Mehl mit Getreide auf schwarzem Hintergrund
Das steckt hinter den Zahlen, die wir auf dem Mehlsackerl finden

Mehltypen

Neben dem Verwendungszweck der zahlreichen Mehlsorten, wirft die gleich daneben stehende Zahl – der Mehltyp – für viele Fragen auf. Doch ist die Antwort recht simpel: Der Mehltyp gibt Auskunft darüber, wie viel Prozent des ursprünglichen Korns im Mehl enthalten ist.

Die Typennummer von Mehl

Die Asche (der Rest, welcher beim Verbrennen von Mehl bei 900 Grad über bleibt), die in 100 Gramm Mehl vorhanden ist, gibt die Typennummer an. Ein Beispiel: Ein Mehl des Typs 405 beinhaltet pro 100 Gramm Mehl 405 Milligramm Asche. Diese Asche ist jedoch nicht schlecht, sie besteht aus Schalen des Korns und weist einen hohen Mineralstoffanteil auf. Je höher der Wert, desto mehr Nährstoffe sind im Mehl enthalten. Eine hohe Typenzahl bedeutet demnach, dass das Mehl viel der äußeren Randschichten des Korns enthält. Im Umkehrschluss zeigt eine niedrige Zahl an, dass die Randschichten fast gänzlich fehlen. Der Mineralstoff-, Ballaststoff- und Vitamingehalt ist dadurch viel geringer. Die Quell- und Backeigenschaften sind jedoch besser und das Mehl ist länger haltbar.

Der Buchstabe im Mehltypen

Im Gegensatz zu Deutschland, wird in Österreich vor der Typennummer ein Buchstabe aufgeführt. Beispielsweise ist das Mehl W480 ein Weizenmehl des Typen 480. Ein “R” kennzeichnet Roggenmehle.

Die gängigsten Mehltypen in Österreich

Nicht jedes Mehl besitzt einen Mehltypen wie etwa Vollkornmehle. In Österreich werden die Mehlsorten Weizenmehl, Roggenmehl und Dinkelmehl typisiert:

  • Weizenmehl: W480, W700, W1600
  • Roggenmehl: R500, R960, R2500
  • Dinkelmehl: 700

Beim Backen und Kochen mit Mehl, spielt der Mehltyp keine große Rolle. Viel bedeutender ist hierbei der Körnungsgrad.