Sackerl-Reduktion und Alternativen

Veggie Sackerl voller Lebensmittel auf Kassenband
© evatrifft © evatrifft

Tragetaschen sind aus dem Handel nicht wegzudenken. Besonders größere Einkäufe müssen für den Transport nach Hause verpackt werden. Plastiksackerl können jedoch die Umwelt belasten. EU-weit gelangen Millionen Sackerl unkontrolliert in die Umwelt, zersetzen sich und können als Mikroplastik bis in den Nahrungsmittelkreislauf gelangen. Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich daher verpfl ichtet, den Verbrauch bis 2019 auf 90 und bis 2025 auf maximal 40 Taschen pro Kopf und Jahr zu reduzieren. Daher arbeiten alle SPAR-Länder mit verschiedenen Initiativen an der Reduktion von Taschen oder an Alternativen zu Plastik. Nur bei rund sieben Prozent der Einkäufe bei SPAR in Österreich kaufen Kundinnen und Kunden auch eine Tragetasche dazu. 93 Prozent der Einkäufe werden also ohne ode rmit wiederverwendeten Sackerln getätigt.

Plastiktaschenfrei seit 2011

In Italien sind schon seit 2011 keine Plastiktaschen mehr in SPAR-Märkten zu fi nden. SPAR bietet an den Kassen ausschließlich Papier-, Bio-Kunststoff-, Leinen- und Mehrwegtragetaschen sowie Kartonboxen an.

Mehrwegalternativen in Österreich

Österreich erfüllt das EU-Ziel von 2025 bereits jetzt annähernd. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Selbstverpflichtung von vorbildlichen Handelsunternehmen, die Plastiksackerl nur gegen ein Entgelt abzugeben und Obstsackerl aus dem Kassenbereich zu verbannen. SPAR hat diese Selbstverpflichtung im Mai 2016 unterzeichnet. Alle Tragetaschen werden bei SPAR um mind. 21 Cent verkauft. Dadurch entstehen bei den Kunden eine zusätzliche Wertigkeit und ein Druck, die Taschen wiederzuverwenden. Der Verkaufstrend geht zu wiederverwendbaren Taschen: 2016 wurden um 22 Prozent mehr Permanenttragetaschen gekauft als 2015. Auch der Anteil von Permanent-, Bio- und Papiertragetaschen an allen verkauften Taschen steigt laufend. Durch gezielte Bewerbung und –50-Prozent-Aktionen hat SPAR im vergangenen Jahr den Verkauf von Mehrwegtaschen noch zusätzlich forciert.

Welche Einkaufstaschen führt SPAR?

SPAR führt ausschließlich umweltschonende Tragetaschen:

  • Die robusten Textiltaschen sind mehrfach wiederverwendbar. Moderne Designs machen sie zu einem gern getragenen Accessoire.
  • Die angebotenen Plastiktaschen werden aus mindestens 80 Prozent Recyclat (Altkunststoff) erzeugt.
  • Öko-Tragetaschen bestehen großteils aus Pflanzenöl und Kartoffelstärke.
  • Papiertragetaschen bestehen aus FSC-zertifiziertem Papier.
  • Zusätzlich werden praktische Klappkisten, Einkaufskörbe und Kartonboxen für größere Einkäufe angeboten.

Mehrwegtaschen als sinnvolle Lösung

Entgegen der gängigen Meinung sind Papiertaschen keine zufriedenstellende Alternative zu Plastiksackerln in Sachen Umweltschutz. Denn auch diese werden meist nur einmalig benutzt und haben durch den hohen Energieeinsatz bei der Produktion keine bessere Ökobilanz. Auch Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace oder der WWF sehen die umweltfreundlichere Lösung in stabilen Taschen, die mehrfach verwendet werden können.

Hintergründe für die Strategie von SPAR zu Verpackungen zusammengefasst im Faktenblatt.

Neue SPAR-Alternative zu Plastiksackerl

SPAR testet ab sofort österreichweit eine neue Variante der Mehrweg-Tragetasche. Die SPAR Natur*pur Bio-Mehrwegtasche aus nachwachsenden gentechnik-freien Rohstoffen ist biologisch abbaubar und wurde von einem österreichischen Biopolymer-Experten entwickelt und produziert. Insgesamt stieg der Absatz von Mehrwegtaschen bei SPAR im letzten Jahr um acht Prozent.

Der Anteil wiederverwendbarer Tragetaschen steigt bei SPAR ständig. Im vergangenen Jahr wurden um rund acht Prozent mehr Mehrwegtaschen verkauft. Kundschaften setzen also bei ausreichender Information von sich aus auf umweltfreundliche Alternativen zu herkömmlichen Plastiksackerl. Jetzt baut SPAR das Angebot von wiederverwendbaren Taschen weiter aus und testet Bio-Mehrwegtaschen, die zur Gänze auf Plastik aus fossilen Rohstoffen verzichten. 

