Wie funktioniert Verpackungsrecycling in Österreich?

Die ARA (Altstoff Recycling Austria) finanziert die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen in Österreich. Sie stellt rund 2 Millionen Sammelbehälter für Papier, Kunststoff, Metall und Glas zur Verfügung und organisiert zusätzlich die Abholung bei 2,2 Millionen Haushalten, die den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne nutzen. Das Ergebnis: Mehr als eine Million Tonnen Verpackungen und Altpapier werden jährlich getrennt gesammelt. Rund 90 % davon fließen direkt zur Herstellung neuer Produkte zurück, der Rest dient als wertvoller Brennstoff für die Industrie oder wird als Fernwärme genutzt.

Auch bei SPAR beginnt richtiges Trennen und schonender Umgang mit Ressourcen direkt im Unternehmen. Für jede Verpackung, die wir in Umlauf bringen, zahlen wir eine Gebühr an ARA (Altstoff Recycling Austria).

Ara logo

Warum Mülltrennung & Recycling?

Richtige Mülltrennung ist die Grundlage für funktionierendes Recycling – und das zahlt sich für unsere Umwelt aus. Denn was im Wertstoff landet, muss nicht mit dem Restmüll verbrannt werden und zersetzt sich nicht auf Deponien, wobei klimaschädliches Methan entsteht.

 

  • Papier und Pappe: Recycling schont Wälder, die als natürliche CO₂-Speicher dienen, und spart Energie sowie Wasser in der Produktion. 

  • Glas & Metall: Die Herstellung aus recycelten Materialien benötigt deutlich weniger Energie und Rohstoffe als die Neuproduktion.

  • Kunststoff: Recycelte Verpackungen reduzieren den Bedarf an Erdöl und senken die Emissionen aus der energieintensiven Kunststoffherstellung.

 

Insgesamt erspart die getrennte Sammlung und Verwertung von Verpackungen der Umwelt pro Jahr über 500.000 Tonnen CO₂. Das entspricht rund 6 % der jährlichen Abgasmenge aller in Österreich zugelassenen Pkw.

Recycling Karton

Rückgabemöglichkeiten in den Gemeinden

In Österreich sind die Gemeinden für die Sammlung von Verpackungen und Wertstoffen verantwortlich. Lange Zeit unterschieden sich die Systeme stark – seit 1.1.2023 gelten jedoch einheitliche Regelungen für den Gelben Sack, was die Trennung österreichweit vereinfacht.

 

Da die Rückgabemöglichkeiten je nach Gemeinde dennoch variieren können, lohnt sich ein Blick in den örtlichen Abfallkalender. Auf der ARA-Seite finden Sie Abfuhrtermine und Trennanleitungen sowie genauere Infos zum Thema Kreislaufwirtschaft und Verpackungsrecycling.

Mülltonnen - Gelbe Tonne
© Chrisd © Chrisd

Was bedeutet das Recycling-Zeichen auf einer Verpackung?

Das Recycling-Zeichen zeigt auf einen Blick, aus welchem Material eine Verpackung besteht – und wie sie richtig entsorgt wird. Es besteht aus dem bekannten Recyclingsymbol mit drei Pfeilen in Dreiecksform und einer Nummer, die das Material kennzeichnet. Darunter findet sich oft zusätzlich ein Kürzel für die Werkstoffgruppe. Da dieses allerdings variieren kann (z. B. PET oder PETE), ist die Nummer ausschlaggebend. Bei Kunststoffen z.B. reicht sie laut internationalem Standard von 01 bis 07. Hier ein Überblick über die gängigsten Kennzeichnungen:

Der Punkt

SPAR setzt den Punkt zur Kennzeichnung der Verpackungen ein. Dieser zeigt an, dass SPAR die Verantwortung wahrnimmt und Verpackungsgebühren zahlt.

 

Mülltonne getrennt sammeln
Durchgestrichene Mülltonne

Keine Entsorgung im Hausmüll - getrennte Sammlung

Müll nicht in die Toilette werfen

Keine Hygieneartikel und Müll in die Toilette werfen.

PET oder PETE 

Polyethylenterephthalat - Polyesterfasern, Folien, Flaschen für Lebensmittel und andere Flüssigkeiten, Lebensmittelverpackungen 

PE-HD oder HDPE 

Polyethylen High-Density  - Plastikflaschen, Abfalleimer, Plastikrohre, Kunstholz 

PVC

Polyvinylchlorid - Fensterrahmen und Rohre 

PE-LD oder LDPE

Polyethylen Low-Density - Plastiktaschen, Eimer, Seifenspenderflaschen, Plastiktuben, Folien 

PP 

Polypropylen - Stoßstangen, Innenraumverkleidungen, Industriefasern, Lebensmittelverpackungen, DVD- und Blu-ray-Hüllen 

PS

Polystyrol  - Spielzeug, Blumentöpfe, Videokassetten, CD-Hüllen, Aschenbecher, Koffer, Schaumpolystyrol, Lebensmittelverpackungen 

O (OTHER) 

Andere Kunststoffe wie Polycarbonat (PC), Polyamid (PA), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polylactide (PLA), u. a. 

