Italienische Pastasorten
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Italienische Pasta-Sorten im Überblick

Ob in einer toskanischen Trattoria, beim Italiener ums Eck oder als schnelles Gericht nach Feierabend: Pasta geht einfach immer! Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn mit über 300 verschiedenen Sorten bietet die italienische Küche die richtige für jedes Rezept. Da kann man schon einmal den Überblick verlieren – doch keine Sorge: Wir haben die wichtigsten Pastasorten, ihre Unterschiede und Tipps für die Zubereitung hier für Sie gesammelt.

Welche italienischen Pasta-Sorten gibt es?

Grob nach der „Bauweise" lassen sich lange, kurze, gefüllte und Suppenpasta unterscheiden. Diese Kategorien teilen sich wiederum in viele verschiedene Sorten wie Spaghetti, Tortellini und Co. Hier die wichtigsten Vertreter im Kurzportrait:

Lange Pasta
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Lange Pasta

  • Spaghetti: Der Klassiker der italienischen Küche – abgeleitet vom italienischen Wort „spago” für Schnur. Geeignet für Saucen aller Art, von der klassischen Tomatensauce bis zur cremigen Carbonara.
 
  • Linguine: Ähnlich wie Spaghetti, allerdings nicht rund, sondern flach gepresst. Eignen sich für alle Gerichte, für die auch Spaghetti verwendet werden. Besonders beliebt sind sie in Kombination mit Meeresfrüchten.
 
  • Tagliatelle: Flache, breite Bandnudeln aus der Region Emilia Romagna. Hergestellt aus ausgerolltem Nudelteig, der in Streifen geschnitten wird (meist ca. 5-10 mm breit). Ideal für schwere oder cremige Saucen.
 
  • Fettuccine: Die römischen Verwandten der Tagliatelle – ähnlich flach wie die Variante aus der Emilia Romagna, fallen aber etwas schmaler aus (4 -8 mm).

Kurze Pasta

  • Maccheroni: Eine Art „Sammelbegriff” für kurze, leicht gebogene Röhrennudeln, die vielseitig für Saucen aller Art, überbackene Gerichte oder Aufläufe einsetzbar sind.
 
  • Farfalle: Bekannt für ihre schmetterlings- oder schleifenartige Form und den gekräuselten Rand. Durch den Knoten in der Mitte bleiben sie beim Garen bissfest und sind daher ideal für Salate und leichte Saucen.
 
  • Fusilli: Spiralnudeln aus Süditalien; der Legende nach entstanden sie, als man dort auf die Idee kam, Spaghetti um Stricknadeln zu wickeln. Durch die gedrehte Form bieten sie besonders viel Fläche, um Saucen aufzunehmen und sind daher perfekt für schwere Saucen wie Bolognese und Co.
 
  • Penne: Schräg angeschnittene Röhrennudeln, die mit glatter (lisce) oder gerillter (rigate) Oberfläche erhältlich sind. Ein Allrounder für Nudelgerichte aller Art, besonders mit stückigen Saucen.
 
  • Rigatoni: Breite, gerillte Röhren, im Unterschied zu Penne größer und gerade angeschnitten. Besonders stabil und daher ideal für überbackene Gerichte, bei denen die Pasta dennoch ihren Biss behalten soll.
 
  • Cannelloni: Große, dicke Röhrennudeln, die sich perfekt zum Füllen und Überbacken eignen. Traditionell sind Füllungen aus Faschiertem, Tomaten und Gemüse, durch den großzügigen Innenraum (Durchmesser ca. 3 cm) sind Ihrer Kreativität aber keine Grenzen gesetzt!
Kurze Pasta
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Gefüllte Pasta
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Gefüllte Pasta

Tortellini: Kleine, ringförmige Teigtaschen, die klassisch mit Fleisch, Prosciutto und Parmesan gefüllt werden. Oft in Tomatensauce serviert, aber auch eine beliebte Suppeneinlage („Tortellini in brodo”).

 

Tortelloni: Der „große Bruder” der Tortellini. Traditionell vegetarisch gefüllt – ein Klassiker sind Ricotta und Spinat – und in Salbeibutter serviert.

 

Ravioli: Meist quadratische oder runde Teigtaschen aus zwei Lagen Teig, die übereinander gelegt mit einer Gabel verschlossen werden. Gefüllt werden sie mit Köstlichkeiten aller Art, von Fleisch und Fisch bis zu Pilzen, Nüssen und Käse.

 

Agnolotti: Pasta aus dem Piemont, die zu kleinen, rechteckigen Taschen gefaltet wird Im Unterschied zu Ravioli werden sie nur aus einem Teigstreifen hergestellt, der gefüllt, zusammengeklappt und im Anschluss an den Rändern verschlossen wird.

 

Cappellacci: Größere Teigtaschen aus der Region Ferrara, die durch die besondere Form mit den hochgeklappten Rändern an einen kleinen Hut erinnern. Gefüllt werden sie traditionell mit Kürbis, aber auch Varianten mit Parmesan oder Tomaten sind gängig.

Suppenpasta

Ditalini (Tubettini): Kurze, schmale Röhrchen, die an zu klein geratene Maccheroni erinnern. Ursprünglich aus Apulien, heute besonders in Sizilien verbreitet. Typisch für Minestrone oder Nudelsalate.

 

Stelline: Winzige Sternchen, oft mit einem Loch in der Mitte, das die Garzeit verkürzt. Beliebt vor allem für Gemüsesuppen, Brühen oder Kinderrezepte.

 

Anellini: Kleine Ringe (vom italienischen „anello” für Ring), die sich besonders gut für Suppen, Nudelsalate und Aufläufe eignen.

 

Risoni (Orzo): Kleine, reiskornförmige Pasta, die vor allem für Suppen oder anstatt von Reis in cremigen Risotto-Gerichten verwendet wird. In der griechischen Küche übrigens auch als „Kritharaki" bekannt!

Suppenpasta
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Schon gewusst? Der Name einer Pasta verrät Ihnen schon viel über ihre Form: Pastasorten die auf -elle enden, sind üblicherweise breit (z. B. Tagliatelle), Varianten mit -ini (z. B. Tortellini) deuten auf kleine Nudeln hin, “-oni” hingegen auf größere Versionen (z. B. Cannelloni, Tortelloni).

Welche Pasta verwendet man wofür?

Welche Pasta sich wofür eignet, hängt von ihrer Form ab und wie viel „Fläche” sie einer Sauce und deren Bestandteilen zum Haften bietet. Als Faustregel gilt: Lange Pasta eignet sich eher für feine, flüssige Saucen, kurze Pasta ist perfekt für schwere, stückigere Rezepte. Hier ein Überblick:

Pastagerichte
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Lange, dünne Pasta (z. B. Spaghetti, Linguine): Perfekt für leichte, flüssige oder ölige Saucen (z. B. Tomatensauce oder Pesto), die an der glatten Oberfläche gut haften bleiben.

 

Lange, breite Pasta (z. B. Tagliatelle, Fettuccine): Passen gut zu sämigen, dickflüssigen Saucen – durch ihre breite, flache Form tragen sie diese optimal.

 

Hohle Pasta (z. B. Penne, Rigatoni): Ideal für dickflüssige, schwere Saucen oder zum Überbacken, denn im Innenraum ist jede Menge Platz für Füllungen oder kleine Stückchen Fleisch, Gemüse und Käse.

 

Gedrehte Pasta (z. B. Fusilli, Farfalle): Gut geeignet für dickflüssige, stückige Saucen oder Nudelpfannen; durch die gewellte Form bleiben auch schwerere Saucenkomponenten wie Fleisch, Käse oder Gemüse optimal haften. Tipp: Aufgrund ihrer besonderen Form auch perfekt für Nudelsalat!

 

Gefüllte Pasta (z. B. Tortellini, Ravioli): Passen gut zu leichten, nicht zu intensiven Saucen, da sie im Gegensatz zu anderen Nudelsorten eine Haupt- statt einer Nebenrolle am Teller einnehmen. Die Sauce sollte daher das Aroma von Pasta und Füllung nicht überlagern.

Übrigens: Neben Pasta zählen auch Gnocchi zu den Klassikern der italienischen Küche. Was die feinen Nockerl aus Kartoffelteig ausmacht und warum man sie niemals mit Pasta in einen (gedanklichen) Topf werfen sollte, verraten wir Ihnen in unserem umfassenden Beitrag zu Gnocchi!

Wie kocht man Pasta richtig?

Damit Ihre Pasta auch zuhause so authentisch wie beim Lieblingsitaliener schmeckt, gibt es ein paar einfache Grundregeln zu beachten. Am wichtigsten: Genug Platz, genug Salz und genug Zeit! Hier die relevantesten Punkte im Detail:

Der richtige Topf: Hier gilt – lieber zu groß als zu klein! Haben die Nudeln im Topf zu wenig Platz, garen sie nicht gleichmäßig und kleben beim Abseihen aneinander. Für eine Person reicht ein Topf mit ca. 1 Liter Fassungsvermögen, bei größeren Runden können Sie entsprechend „aufstocken”.

 

Die richtige Portion: Als Hauptgericht können Sie pro Person ca. 125 g trockener Pasta rechnen, als Beilage ca. 75 g.

 

Genug Wasser: Pro 100 g Nudeln sollten Sie 1 Liter Wasser aufkochen.

 

Genug Salz: Als Faustregel gelten 10 g (= 1 gehäufter Teelöffel) pro 100 g Nudeln. Und keine Sorge wegen der Menge! Italiener:innen bevorzugen ihr Nudelwasser so „salzig wie das Meer”.

 

Kein Öl: Ins Nudelwasser gehört kein Öl! Beim Kochen schwimmt es zunächst nur auf dem Wasser und kommt mit der Pasta gar nicht in Berührung. Beim Abgießen legt es sich dafür wie ein Film auf die Nudeln und macht es Saucen und Co. später schwer, zu haften.

