Küchenkräuter richtig anpflanzen

Frische Kräuter dürfen auf keiner Küchenfensterbank fehlen. Ob Basilikum, Petersilie oder das exotische Currykraut – die grünen Geschmacksträger bereichern jede Mahlzeit und versorgen uns mit vielen Nährstoffen. Was Sie rund um Pflege, Standort und Co. berücksichtigen müssen, erfahren Sie hier!

Garten 2021

Kräuter: Wahre Multitalente

Sie bringen Abwechslung in den Kochalltag, vertreiben Schädlinge und verströmen wohltuende Duftnoten. Weil sie angenehm anspruchslos sind, kann man Küchenkräuter leicht kultivieren – ob drinnen auf der Fensterbank oder draußen im Beet oder Topf. Bestimmte Pflänzchen enthalten zudem wertvolle Inhaltsstoffe. Blättrige Kräuter wie Petersilie und Kresse oder Schnittlauch sind etwa besonders reich am Immunsystem-Booster Vitamin C.

Kräutervielfalt bei SPAR

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Kräuter in der SPAR-Produktwelt

Tipps für die Fensterbank

Besonders praktisch sind Küchenkräuter auf der Fensterbank. Die aromatischen Gewürze können so im Nu vom Blumentopf in den Kochtopf wandern, um unseren Gerichten das gewisse Etwas zu verleihen. 

  • Basilikum, Schnittlauch, Dill, Kresse, Rucola, Oregano, Petersilie, Pfefferminze und Thymian eignen sich besonders gut für die Anzucht am Fenster.
  • Regelmäßig durchlüften! Pflanzen mögen keine verbrauchte Luft.
  • Töpfe müssen ein Abzugsloch haben damit keine Staunässe entsteht.
  • Kräuter strecken sich gen Sonnenlicht – drehen Sie die Pflanzgefäße regelmäßig für gleichmäßiges Wachstum.
  • Gemüse oder Kräuter regelmäßig ernten, das regt das Wachstum der Pflanze an.
  • Halten Sie die Temperatur möglichst konstant. Pflanzen lieben gleichbleibende Temperaturen von etwa 18 bis 23°C.

 

Drei Kräuter, die auf der Fensterbank gut funktionieren: Basilikum liebt einen sonnigen Platz. Schnittlauch lässt sich mindestens dreimal jährlich zurückschneiden und treibt zuverlässig nach. Und wer es eilig hat: Kresse ist schon nach etwa einer Woche erntereif.

verschiedene Kräuter in einem Topf angepflanzt

Kreative SPAR Mahlzeit! Kräuterrezepte

Pflanzgefäße: Die Qual der Wahl

Als Pflanzgefäße eignen sich:

 

  • Balkonkästen
  • Töpfe und Kübel aus Kunststoff, Ton, Holz und Co.

 

Wichtig ist, dass die Gefäße ein Abzugsloch haben, damit keine Staunässe auftreten kann. Der Blumentopf kann bis zu einem Viertel mit Tongranulat oder Kieselsteinen befüllt werden, um die Drainage des Wassers aus der Erde zu unterstützen.

SPAR Mahlzeit Urban Gardening
© Verena Lang © Verena Lang

Der richtige Standort für das Blumenkisterl

Kräuter können auf der Fensterbank, auf dem Balkon oder der Terrasse in kleinen Gefäßen gezogen werden und bringen durch ihre Sortenvielfalt Lebendigkeit, Farbe und Duft in die Wohnung.

 

Kein Platz? Experimentieren Sie! Wer sagt denn, dass Kistchen und Töpfe nur nebeneinander stehen dürfen? Besonders bei schmalen Balkonen oder kleinen Gärten lohnt es sich, Blumenkästen übereinanderzustapeln. Dazu eignen sich etwa einfache Regalkonstruktionen oder hängende Blumenampeln.

verschiedene Kräuter in einem Topf angepflanzt

Auf Bio-Erde und Bio-Dünger setzen

Damit Küchenkräuter gesund und schnell wachsen, brauchen sie eine hochwertige Kräutererde. Die natürliche Zusammensetzung der SPAR Natur*pur Bio-Erde unterstützt das Wurzel- und Pflanzenwachstum und kann sowohl in Blumentöpfen und -kästen, am Balkon als auch im Wintergarten verwendet werden.

 

Düngen Sie – wenn erforderlich – mit biologischen Düngemitteln. Der SPAR Natur*pur Bio-Kräuter & Gemüsedünger ist zu 100 % pflanzlich und liefert eine ausgewogene Pflanzennahrung für ein kräftiges Wachstum. Das besonders umweltschonende Produkt beinhaltet Meeresalgen, Eisen und Magnesium und sorgt so für vitale Kräuter und eine reiche Gemüseernte.

Was passiert mit den Kräutern im Winter?

Nicht nur wir Menschen müssen uns in den Wintermonaten gegen die Kälte schützen, auch die eine oder andere Kräuterpflanze verträgt bei Minustemperaturen eine wärmende Decke. Bei den meisten heimischen Sorten genügt es, sie vor dem ersten Frost gut mit Mulch zu bedecken. Mediterrane und exotische Kräuter brauchen hingegen etwas mehr Pflege. Wie Sie Ihre Kräuter unversehrt durch die kalte Jahreszeit bringen, erfahren Sie hier!

Welche Kräuter sind besonders frostempfindlich?

