch wirklich zuzugreifen? Und wie vermittle ich gute Essgewohnheiten, die nachhaltig bleiben? Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Tricks wird bewusste Ernährung ganz selbstverständlich zum Teil des Familienalltags.

Gemeinsam kochen und essen

 

Beim gemeinsamen Kochen lernen Kinder Lebensmittel von einer neuen Seite kennen und können mitbestimmen, was auf den Teller kommt. Kinder-Klassiker wie Pizza oder Spaghetti Bolognese lassen sich dabei wunderbar mit reichlich Gemüse verfeinern. Und auch das gemeinsame Essen am Tisch spielt eine wichtige Rolle. Was Mama und Papa essen, wird schnell interessant – und bietet die perfekte Gelegenheit, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Mama und Kind kochen und mama lässt Kind etwas probieren

Obst und Gemüse für kleine Skeptiker

 

Melanzani wird misstrauisch beäugt, Paprika bleibt liegen? Keine Sorge – mit ein paar Tricks landet mehr Gemüse im Bauch statt auf dem Tellerrand. Denn kleine Obst- und Gemüseverweigerer lassen sich oft mit kreativen Ideen überzeugen. Karotten, Zucchini und Co. verschwinden püriert im Tomatensugo, Apfelmus eignet sich als natürliches Süßungsmittel oder Brotaufstrich. Auch Smoothies sind eine gute Möglichkeit: Eine Handvoll Spinat fällt zwischen Banane und Beeren geschmacklich kaum auf.

 

Viele Kinder greifen außerdem lieber zu Rohkost als zu gekochtem Gemüse. Bunte Gemüsesticks mit Hummus oder Joghurt-Dip machen das Snacken zu einem noch größeren Vergnügen – und sind im Nu verputzt. Zudem kann in vielen Fällen auch Mitbestimmung jede Menge bewirken: Wer Kinder beim Einkaufen eine Obst- oder Gemüsesorte selbst aussuchen lässt, fördert Neugier aufs Probieren.

Partylöwe mit Gemüsesticks
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Ideen für die Schuljause

Eine bunte Jause deckt den Energiebedarf für den Schultag. Der Klassiker ist ein belegtes Brot – etwa  mit Vollkorn – kombiniert mit frischem Obst oder Gemüsesticks. Auch ein lustiges Brotgesicht oder bunte Obst-Spieße machen die Jause zum abwechslungsreichen Erlebnis. Auch die Auswahl des Getränks spielt eine Rolle. Als Orientierung gelten maximal 6,7 g Zucker pro 100 ml und keine Süßstoffe. So gewöhnen sich Kinder schrittweise an eine geringere Süße.

SPAR Mahlzeit Kochen mit Kindern Inspiration
© Nadja Hudovernik © Nadja Hudovernik

Weniger Zucker und Co.: Unsere Initiativen für eine bewusste Ernährung

Wissen ist gut, Unterstützung noch besser. Deshalb engagieren wir uns auf mehreren Ebenen für eine bewusste Ernährung – vom Supermarktregal bis in die Schule.

SPAR und SIPCAN: Schulprojekte für ausgewogene Ernährung

Essgewohnheiten entwickeln sich früh – deshalb unterstützen wir seit 2013 das vorsorgemedizinische Institut SIPCAN bei der Ernährungsbildung an Schulen.

 

Kinder sind  im Schulalltag vielfältig gefordert. Expert:innen empfehlen, den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück zu beginnen. Deshalb haben wir gemeinsam den “Frühstücksfuchs” ins Leben gerufen: Ein Projekt, das das Wissen und Verhalten von Kindern in Bezug auf das Frühstück thematisiert. Und auch für die Schuljause haben wir ein eigenes Programm: Der „Trink- und Jausenführerschein" ist ein fünfwöchiges Programm für die 5. Schulstufe, in dem Kinder spielerisch lernen, ihr Essverhalten selbst und bewusst zu gestalten. Und das mit messbarem Erfolg, denn Evaluierungen des Programms zeigen, dass teilnehmende Kinder täglich um rund 10 g Zucker weniger zu sich nehmen. (Quelle: SIPCAN, "Schlau frühstücken!" für Eltern)

 

Mit den „Zuckerdetektiven" lernen Kinder außerdem, Zuckerarten auf der Zutatenliste zu erkennen. Die kostenlose Broschüre erklärt zum Beispiel: Je weiter vorne eine Zuckerart auf der Zutatenliste steht, desto mehr davon ist enthalten.

Kind mit Frau am Küchentisch

Gegen zu viel Zucker

Was für Kinder gilt, gilt auch für Erwachsene: Immer mehr Menschen möchten ihren Zuckerkonsum verringern – und das aus gutem Grund. Denn obwohl Zucker eine Energiequelle ist, essen wir im Alltag oft mehr davon, als uns bewusst ist. Wie viel Zucker tatsächlich empfohlen wird, wo er sich überall versteckt und wie sich ein zuckerärmerer Lebensstil genussvoll umsetzen lässt, haben wir uns genauer angesehen.

 

Auch auf Produktionsebene beschäftigen wir uns intensiv mit diesem Thema. Seit vielen Jahren arbeiten wir daran, den Zuckergehalt unserer Produkte Schritt für Schritt zu reduzieren – ohne dabei auf Geschmack zu verzichten. Mit viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und kontinuierlicher Produktentwicklung schaffen wir genussvolle Alternativen mit geringerem Zuckeranteil.

Nachhaltigkeit im Einkaufskorb: Bio-Lebensmittel für Kinder

Vielen Lebensmitteln für Kinder oder Säuglinge wird Zucker oder eine andere süßende Zutat wie Fruchtsaftkonzentrat zugesetzt. Ein bewusster Blick auf die Zutatenliste kann daher hilfreich sein.

 

Als Vorreiter im österreichischen Lebensmittelhandel unterstützen wir Familien deshalb direkt im Regal – denn der Alltag mit kleinen Kindern ist aufregend genug. Gemeinsam mit Expert:innen haben wir einen Warenkorb mit über 200 Bio-Lebensmitteln zusammengestellt, die auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sind: alle in Bio-Qualität, ohne Zuckerzusatz bzw. mit von Natur aus enthaltenem Zucker, ohne Palmöl, ohne künstliche Süßstoffe und mit überprüften Grenzwerten für Fett und Salz. So können Eltern beim Einkauf eine informierte Entscheidung treffen.

Nachhaltigkeit bei SPAR: Was wir noch tun

Ob nachhaltige Produkte, umweltfreundliche Verpackungen oder Initiativen wie Too Good To Go: Wir unterstützen unsere Kund:innen dabei, Nachhaltigkeit im Alltag zu leben. Zum Beispiel mit praktischen Tipps zu richtigem Recycling, Energiesparen sowie umweltbewussten Alternativen wie Mehrwegflaschen und nachhaltigen Einkaufssackerln direkt im Markt.

 

Gleichzeitig arbeiten wir als Unternehmen kontinuierlich daran, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern – mit nachhaltigen Gebäuden, effizientem Energiemanagement und optimierten Logistikprozessen. Welche weiteren Schritte wir bereits gesetzt haben und wie wir Verantwortung tagtäglich leben, haben wir außerdem in unserem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst.