Lebensmittel­verschwendung vermeiden

Mal ehrlich: Wer hat nicht schon einmal verschrumpelte Karotten aus dem Kühlschrank gefischt oder ein vergessenes Joghurt entdeckt, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum längst Geschichte ist? Was im eigenen Haushalt wie eine Kleinigkeit wirkt, summiert sich schnell zu einem gewaltigen Problem: In Österreich landen jährlich rund 521.000 Tonnen genießbare Lebensmittel im Müll. Pro Haushalt entspricht das einem Verlust von bis zu 800 Euro. Jahr für Jahr.

Warum jede gerettete Karotte zählt

Die Verschwendung kostet uns weit mehr als nur Geld. Hinter jedem Lebensmittel steckt eine lange Reise: Bäuerinnen und Bauern, die säen, pflegen und ernten; Energie für Transport und Kühlung; Wasser, das in der Produktion verbraucht wird. Rund 20 Prozent der österreichischen Treibhausgasemissionen gehen allein auf Produktion und Konsum von Lebensmitteln zurück – jedes Kilogramm, das ungenutzt im Müll landet, belastet also nicht nur unsere Geldbörsen, sondern auch unser Klima. Genau deshalb setzen auch wir bei SPAR alles daran, dass in unseren Märkten möglichst nichts im Müll landet.

Karotten in der Hand
© SPAR © SPAR

So rettet SPAR Lebensmittel

  • Präzise bestellen: Mit Hilfe künstlicher Intelligenz analysieren wir Verkaufszahlen, Wetter und Saisonalität, um die richtige Menge an Produkten zur richtigen Zeit in den Märkten zu haben – mit einer Treffsicherheit von über 90 Prozent.

  • Abverkauf statt Abfall: Produkte kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum verkaufen wir vergünstigt. Sie finden sie in unseren Märkten unter dem Motto „Lebensmittel sind kostbar"

  • Zweite-Chance-Box: Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern packen unsere Mitarbeiter:innen in Boxen und bieten sie ebenfalls preisreduziert an.

  • Weitergabe statt Wegwerfen: Was nicht verkauft wird, aber noch genießbar ist, geht an Sozialorganisationen wie die Caritas, SOMA oder die Tafeln.

  • Altbrot wird Futtermittel: Brot und Gebäck, das sich nicht mehr verkaufen lässt, verarbeiten wir gemeinsam mit Partnern zu hochwertigem Tierfutter – so bleibt es im Kreislauf.

 

Bei SPAR wird nur rund 1% der angebotenen Lebensmittel nicht verkauft. Doch auch Sie können zuhause viel bewirken.

Lebensmittel retten mit Too Good To Go

Wie kann man Lebensmittelverschwendung zu Hause reduzieren?

Die gute Nachricht: Auch ohne viel Aufwand kann man jede Menge Gutes tun. Ein bisschen Planung beim Einkauf, etwas Ordnung im Kühlschrank und ein kreativer Blick auf Reste, und schon holen Sie das Beste aus Ihrem Einkauf heraus. Und sorgen außerdem dafür, dass weniger in der Tonne landet. Hier unsere Top-Tipps:

Einkaufen mit Köpfchen: Wochenplan, Einkaufsliste & Co.

Bevor Sie sich auf den Weg machen, lohnt ein kurzer Blick in den Kühlschrank. Oft verstecken sich hinten im Eck noch Schätze, die nur darauf warten, verkocht zu werden – ein schnelles Foto mit dem Handy hilft, wenn Sie sich später im Supermarkt fragen: „Haben wir noch Butter?" Noch besser funktioniert ein grober Wochenplan: Wer weiß, was in den nächsten Tagen auf den Tisch kommen soll, kauft gezielter ein und wirft weniger weg. Eine Einkaufsliste bringt zusätzliche Struktur und schützt vor dem spontanen Griff zur Aktionsware, die dann doch nur im Kühlschrank vergessen wird.

 

Apropos spontan: Hunger ist ein schlechter Einkaufsberater. Mit knurrendem Magen landet plötzlich vieles im Wagen, das zuhause dann doch niemand essen mag. Und auch bei verlockenden Großpackungen lohnt sich ein zweiter Gedanke – sie sind nur dann ein echtes Schnäppchen, wenn Sie den Inhalt auch tatsächlich verbrauchen.

SPAR Mahlzeit! Wochenplan
© Carolina Schmiderer-Auer © Carolina Schmiderer-Auer

Frisch nach Hause: Kühlkette nicht vergessen!

Der richtige Umgang mit Lebensmitteln beginnt bereits im Einkaufswagen. Gekühlte Produkte – besonders Fisch und Fleisch – legen Sie am besten erst ganz zum Schluss hinein, eine Kühltasche sorgt dann für den sicheren Transport nach Hause. Denn wird die Kühlkette unterbrochen, verkürzt sich die Haltbarkeit drastisch. Auch frisches Brot, Obst und Gemüse mögen keine Hitze. Im warmen Auto verlieren sie schnell an Frische, Aroma und Nährstoffen.