 

Genug Zeit: Beim Kochen der Nudeln können Sie sich ganz einfach an die Angaben auf der Packung halten. Tipp: Lieber zu früh vom Herd nehmen als zu spät, am besten, wenn die Pasta außen weich und innen noch bissfest ist. Die meisten Nudelsorten garen nach dem Abgießen nämlich noch etwas nach – so bleiben sie dennoch perfekt „al dente”.

 

Nicht abschrecken: Nudeln, die warm serviert werden, sollten auf keinen Fall abgeschreckt werden. Das entfernt die wertvolle Stärkeschicht an der Außenseite, die der Sauce beim Haften hilft. Eine kalte Dusche für Ihre Pasta empfiehlt sich nur dann, wenn sie schnell kalt werden soll – etwa bei Salaten.

Pasta richtig kochen
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Pastasaucen
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Pastasaucen im Vergleich: Was ist der Unterschied zwischen Salsa, Sugo & Ragù?

Wenn es um Nudelsaucen geht, unterscheidet man in der italienischen Küche drei Arten: Salsa, Sugo und Ragù. Hier die drei Varianten im Überblick:

 

  • Salsa: Überbegriff für (einfache) Saucen aller Art – nicht nur für Pasta, sondern auch für Fleisch, Fisch, Salate & Co. Beispiele: Salsa Verde (grüne Kräutersauce), Salsa di Noci (Walnusssauce)
 
  • Sugo: Dickflüssige Sauce auf Tomatenbasis; kann Fleisch enthalten, muss aber nicht. Oft synonym mit Ragù verwendet. Beispiele: Sugo di Pomodoro (fruchtig-tomatig), Sugo all’Arrabiata (würzig)
 
  • Ragù: Intensive Tomatensauce mit Fleisch (z. B. Rind, Schwein, Kalb, Wild), wird traditionell für mehrere Stunden geschmort, um die Aromen zu konzentrieren. Beispiele: Ragù alla Bolognese (mit Faschiertem), Ragù alla Napoletana (aus einem ganzen Stück Fleisch, das geschmort wird, bis es zerfällt)

 

Tipp: Neben klassischen Saucen ist auch das Pesto ein beliebtes Helferlein zum Würzen und Verfeinern von Pasta aller Art. Was es darüber zu wissen gibt, verraten wir Ihnen in unserem 1x1 der Pestosorten!

Kulinarisch um die Welt

Darf es noch ein bisschen mehr genussvolles Wissen aus Bella Italia sein? Dann lohnt sich ein Blick in unsere große Küchenkunde – hier finden Sie allerlei Wissenswertes von Milano bis Napoli, etwa alles zur Esskultur in Italien oder unseren umfassenden Guide zu Antipasti. Falls die kulinarische Weltreise etwas weiter führen soll, haben wir auch allerlei Know-how aus Fernost für Sie gesammelt, zum Beispiel alles zu asiatischen Grundzutaten oder unser 1x1 zu Sushi-Arten. Und wenn dann doch einmal das Heimweh zuschlägt, gibt es bei uns auch die besten Tipps zum Backen und Grillen für zuhause – perfekt zum Stöbern und vor allem Nachmachen. Wir wünschen viel Spaß dabei!

Antipasti
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FAQs: Häufige Fragen & Antworten zu italienischen Pastasorten

Was ist der Unterschied zwischen Pasta und Nudeln?

Der Unterschied liegt in den Zutaten: Echte italienische Pasta besteht ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser. Nudeln können auch mit anderen Mehlsorten (z. B. Weizen- oder Dinkelmehl) und zusätzlichen Zutaten (z. B. Ei) hergestellt werden.

Wie nennt man gefüllte italienische Teigtaschen?

Die bekanntesten Teigtaschen aus Italien sind Ravioli, Tortellini bzw. Tortelloni und Agnolotti. Ravioli bestehen aus zwei aufeinander gelegten Teigschichten und sind meistens quadratisch oder dreieckig. Tortellini werden aus einer einzigen „Lage” Pastateig gemacht, gefüllt und dann zu Ringen geformt (fallen sie etwas größer aus, werden sie auch als Tortelloni bezeichnet). Agnolotti ähneln Ravioli, werden aber nur aus einem Teigstreifen geformt und sind daher oft halbkreisförmig.

Was bedeutet „al dente” und wie erkennt man es?

„Al dente” bedeutet auf Deutsch einfach „bissfest”! Der Begriff steht für die ideale Konsistenz, die Pasta beim Servieren haben sollte. In diesem Zustand sind die Nudeln zwar durchgegart, leisten beim Kauen aber noch einen leichten Widerstand – und sind damit weder zu hart noch zu weich. Tipp: Ob die Pasta „al dente” ist, erkennen Sie auch optisch. Nehmen Sie rund 1-2 Minuten vor Ende der Garzeit eine Nudel aus dem Wasser und beißen Sie darauf. Wenn im Inneren noch ein dünner, heller Kreis zu finden ist, ist die Pasta perfekt!