Grillen mit Familie
Grill ausbrennen

Grill ausbrennen – was zu beachten ist

Den Gasgrill wieder sauber zu bekommen, ist kein Hexenwerk: Die Pyrolyse erledigt die Arbeit fast von ganz allein. Bei diesem Phänomen werden organische Verbindungen bei hohen Temperaturen und fehlendem Sauerstoff gespalten und können so anschließend leicht abgewischt werden. Die Verwendung von chemischen Reinigungsmitteln wird somit überflüssig.

Gasgrill

Welche Griller eignen sich?

Der Gasgrill sollte mindestens drei oder besser vier Brenner und einen verschließbaren Deckel haben. Grund dafür ist, dass ansonsten die für die Pyrolyse erforderliche Temperatur von 385 °C nicht erreicht werden kann. Sollten Sie über einen Heckbrenner am Gasgrill verfügen, verwenden Sie diesen für das Ausbrennen bitte parallel zu den anderen Brennern.

Wie oft ausbrennen?

Dies hängt stark von der Häufigkeit der Nutzung ab. Da sich mit dem Ausbrennen vor allem Fettrückstände entfernen lassen, sollten Sie den Grill spätestens dann ausbrennen, wenn sich am Grillgut Fett vom Rost überträgt, die Brenner stark qualmen oder der Grill innen verrußt, beziehungsweise einen Fettfilm aufweist.

Grillen mit Familie

Anleitung zum Ausbrennen

Damit alles so einfach abläuft, wie es soll, haben wir Ihnen hier ein paar Tipps zusammengetragen.

Die Vorbereitung

Bitte beachten Sie, die Kabel für die Fühler des Grillthermometers, die die große Hitze beim Ausbrennen nicht überstehen würden, vor dem Ausbrennen zu entfernen. Außerdem sollte die Gasflasche ausreichend voll sein, damit es möglich ist, den Grill bei voller Auslastung aller Brenner für etwa 20 Minuten laufen zu lassen.

Vor dem Ausbrennen müssen Sie den groben Schmutz entfernen. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Option 1: Den Grill auf etwa 150 °C vorheizen, bei erreichter Temperatur fünf Minuten laufen lassen und anschließend ausschalten. Den Griller mit einer Grillbürste von den durch die Hitze besser löslich gemachten Fettresten befreien. Anschließend können Sie den Griller mit einem mit Wasser befeuchteten Tuch auswischen. 
  • Option 2: Für die zweite Variante befreien Sie den Grillrost mit einer Grillbürste von grobem Schmutz. Im nächsten Schritt befüllen Sie eine feuerfeste Schüssel mit etwa 100 Milliliter Wasser und dem Saft einer gepressten Zitrone. Wichtig: Die Schüssel sollte bei geschlossenem Deckel und indirekter Hitze – also nicht direkt über einem Brenner – im Grill platziert werden. Der saure Wasserdampf hilft dabei, Fettrückstände im Grill noch besser zu lösen. Lassen Sie den Grill bei 50 bis 60 °C für rund eine halbe Stunde laufen. Danach den Innenraum einfach mit einem feuchten Tuch auswischen.
  • Achtung: Bitte verwenden Sie hierzu nicht das Wasser-Zitronengemisch! Dadurch können sich die Säurerückstände sonst beim nächsten Ausbrennen dauerhaft einbrennen.

Los geht's mit dem Ausbrennen

Sie sollten den Grill vorher bereits eingebrannt haben, damit sichergestellt ist, dass sich die Bauteile schon mindestens einmal entsprechend ausgedehnt haben. So können Schäden wie Risse auf der Grilloberfläche vermieden werden.

  1. Den Grill nach der groben Reinigung bis auf den Grillrost leeren.
  2. Zünden Sie nun bei offenem Deckel, um eine Verpuffung zu verhindern. Nach der Zündung des ersten Brenners kann der Deckel geschlossen werden.
  3. Damit der Grill nicht zu schnell erhitzt, genügt zunächst das Entzünden der Hälfte der Brenner.
  4. Nach etwa fünf Minuten können die noch nicht gezündeten Brenner ebenfalls zugeschaltet werden. Während des gesamten Ausbrennvorganges sollten die Brenner auf maximaler Einstellung betrieben werden.

Nach wenigen Minuten wird der Grill die benötigte Temperatur von 385 °C erreicht haben. Hierbei gilt zu beachten, dass die Temperaturen am Grillrost niedriger sein wird, als am Deckel, wo meist der Thermometer angebracht ist. Auf der sicheren Seite sind Sie also, wenn das Thermometer etwas über 400 °C anzeigt. Nun circa fünf Minuten ausbrennen lassen.

Nach dem Ausbrennen

Lassen Sie den Deckel des Grills während dem Aufheizen, als auch während des Abkühlens geschlossen. Nach dem Ausbrennvorgang gehen Sie wieder so vor, dass Sie zuerst die Hälfte der Brenner ausschalten und nach etwa fünf Minuten auch die anderen Brenner langsam zurückregeln. Ein langsames Auskühlen ist wichtig, um Risse oder Verformungen zu vermeiden. Das Abkühlen dauert in der Regel etwa 20 Minuten. Die durch das Ausbrennen entstandene weiße Asche kann nach dem Abkühlen feucht abgewischt werden.

Tipp: Hier können Sie nachlesen, wie Sie Ihren Grill mit Hausmitteln reinigen können.