Glyphosatfrei mit SPAR

Glyphosat ist das derzeit meist genutzte Breitbandherbizid der Welt. Allerdings hat das Spritzmittel verheerende Folgen für Mensch und Umwelt. Genau aus diesem Grund haben wir alle unsere Lieferant:innen im In- und Ausland dazu aufgefordert, bei der Produktion von SPAR-Markenprodukten kein Glyphosat einzusetzen – und machen uns weiterhin konsequent für ein EU-weites Glyphosat-Verbot stark.

Welche Auswirkungen hat Glyphosat auf die Natur?

Glyphosat, das 1974 vom Agrochemiekonzern Monsanto in den Pflanzenschutzmittelmarkt eingeführt und unter dem Namen Roundup® bekannt wurde,  greift tief in natürliche Kreisläufe ein. Die Auswirkungen auf Ökosysteme sind vielfältig und gut dokumentiert:

 

  • Als Antibiotikum patentiert, zerstört es Bakterien und Mikroorganismen – auch solche, die zur Gesundheit von Boden und Wasser beitragen. Das schädigt unsere Umwelt massiv.
 
  • Es vernichtet alle Pflanzen, die nicht mittels Gentechnik resistent gemacht wurden. Damit wird nicht nur Unkraut zerstört, sondern auch diverse Nutzpflanzen, die eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und andere Tiere sind. Ein Verlust der Artenvielfalt ist die Folge.
 
  • Bei langfristigem Einsatz fördert Glyphosat die Resistenzbildung bei Unkräutern (sogenannte “Superunkräuter”), was den Einsatz weiterer Herbizide nötig macht.
Unkrautbekämpfung
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Glyphosatfreie Lebensmittel bei SPAR

SPAR setzte sich als Vorreiter in Österreich für glyphosatfreie Lebensmittel ein und alle Lieferant:innen unserer SPAR Lebensmittel-Eigenmarken wurden dazu aufgefordert, auf das Herbizid zu verzichten. Wir überprüfen zudem regelmäßig, ob unsere Lieferant:innen aus dem In- und Ausland unsere internen Grenzwerte einhalten, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

In welchen Lebensmitteln ist Glyphosat enthalten?

Glyphosat wird auf Feldern versprüht, um Unkraut zu bekämpfen – dabei verbleiben aber auch Rückstände in den Nutzpflanzen. Besonders betroffen sind davon Getreide und Hülsenfrüchte, deshalb findet sich das Herbizid häufig in Haferflocken, Müsli, Brot, Nudeln oder Bier – aber auch in Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Weintrauben oder Spinat sowie in Kaffee und Tee, vor allem bei importierten Produkten.

 

Was viele nicht wissen: Auch tierische Lebensmittel können betroffen sein. Wenn Futtermittel mit glyphosatbelastetem Getreide oder Soja hergestellt werden, gelangen Rückstände in den Organismus der Tiere und damit potenziell auch in Milch, Fleisch und Eier. Genau deshalb setzen wir bei SPAR nicht nur bei pflanzlichen Produkten an, sondern arbeiten eng mit unseren Erzeuger:innen zusammen, um Glyphosat entlang der gesamten Lieferkette zu vermeiden.

Weizen und Weizenmehl
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Porträt: Produzent:innen, die auf Glyphosat verzichten

Zwei wichtige Mitstreiter sind die österreichischen Molkereien Berglandmilch und Kärntnermilch – beide verzichten konsequent auf Glyphosat.

 

„Die Konsumentinnen und Konsumenten sind sehr verunsichert, die Informationslage ist vielschichtig und oft divergierend. Um größtmögliche Klarheit in dieser Situation zu schaffen, war die Entscheidung des Verbotes des Herbizids Glyphosat nur logisch. Dieser Schritt war aus unserer Sicht aber konsequent in unserem Bestreben, heimische, naturnah produzierte Milch und Molkereiprodukte in bester Qualität anzubieten", betont Berglandmilch-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Josef Braunshofer.

 

Auch für Helmut Petschar, Geschäftsführer von Kärntnermilch, steht die Qualität im Fokus: „Wir haben den Anspruch, mit unseren Produkten Qualitätsführer zu sein und Produktsicherheit zu bieten. Deswegen suchen wir beim Thema Glyphosat aktiv den Dialog mit unseren Bäuerinnen und Bauern und finden gemeinsam heraus, was für eine erfolgreiche Umstellung nötig ist. Wichtig ist aber, dass diese Qualitätsbemühungen, durch die wir uns deutlich vom benachbarten Ausland abheben, einen Mehraufwand bedeuten – und dieser muss entsprechend abgegolten werden."

 

Doch nicht nur Molkereien setzen auf Glyphosatfreiheit: Auch konventionelle Obst- und Gemüsebäuer:innen haben sich freiwillig dazu entschlossen – wie etwa Familie Winfried Markut aus Kärnten, die für SPAR Kartoffeln und Zwiebeln anbaut.

Wie kann man glyphosatfrei einkaufen?

Wir setzen uns gemeinsam mit unseren Partner:innen für den Verzicht auf Glyphosat im Anbau ein. Wer gänzlich ohne Glyphosat einkaufen möchte, greift am besten zu Bio-Produkten: Hier ist der Einsatz von Glyphosat grundsätzlich verboten. Noch strenger sind die Richtlinien bei Lebensmitteln aus biodynamischem Anbau, wie sie etwa unter dem Demeter-Siegel erhältlich sind. Mit unserer breiten Auswahl an Bio- und Demeter-Produkten machen wir es Ihnen leicht, bewusst einzukaufen.

SPAR bietet ein großes Angebot an Bio-Produkten
© SPAR/Kirchberger

Unser Beitrag bei SPAR

Unser Einsatz endet nicht bei Glyphosat – wie wir zu weiteren wichtigen Themen stehen, lesen Sie in unseren Stellungnahmen. Doch wir belassen es nicht bei Worten: Auf politischer Ebene machen wir uns für gentechnikfreie Lebensmittel, Biodiversität und faire Handelsabkommen stark. Und auch unsere Kund:innen beziehen wir aktiv ein – mit Mehrwegsystemen, wiederverwendbaren Einkaufstaschen, einem breiten Sortiment an Bio- und Gütesiegel-Produkten und praktischen Tipps zu Recycling.