Lebensmittel gelten als glutenfrei, wenn sie maximal 2mg Gluten auf 100g enthalten. Manche Getreidesorten sind von Natur aus glutenfrei, außerdem gibt es spezielle Mehlmischungen, die glutenfreie Sorten mit Stärke kombinieren, um Backeigenschaften und Geschmack von Weizenmehl möglichst nahezukommen. Denn die meisten Mehlsorten ohne Gluten haben einen Eigengeschmack, der nicht zu allen Backwaren passt, und müssen beim Backen außerdem etwas anders behandelt werden als das gängige Weizenmehl.
| Glutenfreie Mehlsorte |
Geschmack |
| Amaranthmehl |
leicht nussig & erdig |
| Buchweizenmehl |
intensiv nussig, leicht bitter |
| Guarkernmehl |
neutral |
| Hirsemehl |
mild & nussig |
| Johannisbrotkernmehl |
neutral |
| Kartoffelmehl |
neutral |
| Kastanienmehl |
leicht süßlich |
| Leinsamenmehl |
ähnlich wie Weizenvollkornmehl |
| Maismehl |
mild nach Mais |
| Mandelmehl |
süßlich & nussig |
| Quinoamehl |
leicht bitter & nussig |
| Reismehl |
mild & unauffällig |
| Sojamehl |
leicht nussig |
| Teffmehl |
leicht süßlich & nussig |
| Mehl aus Hülsenfrüchten wie Kichererbsen, Bohnen, Linsen & Erbsen |
intensiver Eigengeschmack |
* Hafer ist zwar von Natur aus glutenfrei, die Pflanze kann aber Gluten aufnehmen, wenn sie auf denselben Feldern wächst oder in denselben Maschinen verarbeitet wird wie anderes Getreide. Menschen mit Zöliakie sollten deshalb besonders darauf achten, als “glutenfrei” gelabeltes Hafermehl zu benutzen. Glutenfreie Mehlsorten können aufgrund ihrer Eigenschaften Weizenmehl in einem Rezept nicht einfach 1:1 ersetzen. Weiter unten finden Sie eine Anleitung zum Zusammenstellen Ihrer eigenen Backmischung.