Bio-Saatgut von SPAR

Wer Gemüse und Kräuter im eigenen Garten anbaut, trägt zur Erhaltung der Umwelt bei. Denn dadurch können Lieferwege vermieden und somit jede Menge CO₂ eingespart werden, um nur einen Vorteil zu nennen. Wer dann noch auf Bio-Saatgut achtet, geht sicher, dass die Samen nachhaltig, unter strenger Kontrolle und gentechnikfrei erzeugt wurden. Und nicht zu vergessen: Selbstangebautes Bio-Gemüse schmeckt natürlich auch unverwechselbar gut!

Garten 2021

Bio-Saatgut – Natürlich gut für Garten & Umwelt

Bio-Saatgut bildet die Grundlage für einen gesunden, nachhaltigen Garten. Auf dieser Seite erfahren Garten-Einsteiger:innen und erfahrene Hobbygärtner:innen, warum biologisches Saatgut wichtig ist, wie es sich von konventionellem Saatgut unterscheidet und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten. Mit zertifiziertem Bio-Saatgut aus natürlicher Herkunft schaffen Sie ideale Voraussetzungen für kräftige Pflanzen, reiche Ernten und einen Garten, der im Einklang mit der Natur gedeiht. Entdecken Sie hilfreiche Tipps zur Aussaat, Pflege und Sortenwahl – für Gemüse, Kräuter und Blumen, die nicht nur Ihnen, sondern auch der Umwelt guttun.

Was ist Bio-Saatgut?

Bio-Saatgut unterliegt strengen Auflagen, um sich auch als solches bezeichnen zu dürfen. Zum einen muss schon die Mutterpflanze als Bio gelten – das heißt vor allem, dass sie weder mit chemischen Pestiziden noch mit künstlichem Dünger behandelt werden darf. Unkraut am Feld wird beispielsweise nicht chemisch bekämpft, sondern mit speziellen Maschinen oder sogar per Hand ausgerupft. Zum anderen gelten diese Anforderungen auch für die Samen selbst: Bio-Samen werden deshalb nicht mit Fungiziden und anderen chemischen Präparaten behandelt, wie es bei anderem Saatgut der Fall ist.

Eine weitere Eigenschaft von Bio-Saatgut ist, dass es immer samenfest ist, da keine Gentechnik eingesetzt wird. Das bedeutet für Hobbygärtner:innen, dass aus den erwachsenen Pflanzen neue Samen gezogen werden können. Theoretisch hält so eine Packung Bio-Saatgut für die Ewigkeit!

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Das SPAR Bio-Saatgut Sortiment

Ob SPAR wie früher oder SPAR Natur*pur: Bei SPAR und INTERSPAR finden Hobbygärtner:innen über 100 verschiedene Sorten an hochwertigem Bio-Saatgut für Garten, Hochbeet, Balkon oder Terrasse– von Kräutern über Gemüse bis hin zu essbaren Blüten. Und das mit Austria Bio Garantie. Unser Fokus: Alles, was gut und schmackhaft ist:

  • Bio-Gemüse-Saatgut wie Radieschen Cherry Belle, Mangold White Silver, Zucchini Genovese, Paprika Yolo Wonder
  • Bio-Kräuter-Saatgut wie Basilikum Genovese, griechisches Oregano, Zitronenmelisse, Thymian Deutscher Winter
  • Bio-Obst-Saatgut wie Stachelgurke Kiwano, Wassermelone, Brasilianischer Samtpfirsich
  • Bio-Saatgut für essbare Blüten wie Löwenzahn, Echte Kamille, Essbare Blüten-Mischung
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Wie lange ist Bio-Saatgut haltbar?

Bio-Saatgut hält sich mehrere Jahre, wobei die genaue Spanne von der Pflanzenart abhängt. Meist wird ein “zu verbrauchen bis”-Datum von 2 bis 3 Jahre auf der Verpackung angeschrieben, bei richtiger Lagerung können sich die Samen aber sogar bis zu einem Jahrzehnt halten. Bewahren Sie die Samen dafür an einem kühlen, trockenen Ort in einer luftdichten Verpackung auf, zum Beispiel im Keller.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Samen noch haltbar sind, können Sie eine Keimprobe machen: Dafür legen Sie einige (abgezählte) Samen auf ein feuchtes Küchenpapier, halten dieses einige Tage warm und feucht und beobachten, ob und wie viele Samen aufkeimen. Bei 75 % oder mehr wird das Saatgut ganz normal angepflanzt. Wenn nur noch die Hälfte oder weniger aufkeimen, empfiehlt es sich, die Samen etwas dichter anzupflanzen als auf der Packung beschrieben.

