Grüner Tee

Grüntee zählt zu den ältesten und beliebtesten Teesorten der Welt. Sein frisches, leicht herbes Aroma entsteht durch die schonende Verarbeitung der Teeblätter, bei der Fermentation vermieden wird. Ob als belebender Morgentrunk oder wohltuende Auszeit zwischendurch – Grüntee überzeugt mit Vielfalt, Tradition und wertvollen Inhaltsstoffen.

Grüntee in schwarzer Teekanne
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Grüner Tee

Grüner Tee ist ein nicht fermentierter Tee. Er wird ausschließlich aus den Blättern der „Camellia Sinensis” hergestellt. Grüntee unterscheidet sich von Schwarztee in puncto Herstellungsart, Geschmack und Inhaltsstoffen. Lesen Sie hier nach, woher der Grüntee stammt und welche Sorten es gibt.

Herkunft & Geschichte von Grüntee

Die Geschichte von Grüntee reicht bis 600 v. Chr. zurück. Die Entdeckung geschah zufällig, als der chinesische Kaiser irrtümlich Wasser trank, in dem ein totes Teeblatt war. Der Kaiser fand den Geschmack unglaublich erfrischend und so wurde ein neues Getränk kreiert. Während der Tang-Dynastie gab es ein bahnbrechendes Buch über die Kunst des Grüntee-Trinkens, das Lu Yu als „Klassiker des Tees“ oder „Cha Jing“ bezeichnete. Es leitete eine neue Form der Teezubereitung ein und galt als einer der wichtigsten Bücher seiner Zeit.

Durch buddhistische Mönche kam der grüne Tee auch nach Japan. Grüner Tee stand in erster Linie den höchsten Schichten der chinesischen Gesellschaft zur Verfügung und war in der Anschaffung sehr teuer. Erst im 14. Jahrhundert wurde er für die breite Öffentlichkeit zum Genuss sowie für medizinische Zwecke zugänglich.

Herstellung von Grüntee

Die Anbaubedingungen für grünen Tee lassen sich in zwei Arten unterteilen: Sonnen- und Schattenanbau. Die Blätter werden in der Regel dreimal im Jahr geerntet. Es gibt mehrere Methoden Grüntee herzustellen, eine der gängigen Methoden ist:

Welche Grüntee-Sorten gibt es?

Grüner Tee wird in verschiedenen Regionen Japans und Chinas angebaut und geerntet, weshalb es im Laufe der Zeit zu einer Vielfalt an Grüntee-Sorten und -Variationen kam. Das Aroma von grünem Tee variiert je nach Anbaugebiet und Zubereitung.

Sencha, Matcha und Co.

Lung Ching oder auch Long Jing ist ein chinesische grüner Tee, der in der Pfanne gebraten wird. Er hat flache, schwertförmige Blätter und einen lebendigen, jadegrünen Farbton. Das Aroma ist frisch und mild.

 

Beim Gunpowder-Grüntee aus Chine werden die Blätter von Hand in kleine Kügelchen gerollt, die Schießpulver ähneln. Sein Aroma ist leicht rauchig, wodurch er seinem Namen gerecht wird.

 

Sencha ist der häufigste Grüntee aus Japan und auch die Basis für viele Grüntee-Fusionen. Sencha-Blätter werden direktem Sonnenlicht ausgesetzt. Bei der Herstellung werden die Blätter in einem Dampfbad erhitzt. Sencha-Tee hat einen leicht grasigen Nachgeschmack. 

 

Matcha wird aus Tencha-Blättern gewonnen und ist ein japanisches Teepulver. Die Zubereitung erfolgt durch Aufgießen des Teepulvers mit heißem Wasser. Hochwertiger Matcha-Tee hat einen süßen Geschmack .

Grünes Matcha Teepulver
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Aroma von Güntee

Leidenschaftliche Teetrinker schätzen den würzigen, herben und zugleich milden Geschmack von Grüntee. Je nachdem, wo der Tee angebaut, wie er verarbeitet, wann er geerntet wurde und wie seine Zubereitung ist, können grüne Tees eine Reihe von Geschmacksrichtungen haben. Wenn das Wasser zum Aufgießen zu heiß ist, oder der Teebeutel zu lange in der Teetasse steht, machen Gerbstoffe den Tee bitter.

Grüner Tee mit Honig und Zitrone

Zubereitung von Grüntee

Bevor Sie mit der Tee-Zubereitung beginnen, sollten Sie sich überlegen, wie viel Tee Sie trinken möchten. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und die Dosierung kann den Geschmack wesentlich verändern. Je mehr Tee Sie für eine Tasse verwenden, umso intensiver wird auch der Geschmack. Es wird empfohlen, einen Teelöffel pro Tasse Tee zu nehmen, um den Geschmack nicht zu verzehren. Bei 1 Liter Wasser sind das ungefähr 3 bis 4 Teelöffel grüner Tee. 

Tipp: Um das beste Grüntee-Aroma zu erreichen, sollten Sie direkt in der Kanne oder in der Tasse dosieren.

Wassertemperatur von Grüntee

Der Grüntee unterscheidet sich vor allem in puncto Wassertemperatur von anderen Teesorten. Denn im Vergleich zu diesen, soll der grüne Tee nicht mit heißem/kochenden Wasser aufgegossen werden! Ist die Wassertemperatur zu hoch, könnte der Tee zu bitter im Geschmack werden. Auch die Qualität des Wassers kann das Aroma deutlich beeinflussen – für die Zubereitung von Grüntee sollte weiches Wasser verwendet werden. Falls Sie in einem Gebiet mit kalkhaltigem Leitungswasser wohnen, sollten Sie das Leitungswasser vor der Verwendung filtern. Als Richtwert für die Grüntee-Wassertemperatur gilt: 70° bis maximal 90° warmes Wasser verwenden.

Tipp: Wenn das Wasser nochmals aufgekocht wird und 10 Minuten nach dem aufkochen steht, erreicht es eine Temperatur von 80° Grad. 

Ziehzeit und Aufguss bei Grüntee

Die optimale Ziehzeit von Tee in der Tasse beträgt mindestens 1 Minute, doch maximal 2 Minuten. Abhängig von der Qualität kann der Tee mehrmals aufgegossen werden. Bei den nachfolgenden Aufgüssen beträgt die Ziehzeit nur noch eine Minute.

Tipp: Zwischen dem wiederholten Aufgießen desselben Tees sollte nicht zu viel Zeit vergehen, sonst könnten die Teeblätter austrocknen.

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