Gefrorenes Gemüse
© ryo takase/EyeEm - stock.adobe.com © ryo takase/EyeEm - stock.adobe.com

Ordnung im Kühlschrank: Jedes Lebensmittel am richtigen Platz

Zuhause angekommen, geht's ans Einräumen – und das ist im Kühlschrank keineswegs beliebig. Weil die Temperatur je nach Zone variiert, lässt sich mit der richtigen Anordnung die Haltbarkeit vieler Produkte verlängern:

 

  • Direkt über dem Gemüsefach (ca. 2 °C): Die kälteste Zone – ideal für Fisch, Fleisch und Wurst, also alles, was schnell verderben kann.

  • Mittleres Fach (4–5 °C): Hier lagern Milchprodukte optimal: Joghurt, Topfen, Milch und Rahm.

  • Oberes Fach (ca. 8 °C): Etwas wärmer – perfekt für abgekühlte Speisereste oder Käsesorten. Tipp: Schimmelkäse immer getrennt aufbewahren und nach dem Öffnen frisch einwickeln – so trocknet er nicht aus, behält sein Aroma und der Schimmel bleibt, wo er hingehört!

  • Kühlschranktür: Gut geeignet für Butter, Eier, Saucen und Getränke – hier schwankt die Temperatur am meisten.

  • Gemüsefach (ca. 10 °C): Hier fühlt sich alles wohl, was Kühlung verträgt, es aber nicht eiskalt mag.

 

Tipp: Räumen Sie frisch Gekauftes immer nach hinten und schieben Sie Älteres nach vorne. So behalten Sie den Überblick und verbrauchen Lebensmittel, bevor sie in Vergessenheit geraten.

Kühlschrank voller SPAR Lebensmittel. Richtige Lagerung von Lebensmitteln
© Luzia Ellert © Luzia Ellert

Welche Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank?

Nicht alles gehört in den Kühlschrank – manche Lebensmittel fühlen sich bei Zimmertemperatur deutlich wohler. Tomaten etwa werden im Kühlschrank mehlig und verlieren ihr Aroma, Gurken und Paprika mögen es ebenfalls nicht zu kalt. KartoffelnZwiebeln und Knoblauch lagern am besten dunkel und trocken bei Raumtemperatur. Und auch exotische Früchte wie Bananen, Ananas, Mangos und Zitrusfrüchte gehören nicht ins Kühle – sie verlieren dort an Geschmack und Textur.

Wie lange sind Lebensmittel nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch genießbar?

Bei leicht verderblichen Produkten wie frischem Fisch oder Faschiertem steht ein Verbrauchsdatum auf der Packung („zu verbrauchen bis") – und das sollten Sie ernst nehmen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum hingegen ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Garantie des Herstellers bzw. der Herstellerin für optimale Qualität. Viele Lebensmittel sind auch Tage oder sogar Wochen danach noch völlig in Ordnung. Bevor etwas im Müll landet, vertrauen Sie Ihren Sinnen: Sieht es gut aus, riecht es frisch? Eine kleine Kostprobe verrät oft mehr als jedes Datum.

Wie lässt sich die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern?

Einfrieren ist der Klassiker unter den Haltbarkeitsverlängerern: Brot, Fleisch, Obst, Gemüse, gekochte Reste – fast alles lässt sich einfrieren und so um Wochen oder Monate länger haltbar machen. Praktisch portioniert haben Sie immer einen Vorrat griffbereit, wenn einmal die Zeit zum Kochen fehlt. Wer gerne experimentiert, kann Überschüsse auch einkochen: Marmeladen, Chutneys oder eingelegtes Gemüse halten sich monatelang und machen aus zu viel Ernte echte Vorratskammer-Schätze.

Restlküche: Kreative Gerichte aus dem, was übrig bleibt

Und was, wenn etwas schon nicht mehr ganz frisch ist? Verkochen statt wegwerfen – oder Restlküche – lautet die Devise. Denn aus Resten lässt sich mehr zaubern, als man denkt:

 

  • Brot und Gebäck: Nicht mehr ganz frisch? Perfekt für goldbraune Croutons, feine Semmelbrösel, flaumige Knödel oder köstlichen French Toast.

  • Überreife Bananen: Die braunen Flecken sind kein Makel – sie machen Bananen ideal für Smoothies, Bananenbrot oder selbstgemachtes Eis.

  • Weiches Obst: Eignet sich wunderbar für Kompott, Marmelade oder einen schnellen Kuchen.

  • Gemüse, das bessere Tage gesehen hat: Schmeckt in Suppen, Eintöpfen oder als Ofengemüse noch herrlich. Aus Schalen und Abschnitten lässt sich außerdem eine aromatische Suppenbasis zaubern.

  • Gekochte Reste von gestern: Nudeln, Reis oder Kartoffeln sind die perfekte Grundlage für Pfannengerichte, Aufläufe oder bunte Salate.

Restlküche Inspirationsseite
© Nadja Hudovernik © Nadja Hudovernik

Nachhaltigkeit bei SPAR: Unser Beitrag

Ob beim Einkaufen, Lagern oder Kochen – jeder kleine Schritt zählt. Weil auch bei uns in den Märkten manchmal etwas übrig bleibt, arbeiten wir mit Too Good To Go zusammen: Über die App können Sie in allen SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten Überraschungssackerl zu einem Drittel des Originalpreises abholen und so mithelfen, dass weniger im Müll landet. Und natürlich setzen wir auf viele weitere Maßnahmen, um unsere Umwelt ein Stückchen grüner zu machen – von smartem Energiemanagement über optimierte Verpackungen & Recycling bis hin zu nachhaltigeren Produkten.