PAP

Wellpappe  - Verpackungen

PAP

Sonstige Pappe - Verpackungen

PAP

Papier - Zeitungen, Zeitschriften etc. 

FE

Stahl 

ALU

Aluminium 

FOR 

Holz 

FOR

Kork - Korken (in Flaschen), Dämmmaterial, Bodenbeläge  

TEX

Baumwolle 

TEX

Jute 

GL 

Farbloses Glas 

GL

Grünes Glas „Neues“ Glas 

GL

Braunes Glas 

C/PAP

Verbundstoffe: CX mit X=Abkürzung des Hauptbestandteils - Papier und Pappe/Kunststoff/Aluminium 

App-Tipp: Digi-Cycle

Die App Digi-Cycle unterstützt dabei, ortsspezifisch angepasste Recycling-Informationen zu einzelnen Produkten zu erhalten. Einfach den Barcode auf den Produkten scannen oder nach einem Produkt suchen – und schon gibt es schnell und unkompliziert Hinweise für richtiges Trennen. Die App liefert auch Recyclinginformationen zu verschiedenen Produktkategorien sowie Infos zu den umliegenden Sammelstellen – ganz ohne Registrierung.

 

Weitere Infos unter www.digi-cycle.at | Zum Recyclingguide: https://recyclingguide.digi-cyle.at

digicycle
© ARA © ARA

Wie funktioniert das Pfandsystem in Österreich?

Seit 1. Jänner 2025 gibt es in Österreich zusätzlich zum seit Jahrzehnten bekannten Mehrwegpfand auch ein Pfandsystem für Einwegflaschen und Getränkedosen. Die betroffenen Getränkeflaschen und -dosen sind mit dem Einwegpfand-Logo gekennzeichnet.

 

Die Rückgabe funktioniert ganz einfach: Einwegflaschen und -dosen leer, nicht zerdrückt und mit lesbarem Etikett am Rückgabeautomaten in Ihrem SPAR-, EUROSPAR- oder INTERSPAR-Markt abgeben – alle Automaten nehmen sowohl Einweg- als auch Mehrweggebinde entgegen. Das Einwegpfand beträgt einheitlich 25 Cent pro Stück, bei Mehrweggebinden variieren die Beträge. Den Bon können Sie klassisch ausdrucken, digital in der SPAR-App speichern oder das Pfand direkt an eine gemeinnützig Organisation spenden – SPAR kooperierte 2025 mit Rettet das Kind Österreich und 2026 mit der Feuerwehr und auch INTERSPAR spendet an örtlichen Feuerwehren.

Wie entsorgt man Elektro- und Elektronikaltgeräte richtig?

Elektro- und Elektronikgeräte gehören nicht in den Haushaltsmüll, denn: Sie können gefährliche Stoffe wie Blei, Quecksilber oder Cadmium enthalten, die bei falscher Entsorgung Boden, Wasser und Luft verschmutzen. Gleichzeitig stecken in ihnen wertvolle und zum Teil seltene Rohstoffe, die wiederverwendet werden können. Deshalb müssen Altgeräte zu den Sammelstellen der Gemeinden und Städte gebracht werden, wo sie fachgerecht verwertet werden. Ob ein Produkt davon betroffen ist, zeigt das Symbol „durchgestrichene Mülltonne" auf der Verpackung oder dem Gerät selbst. Batterien und Akkus dürfen ebenfalls nicht im Haushaltsmüll landen. Auch sie können Schadstoffe enthalten, die bei unsachgemäßer Entsorgung Umwelt und Gesundheit beeinträchtigen.

 

Tipp: Detaillierte Informationen zur Trennung sowie einen Sammelstellenfinder gibt es auf der Infoseite der Elektroaltgeräte-Koordinierungstelle (EAK).

Batterien wegschmeißen
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Nachhaltigkeit bei SPAR: Was wir tun

Richtiges Recycling ist ein wichtiger Schritt. Doch bei SPAR geht unser Engagement weit darüber hinaus, vor allem auch im eigenen Unternehmen: Von nachhaltigen Gebäuden über effizientes Energiemanagement bis hin zu umweltfreundlicher Transportlogistik arbeiten wir daran, unseren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich zu verringern. Doch echte Veränderung gelingt nur gemeinsam. Deshalb unterstützen wir unsere Kund:innen dabei, auch im Alltag nachhaltigere Entscheidungen zu treffen – mit praktischen Tipps zum Plastiksparen, Ideen für umweltfreundliches Einkaufen und Kooperationen mit Initiativen wie Too Good To Go, um gemeinsam Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.