Energie sparen im Alltag: Tipps & Tricks

Ob die morgendliche warme Dusche oder frisch gekühlte Lebensmittel – Energie ist unsere ständige Begleiterin. Und genau das schlägt sich nieder: im Börserl, aber auch beim CO₂-Fußabdruck. Dabei können schon kleine Veränderungen im Alltag die Kosten senken und der Umwelt etwas Gutes tun. Bei SPAR gehen wir diesen Weg bereits. Wir wissen aber auch, dass Klimaschutz Teamarbeit ist: Hier unsere besten Tipps zum Energiesparen zuhause.

Wie kann man energiesparend Heizen?

Keine andere Energiequelle im Haushalt bietet so viel Sparpotenzial wie die Heizung: Sie verschlingt zwischen 50 und 80 Prozent des gesamten Verbrauchs – und genau deshalb lohnt es sich, hier genauer hinzuschauen. Fürs Wohnzimmer reichen 20 bis 21 °C völlig aus, im Schlafzimmer dürfen es sogar nur 16 bis 18 °C sein. Klingt nach wenig? Bringt aber viel: Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie. Mit Thermostatventilen lässt sich jeder Raum ganz einfach individuell einstellen.

 

Apropos Heizung: Heizkörper brauchen Luft, um ihre Wärme abzugeben. Wer Möbel oder Vorhänge direkt davor platziert, verschenkt wertvolle Energie – und wer die Heizung als Wäschetrockner zweckentfremdet, zahlt sogar bis zu 40 Prozent drauf. Falls der Radiator gluckert, hat sich Luft im System angesammelt: Einmal kurz entlüften, am besten vor Beginn der Heizsaison, und das Problem ist gelöst.

Richtiges Lüften: So geht's

Auch beim Lüften von Räumen lässt sich viel richtig – oder falsch – machen. Ideal ist Stoßlüften: drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten die Fenster weit öffnen. Das bringt frische Luft ins Haus und beugt Schimmel vor. Je kälter es draußen ist, desto kürzer reicht die Lüftung – wichtig ist nur, währenddessen den Thermostat herunterzudrehen, um nicht buchstäblich zum Fenster hinaus zu heizen. Das beliebte Dauerkippen hingegen kühlt die Wände aus und schafft genau die feuchten Bedingungen, die Schimmel liebt. Ein einfacher Trick für den Abend: Vorhänge zuziehen oder Rollläden schließen – der entstehende Luftpolster wirkt wie eine zusätzliche Dämmschicht und hält die Wärme dort, wo sie hingehört.

Wie lässt sich bei Licht und Haushaltsgeräten Energie sparen?

Manche Geräte verbrauchen mehr Energie, als man vermuten würde. Mit einem Energiemessgerät, schon ab fünf Euro erhältlich, lassen sich die heimlichen Stromfresser im Haushalt schnell aufspüren. Einfach zwischen Steckdose und Gerät stecken und den Verbrauch im Normalbetrieb sowie im Standby ablesen. Liegt der Wert deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Geräte, lohnt sich oft der Umstieg auf ein effizienteres Modell – oder zumindest das konsequente Abschalten, wenn das Gerät gerade nicht gebraucht wird.

Umstellung auf LED-Beleuchtung

Besonders lohnend ist der Umstieg auf LED-Beleuchtung, denn diese Lampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als klassische Glühbirnen und halten dabei bis zu 25.000 Stunden. Wer beim Kauf auf die Lichtfarbe achtet, schafft gleichzeitig die passende Atmosphäre: Warmweiß sorgt für Gemütlichkeit im Wohnzimmer, Neutralweiß für konzentriertes Arbeiten im Home Office. In Vorzimmern und Durchgangsbereichen ergänzen Bewegungsmelder das Sparpaket sinnvoll.

Eine junge Frau wechselt in ihrer Küche drei Glühbirnen aus
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Geräte wirklich ausschalten

Ein oft unterschätzter Kostentreiber lauert im Standby-Modus. Fernseher, Computer und Co. ziehen auch im Ruhezustand Strom – im Schnitt summiert sich das auf 50 Euro oder mehr pro Jahr. Die einfache Lösung sind schaltbare Steckerleisten. Ein Klick, und alle angeschlossenen Geräte sind wirklich aus – eine Investition, die sich meist schon nach wenigen Monaten rechnet. Wer ohnehin ein neues Haushaltsgerät braucht, sollte außerdem aufs EU-Energielabel achten: Effiziente Modelle sparen über ihre Lebensdauer hinweg bis zu 30 Prozent Stromkosten, und die Skala von A (sehr effizient) bis G (weniger effizient) macht den Vergleich auf einen Blick möglich.

Aber welche Geräte schlagen eigentlich am stärksten zu Buche? Hier die Top Ten in einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt:

Stromfresser Stromverbrauch pro Jahr
Alte Heizungspumpen 600-800 kWh
Elektrischer Herd 445 kWh
Gefrierschrank 415 kWh
Kühlschrank 330 kWh
Wäschetrockner 325 kWh
Geschirrspüler 245 kWh
Waschmaschine 200 kWh
Fernseher 190 kWh
Backofen 165 kWh
WLAN-Router 135 kWh

Wie kann man in der Küche Energie sparen?

