Bestimmte Pflanzen entziehen dem Boden nicht bloß Nährstoffe, sondern reichern ihn stattdessen damit an. Zudem verhindern sie die Bildung von Unkraut. Dies gezielte Kultivierung solcher Pflanzen nennt sich Gründüngung und ist auch im Herbst sowie Winter möglich. Für die Gründüngung in den kalten Jahreszeiten eignen sich unter anderem winterharte Leguminosen, Klee, Ölrettich, Zottelwicke und Esparsetten. Ein zusätzlicher Vorteil: Viele dieser Pflanzen geben optisch etwas her!
Unterschieden wird zwischen winterharter (z. B. Zottelwicke, Winterroggen) und nicht winterharter (z. B. Ölrettich, Phacelia, Gelbsenf) Gründüngung. Der Vorteil von winterharten Gründüngungspflanzen ist, dass sie bis in den Frühling hinein gedeihen. Allerdings bedeutet dies gleichzeitig, dass die Pflanzen für den erneuten Anbau im Frühjahr händisch entfernt werden müssen.
Aus diesem Grund bevorzugen viele Gärtner die nicht winterharte Gründüngung, die bei Frost eine dichte, abgestorbene Schicht über den Boden bildet. Diese Schicht schützt die Erde vor Frost und dient gleichzeitig als Düngung, sobald sie im Frühjahr in den Boden eingearbeitet wird.