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Säen & Pflanzen leicht gemacht: Tipps für eine reiche Ernte

Der Weg vom Samen zum ausgewachsenen Pflänzchen ist ein langer – aber umso befriedigender, wenn der Garten blüht und gedeiht. Die Vorteile des selber Säens liegen auf der Hand: Eine größere Auswahl an Pflanzen und komplette Kontrolle über An- und Aufzuchtmethoden. Allgemein unterscheidet man bei der Aussaat zwischen der Direktsaat und der Vorkultur, bei der die Samen zunächst im Warmen (z.B: auf der Fensterbank) vorgezogen werden, bevor Sie den Weg bei passender Temperatur ins Freie finden.

Samen pflanzen: Schritt für Schritt

1. Saatgut auswählen

Überlegen Sie sich zuerst, wie viel Platz Ihnen für die Aussaat zur Verfügung steht. Damit steht und fällt, welche Pflanzenarten Sie final anbauen und wie viele. Für Anfänger:innen gilt prinzipiell: Im ersten Jahr lieber zu wenig anbauen als zu viel.

Auch die aktuelle Saison sollte berücksichtigt werden. Viele Pflanzen werden ab Mai im Freien angebaut, andere fühlen sich erst im Spätsommer oder Herbst ausgesät richtig wohl, und manche wiederum gedeihen am besten in der kalten Jahreszeit. Wann die beste Aussaatzeit ist, finden Sie in der Regel direkt auf der Saatgut-Verpackung.

2. Pflanzort vorbereiten

Egal ob Sie im Garten, im Hochbeet oder am Balkon aussäen: Zuallererst sollten Sie den Standort vorbereiten. Wichtig ist dabei die passende Erde auszuwählen. Am besten gedeihen junge Pflänzchen in nährstoffarmen Anzuchterde, da sie so widerstandsfähiger werden. Dünger würde die Pflanzen zu sehr verwöhnen, was dazu führt, dass diese mit ihren Wurzeln nicht auf Nährstoffsuche gehen. Das bedeutet aber auch: Vorgedüngte Erde ist tabu.

Die Erde selbst wird mithilfe einer Hacke oder ähnlichem Werkzeug aufgelockert – so hat es die Pflanze später einfacher, die Erde zu durchwurzeln. Für sogenannte Dunkelkeimer (Samen, die mit Erde bedeckt werden) muss die Erde an den entsprechenden Stellen zusätzlich leicht ausgehoben werden.

3. Aussäen

Wann der perfekte Zeitpunkt zum Aussäen ist, hängt stark von der Pflanze ab. Winterharte Samen und Stauden sollten bereits zwischen Februar und Mai draußen angepflanzt werden, da sie die Kälte benötigen. Ansonsten erfolgt die Keimung bei den meisten Saaten erst bei 22-25 °C, weswegen typischerweise erst ab Mai draußen gesät werden kann. Nur im Hochbeet kann bereits früher angepflanzt werden, da dieses im Schnitt mehr Wärme bieten, als ein ungeschützes Beet im Freien. Wird es nach der Aussaat dennoch noch einmal frostig, können die jungen Pflänzchen ganz einfach mit Mulch oder einer Vliesdecke geschützt werden.

Essbare Pflanzen aussäen

Obst, Gemüse und Kräuter werden in Reihen und mit regelmäßigem Abstand gepflanzt, sodass sie nicht um Nährstoffe konkurrieren müssen. Die Saaten werden dann einfach in der passenden Tiefe (laut Saatgut-Verpackung) vergraben. Die Ausnahme sind Lichtkeimer (z. B. Sonnenblumen, Tomaten), die Licht zum Austreiben benötigen – diese sollten entweder gar nicht oder nur knapp mit Erde bedeckt werden.

Tipp: Für den Obst- und Gemüseanbau von schnellwachsenden Sorten (z. B. Radieschen) nicht alle Samen auf einmal säen, sondern kleinere Mengen in regelmäßigen Abständen, zb. wöchentlich. So erhalten Sie regelmäßig frische Früchte und knackiges Gemüse.

Blumen aussäen

Blumen können ebenfalls in Reihen gepflanzt werden, typischerweise werden sie aber einfach breit auf der gewünschten Stelle verstreut und anschließend mit Erde bedeckt. Die zusätzliche Erdschicht ist im Freien kein Muss, da alternativ der Regen die Samen in die Erde schwemmt. Aber Achtung: Auch Vögel freuen sich über das Gratis-Buffet!

4. Gießen und Pflegen

Gleich nach dem Aussäen werden die Samen zum ersten Mal gegossen. Ab diesem Zeitpunkt sollte die Erde immer leicht feucht gehalten werden. Trotzdem sollte niemals Staunässe entstehen! Zum ersten Mal gedüngt wird das Pflänzchen frühestens, wenn es seine ersten richtigen Blätter (keine Keimblätter!) entwickelt hat und bereits relativ gut verwurzelt ist.