Auf diese Grünlinge gilt es besonders Acht zu geben:

  • Stevia
  • Rosmarin
  • Schopflavendel
  • Lorbeer
  • Zitronenverbene
  • Brahmi
  • Minzesorten wie Bernstein-Minze, Orangen-Minze oder Griechische Minze

 

Unempfindlich und pflegeleicht sind hingegen folgende Kräutersorten:

  • Salbei 
  • Ysop
  • Lavendel
  • Thymian
  • Bohnenkraut
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Sauerampfer

 

Noch ein Tipp für den Standort: Rosmarin gedeiht nur in milden Lagen und an geschützten Orten und kann alternativ auch als Kübelpflanze kultiviert werden. Dill hingegen ist im Garten am besten aufgehoben, er wächst bis zu 1,25 m hoch und braucht magere, durchlässige Böden. Liebstöckel braucht gehaltvolle Böden und am besten etwas Extraplatz, da er Nachbarpflanzen hemmen kann

Wie schütze ich Kräuter im Gartenbeet vor Frost?

Die beste Methode ist Mulchen: Bedecken Sie die Pflanzen mit organischem Material wie trockenem Laub, gehäckselter Rinde, Stroh oder Tannenreisig. Diese wärmende Schicht schützt die Wurzeln effektiv vor Frost. Am besten im Herbst, auf jeden Fall vor den ersten Minustemperaturen.

Wichtig: Den Mulch nicht zu dicht auftragen, er muss luftdurchlässig bleiben, sonst sammelt sich Kondenswasser und Schimmel kann entstehen!

Wie schütze ich Kräuter im Topf vor Frost?

Topfkräuter sind etwas kälteempfindlicher als Gartenkräuter, lassen sich aber gut schützen. Den Topf mit Noppen- oder Schaumfolie umwickeln und auf eine Styroporplatte stellen, die vor Bodenkälte schützt. Für zusätzlichen Schutz Bambusstäbe kreisförmig in die Erde stecken, ein Vlies darum wickeln und mit Blumendraht fixieren. Bei besonders tiefen Temperaturen das Vlies wie eine Kuppel über die ganze Pflanze ziehen und am Topfboden mit Steinen beschweren.

Tipp: Ein gutes Gartenvlies sollte mindestens 90 Gramm pro Quadratmeter wiegen und wasser-, licht- und luftdurchlässig sein.

Wie überwintern Kräuter am besten im Haus?

Kräuter, die drinnen überwintern, brauchen vor allem eines: viel Licht. Ein helles Treppenhaus oder ein kühler, lichtdurchfluteter Keller sind ideal. Die Temperatur sollte nicht über 10 °C liegen, denn zu warm ist genauso problematisch wie zu kalt. Auch zu viel Wasser mögen sie in dieser Zeit nicht. Lüften Sie den Raum regelmäßig, achten Sie aber darauf, dass keine Zugluft entsteht!

Müssen Kräuter im Winter gegossen werden?

Ja, auch im Winter brauchen Kräuter gelegentlich Wasser, vor allem wenn keine Schneedecke für natürliche Feuchtigkeit sorgt. Allerdings gilt hier: weniger ist mehr. Nur in langen Abständen gießen und wirklich erst dann, wenn die Erde sehr trocken und staubig wirkt. Zu viel Wasser schadet in der Winterruhe mehr als zu wenig.

Welche Kräuter passen gut zusammen?

Ähnlich wie bei Gemüsesorten gibt es auch bei Kräutern Traumpaare, die sich gegenseitig im Wachstum unterstützen, und Kombinationen, die besser getrennt bleiben sollten. Wer diese Vorlieben beim Anlegen seines Kräutergartens berücksichtigt, wird mit einer besonders reichen Ernte belohnt.

Welche Grundregeln gibt es für eine gute Kräuter-Nachbarschaft?

Die wichtigste Faustregel: Einjährige und mehrjährige Kräuter nicht durchmischen. Mehrjährige Arten fühlen sich vom alljährlichen Wechsel gestört, während einjährige Sorten jeden Frühling frische Erde und einen neuen Standort schätzen. Genauso wichtig sind die Lichtbedingungen: Kräuter, die halbschattige Standorte bevorzugen, haben neben sonnenhungrigen Mittelmeerkräutern nichts verloren.

Warum vertragen sich manche Kräuter besser als andere?

Die Gründe sind vielfältig. Manche Kräuter ziehen Nützlinge wie Bienen an, die gleichzeitig Schädlinge der Nachbarpflanze in Schach halten. Andere sondern Ausgasungen ab, die umliegende Pflanzen vor Krankheiten schützen. Und auch unter der Erde passiert einiges: Wurzelausscheidungen können das gegenseitige Wachstum anregen. Zitronenmelisse zum Beispiel versteht sich mit nahezu allen Pflanzenarten gut. Kamille hingegen verträgt sich gar nicht mit Petersilie, und auch Thymian und Majoran sind keine guten Nachbarn.

Welche Kräuter vertragen sich – und welche nicht?

Manche Kombinationen sind echte Traumpaare: Petersilie, Dill, Schnittlauch und Kerbel zum Beispiel bilden ein harmonisches Quartett. Basilikum versteht sich mit fast allen einjährigen Kräutern gut, von Dill über Koriander bis hin zu Rosmarin. Zitronenmelisse ist ebenfalls ein unkomplizierter Nachbar, der mit nahezu allen Pflanzenarten auskommt.


Weniger harmonisch wird es bei Thymian und Majoran, die sich gegenseitig nicht mögen, und auch Kamille und Petersilie sollte man lieber voneinander trennen. Fenchel ist generell ein schwieriger Nachbar und verträgt sich weder mit Dill, noch mit Gartenkresse, Koriander oder Majoran.


Als Faustregel gilt: Mediterrane Sonnenkräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei verstehen sich untereinander gut. Halbschattige Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch bilden ebenfalls eine harmonische Gemeinschaft. Schwierig wird es, wenn sehr unterschiedliche Standortansprüche aufeinandertreffen oder wenn Kräuter ähnliche Nährstoffe aus dem Boden ziehen und sich dabei gegenseitig konkurrieren.