Nachhaltiges Vlies aus Pflanzen

Die Innovation der Grazer weforyou-Gruppe wird aus gentechnik-freiem Zuckerrohr hergestellt. Die Pflanzen wachsen in Thailand und werden im weforyou-Werk zu natürlichem „Bio-Plastik“ und in weiterer Folge zu Vlies verarbeitet. Die Taschen werden anschließend in der eigenen Näherei unter sozial sowie ethisch korrekten Bedingungen von Hand genäht mit besonderem Augenmerk auf faire Löhne, Arbeitssicherheit und Arbeitszeiten der Arbeiterinnen. Die Tasche ist selbst unter hohen Gewichten belastbar und hält viele Transporte vom Supermarkt nach Hause aus. Wenn sie schließlich das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat, ist sie kompostierbar.

Naturpur Permanenttaschen voller Lebensmittel
© Helge Kirchberger © Helge Kirchberger

SPAR setzt auf wiederverwendbare Taschen statt Sackerl-Müll

SPAR Kundinnen und Kunden sparen bereits jetzt Millionen Sackerl ein: Nur bei rund sieben Prozent der Einkäufe bei SPAR kaufen sie eine neue Tragetasche dazu. 93% der Einkäufe werden also ohne neues Sackerl getätigt. Dieses vorbildliche Verhalten fördert SPAR nun zusätzlich: die wiederverwendbaren Textiltaschen kosten in Aktion nur die Hälfte.

„Wir halten nichts von Verboten, sondern fördern vorbildliches Verhalten. Daher bieten wir unseren Kunden derzeit die wiederverwendbare Textil-Tasche zum halben Preis und belohnen unsere Kundinnen und Kunden fürs Mitbringen einer Sackerl oder anderer Behälter mit SPAR-Gutscheinen auf nachhaltige Produkte“, verweist SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel auf den Umgang mit Tragetaschen bei SPAR. Die Verbannung der Plastik-Sackerl wird derzeit lautstark gefordert – jedoch ohne umweltpolitisch sinnvolle Alternativen zu bieten. SPAR nimmt vorerst die Recyclat-Plastiktaschen nicht aus dem Sortiment, da ein Umstieg der Kunden auf Einweg-Papiertaschen oder Bio-Kunststoffe befürchtet wird. Umweltschutzorganisationen sehen darin keine gute Alternative, da diese Taschen einen ebenso großen Umwelt-Fußabdruck hinterlassen wie Plastiktaschen. Durch die Forcierung von Textil-Taschen sollen Kunden zum Mitbringen eigener Taschen angeregt und so der Neukauf von Sackerl vermieden werden.

Taschen-Verbrauch in Österreich schon jetzt auf EU-Ziel

Plastik-Taschen werden in Österreich großteils über bestehende Recycling-Systeme wiederverwertet oder verbrannt. EU-weit gelangen jedoch Millionen von Sackerl unkontrolliert in die Umwelt, zersetzen sich und können als Mikroplastik bis in den Nahrungsmittel-Kreislauf gelangen. Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich daher verpflichtet, den Verbrauch bis 2019 auf 90 und bis 2025 auf maximal 40 Taschen pro Kopf zu reduzieren. Österreich erfüllt dieses Ziel von 2025 bereits jetzt annähernd. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Selbstverpflichtung von vorbildlichen Handelsunternehmen, die Plastik-Sackerl nur gegen ein Entgelt abzugeben und Obst-Sackerl aus dem Kassenbereich zu verbannen. SPAR hat diese Selbstverpflichtung im Mai 2016 unterzeichnet.

Papiertaschen sind keine Alternative

Entgegen der gängigen Meinung sind Papiertaschen keine zufriedenstellende Alternative in Sachen Umweltschutz. Denn auch diese werden meist nur einmalig benutzt und haben durch den hohen Energieeinsatz bei der Produktion keine bessere Ökobilanz als klassische Plastiksackerl. Die umweltfreundlichere Lösung sind stabile Taschen, die erneut verwendet werden können.

Schon bisher deutlicher Anstieg bei Mehrweg-Taschen

Die Menge an Plastik-Sackerln ist seit Jahren rückläufig. Nur 7% der Kunden kaufen beim Einkauf eine Tragetasche mit ein. Alle Tragetaschen werden bei SPAR um mind. 0,21 € verkauft. Dadurch entstehen bei Kunden eine zusätzliche Wertigkeit und ein Druck, die Taschen wieder zu verwenden. Der Verkaufstrend geht zu wiederverwendbaren Taschen: 2015 wurden um 27 Prozent mehr Permanent-Tragetaschen gekauft als im Vorjahr. Durch gezielte Bewerbung und -50% in Aktionen bei Mehrweg-Taschen soll dieser Anteil noch deutlich steigen.

Permanent-Tragetasche verdrängt Plastik-Sackerl

Der Absatz von Plastik-Tragetaschen ist bei SPAR seit mehreren Jahren rückläufig. Deutlich weniger Kundinnen und Kunden kaufen also für ihren Einkauf eine Tragetasche dazu. Gleichzeitig steigen die Absatzzahlen von wiederverwendbaren Permanent-Tragetaschen zwischen 2013 und 2014 um 13% an. Diese Taschen werden also immer wieder verwendet und ersetzen die herkömmlichen Tragetaschen.

Auch die umweltfreundlicheren „Öko“-Tragetaschen aus Stärke werden im Vergleich zum Vorjahr um rund 2% mehr verkauft. SPAR-Kunden achten also nicht nur bei den Lebensmitteln, sondern auch bei den Tragetaschen für den Heimtransport auf die Umwelt.