Die Küche birgt mehr Sparpotenzial, als man vermuten würde – und das beginnt schon beim Kochtopf. Wer ohne Deckel kocht, verbraucht bis zu 40 Prozent mehr Energie und wartet dreimal so lange, bis das Wasser endlich sprudelt. Auch die Restwärme von Herdplatte und Backrohr lässt sich clever nutzen: Einfach ein paar Minuten vor Ende der Garzeit abschalten, die gespeicherte Hitze erledigt den Rest. Und wer die Wahl hat, greift besser zu Umluft statt Ober-/Unterhitze – das spart rund ein Drittel Strom.

Große Geräte richtig bedienen

Kühl- und Gefriergeräte laufen rund um die Uhr und zählen damit zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Einstellungen arbeiten sie trotzdem sparsam. Im Kühlschrank reichen 7 °C völlig aus, im Gefrierfach –18 °C. Kälter muss es nicht sein – denn das kostet nur mehr Energie, ohne Vorteile zu bringen. Wichtig ist auch, warme Speisen erst abkühlen zu lassen, bevor sie in den Kühlschrank wandern. Ein gelegentlicher Check der Türdichtungen stellt sicher, dass keine Kälte aus dem Gerät entweicht und es nicht unnötig arbeiten muss.

 

Für Geschirrspüler und Waschmaschine gilt eine einfache Faustregel: Immer voll beladen laufen lassen. Zwei halbvolle Durchgänge verbrauchen bis zu 80 Prozent mehr Energie als ein voller. Bei der Waschmaschine spielt außerdem die Temperatur eine entscheidende Rolle: Alltagskleidung wird auch bei 30 °C hygienisch sauber, und wer von 60 °C herunterschaltet, spart rund 45 Prozent Energie pro Waschgang.

Wie kann man Wasser sparen?

Jeder Liter warmes Wasser will erst einmal erhitzt werden – und das geht ins Geld. Schon eine Dusche statt Vollbad halbiert den Verbrauch. Mit einem Sparduschkopf sinkt der Verbrauch nochmal um die Hälfte, ohne dass der Duschkomfort darunter leidet. Auch im Kleinen lässt sich sparen, denn den Hahn beim Einseifen und Zähneputzen zuzudrehen klingt banal, macht übers Jahr aber einen spürbaren Unterschied. Falls Durchlauferhitzer oder Boiler im Einsatz sind, sollten sie ab und zu entkalkt werden, um lange effizient zu bleiben. Und wer einen Garten hat, sammelt am besten Regenwasser zum Gießen. Das spart nicht nur Geld, sondern macht auch Ihren Pflanzen und Blumen Freude.

 

Und: Sind Waschmaschine oder Geschirrspüler voll beladen, spart das nicht nur Energie, sondern das verbrauchte Wasser wird auch weit effizienter eingesetzt. So benötigt etwa ein voller Geschirrspüler nur etwa halb so viel Wasser wie die Handwäsche der gleichen Menge Teller, Gläser und Co.

Handpflege mit Seife
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Wie kann man nachhaltig einkaufen?

Energie sparen beginnt nicht erst zu Hause, sondern schon im Supermarkt. Regionale und saisonale Produkte legen nur kurze Wege zurück und verursachen damit deutlich weniger CO₂ als solche, die aus anderen Ländern oder sogar Kontinenten importiert werden. Bei SPAR erleichtern klare Herkunftsangaben auf Obst und Gemüse die bewusste Wahl, und unser Saisonkalender verrät, wann welche Sorten aus heimischem Anbau frisch verfügbar sind. Wer außerdem zu unverpackten Lebensmitteln greift, reduziert nicht nur Müll, sondern oft auch den Energieaufwand in der Produktion.

 

Tipp: Noch mehr dazu, wie Sie nachhaltig und umweltfreundlich einkaufen können, erfahren Sie in unserem praktischen Ratgeber!

Mit SPAR gemeinsam für eine grünere Zukunft

Jede noch so kleine Veränderung bringt uns dem Ziel ein Stück näher. Mit diesen Tipps senken Sie nicht nur Ihre Energiekosten, sondern gestalten auch aktiv eine nachhaltigere Zukunft mit. Und natürlich gibt es noch viele weitere kleine Handgriffe, um unserer Umwelt etwas Gutes zu tun: ob Mehrwegflaschen statt Einweg, nachhaltige Einkaufstaschen statt Plastiksackerl oder das richtige Entsorgen von Altbatterien und Altspeiseöl. Und wer beim Einkauf auf Bio und Demeter oder Fairtrade-Produkte setzt, unterstützt zudem eine Landwirtschaft, die Ressourcen schont und Artenvielfalt fördert. Gut für die Natur, gut für uns alle.