Welche Pflanzen brauchen eine Vorkultur?

Sowohl frostempfindliche als auch langsam wachsende Pflanzen zieht man am besten mithilfe einer Vorkultur auf, um der Kälte im Februar und März zu entgehen. Ansonsten kann es passieren, dass viele Pflanzen wie Tomaten, Sonnenblumen und Co. zur eigentlichen Hochsaison noch nicht reif sind.

Empfohlen wird eine Vorkultur vor allem für:

  • Gemüse und Kräuter: Tomaten, Gurken, Melanzani, Zwiebeln, Lauch, Kohl, Salat, Paprika, Kürbisse
  • Blumen: Sonnenblumen, Lupine, Löwenmaul, Trichterwinde, Nelken, Sonnenhut, Strohblumen

Auch für andere Pflanzen kann eine Vorkultur geeignet sein, jedoch hängt das ganz von der jeweiligen Pflanzenart ab. So etwa vertragen Karotten und Radieschen z.B das spätere Umtopfen nicht.

Vorkultur anlegen: So geht's

1. Gefäß und Standort auswählen

Für Vorkulturen gibt es spezielle Anzuchtgefäße (z. B. Mini-Gewächshäuser, Aussaatschalen), die meist aus mehreren kleinen Schälchen bestehen. Dadurch können mehrere Pflanzen auf einmal vorgezogen werden. Alternativ zu gekauften Anzuchtgefäßen werden auch gerne Eierkartons, Jogurtbecher oder Ähnliches verwendet – perfekt, um Abfall ein zweites Leben zu schenken. Wichtig: DIY-Gefäße unten mit kleinen Löchern perforieren, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. 

Der ideale Standort für die Vorkultur ist oft die Fensterbank: hell, aber ohne starke Sonneneinstrahlung. Entsprechend sollte das Gefäß klein genug sein, um dort bequem Platz zu finden. Auch ist es wichtig, dass sich keine laufende Heizung in unmittelbarer Nähe befindet – denn Keimlinge sind sehr wärmeempfindlich.

2. Mit Erde befüllen

Als Erde sollte nährstoffarme Erde gewählt werden, die keinen oder nur wenig zugesetzten Dünger aufweist. So macht die “raue Umgebung” bei der Anzucht die Pflanzen später widerstandsfähiger gegen Wind, Wetter und Krankheiten. Ideal ist spezielle Anzuchterde, deren Eigenschaften genau auf die Bedürfnisse von Vorkulturen abgestimmt ist.

3. Aussäen

Beim Aussäen sind zwei Faktoren entscheidend: Abstand und Tiefe. Am besten wird pro Anzuchtschälchen nur ein Samen gesät, so haben die kleinen Pflänzchen garantiert genug Platz. Außerdem muss bei Samen zwischen Lichtkeimern und Dunkelkeimern unterschieden werden. Lichtkeimer wie Sonnenblumen, Tomaten und Karotten werden nicht oder nur leicht mit Erde bedeckt, da sie Sonnenlicht zum Aufkeimen benötigen. Dunkelkeimer wie Gurken oder Melanzani werden dagegen tiefer in der Erde vergraben.

Tipp: Die speziellen Bedürfnisse der Pflanze sind in der Regel direkt auf der Verpackung des Saatguts zu finden.

4. Pikieren

Nach einigen Tagen bis Wochen erhält das Pflänzchen seine ersten Keimblätter, noch etwas später seine ersten richtigen Blätter. Dann ist es Zeit, die Pflanzen zu vereinzeln oder, wie es in der Fachsprache heißt, zu “pikieren”. Dafür nehmen Sie einen Pikierstab, Holzspieß oder Zahnstocher zur Hand, setzen ihn vorsichtig unter das Pflänzchen an und lockern die Erde. Geben Sie dabei Acht, dass Sie die empfindlichen Wurzeln der Pflanze nicht verletzen. Entnehmen Sie anschließend das Pflänzchen aus dem Anzuchtgefäß und setzen Sie die Vorkultur in ihren ersten eigenen Pflanztopf.

5. Abhärten und auspflanzen

Ein häufiger Fehler ist es, die Pflanze nach dem Pikieren direkt in den Garten oder auf den Balkon zu stellen und die Vorkultur als abgeschlossen zu sehen. Tatsächlich müssen die jungen Pflänzchen erst an die Außenwelt gewöhnt werden. Dafür stellt man sie täglich mehrere Stunden nach draußen und erhöht den Zeitraum laufend bis die Pflanze abgehärtet ist. Wichtig: Erst nach den Eisheiligen (Feiertage im Mai) sollten Pflanzen ins Freie.