Ein Tisch gedeckt mit verschiedenen Dumplings
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Die asiatischen Teigtaschen im Portrait

Was sind Dumplings?

Dumplings sind in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes. Die kleinen, gefüllten Teigtaschen bestehen aus einem einfachen Teig, meist aus Weizenmehl und Wasser hergestellt, der dünn ausgerollt und mit den unterschiedlichsten Füllungen versehen wird. Was sie so besonders macht, ist ihre unglaubliche Vielfalt, sowohl in der Zubereitung als auch im Geschmack.

Erstmals erwähnt wurden Dumplings im alten China zur Zeit der östlichen Han-Dynastie, etwa zwischen 206 v. Chr. und 220 n. Chr. Der Überlieferung zufolge soll der Arzt Zhang Zhongjing sie als Heilmittel gegen Erfrierungen entwickelt haben. Er füllte Teig mit wärmenden Kräutern, Lammfleisch und Chili und formte ihn wie kleine Ohren – bis heute haben viele Dumpling-Varianten diese Form behalten.

 

Von China aus eroberten die Teigtaschen nach und nach zuerst Asien und schließlich die Welt. In Japan entwickelten sie sich zu den beliebten Gyoza, in Korea zu Mandu und in Tibet sowie Nepal zu den herzhaften Momos. Jedes Land, jede Region prägte dabei ihre eigenen Varianten und Geschmacksrichtungen. Und auch die europäische Küche kennt zahlreiche Verwandte der asiatischen Dumplings – von deutschen Maultaschen bis hin zu italienischen Ravioli.

Woher kommt der Name “Dumplings”?

Erstmals tauchte die Bezeichnung “Dumpling” um das Jahr 1600 in englischen Texten auf und beschrieb damals ganz allgemein kleine, in Teig gehüllte Speisen. Die genaue Herkunft des Wortes bleibt ein kulinarisches Rätsel, doch vermutet wird eine Verbindung zum deutschen Sprachraum. Möglicherweise entwickelte sich “Dumpling” aus Begriffen wie "Dämpfling" oder "Dump" für einen Klumpen. Heute steht der Begriff im Englischen für nahezu jede Form von gefüllten, gekochten, gedämpften oder gebratenen Teigtaschen – ganz gleich, ob sie aus der westlichen oder asiatischen Küche stammen.

Welche Arten von Dumplings gibt es?

Seit ihrer Erfindung als Heilmittel in China haben Dumplings einen weiten Weg zurückgelegt – sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinne. Immerhin verbreiteten sie sich über die ganze Welt und gehören heute in zahlreichen Kulturen zur traditionellen Landesküche, ganz besonders im asiatischen Raum. Die Vielfalt ist dabei schier unendlich: Beliebte Füllungen reichen von Fleisch wie Schwein, Huhn, Rind oder Lamm über Meeresfrüchte und Gemüse bis hin zu Tofu, Suppen, süßen Bohnenpasten oder cremigen Füllungen. Klassische Kombinationen sind Schweinefleisch mit Kohl, Garnelen mit Ingwer oder vegetarische Mischungen aus Schnittlauch, Eiern und Pilzen.

Ein Tisch gedeckt mit verschiedenen Dumplings
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Hier ist ein Überblick über die bekanntesten Dumplings aus Asien:

Jiaozi (China): Gekocht, gedämpft oder gebraten, meist gefüllt mit Schweinefleisch, Kohl und Schnittlauch. Ein Symbol für Wohlstand und dadurch ein beliebter Klassiker zum chinesischen Neujahrsfest.

 

Guo Tie / Potstickers (China): Erst gebraten, dann gedämpft – saftig innen, knusprig außen und ein beliebtes Street Food.

 

Wonton (China): Zarte Teigtaschen, die mit Schweinefleisch oder Gemüse gefüllt und im Anschluss in Brühe gekocht oder frittiert werden. Beliebt als Suppeneinlage oder Vorspeise.

 

Baozi (China): Fluffige Taschen aus Hefeteig, sowohl herzhaft (mit Schwein oder Rind) als auch süß (mit Bohnenpaste) gängig – beliebt als Frühstück oder Snack. 

 

Xiao Long Bao (China): Gedämpfte Taschen, die mit Schweinefleisch und heißer Brühe gefüllt werden. Typischer Teil von Dim Sum und eine beliebte Spezialität in Shanghai.

 

Gyoza (Japan): Meist gebraten oder gedämpft; traditionell gefüllt mit Schweinefleisch, Kohl und Knoblauch. Beliebte Beilage zu Ramen oder japanischen Reisgerichten.

 

Mandu (Korea): Gekocht, gebraten oder gedämpft und meist mit Kimchi, Glasnudeln, Tofu oder Gemüse gefüllt. Traditionell in Suppe (Mandu-guk) serviert und ein beliebtes Gericht an Feiertagen wie Seollal (Neujahr)

 

Momos (Nepal, Tibet, Indien): Meist gedämpft, teilweise frittiert. Gefüllt mit Fleisch, Gemüse oder Paneer – oft mit Chili-Chutney serviert

Wie werden Dumplings zubereitet?

Die Zubereitung von Dumplings ist eine Kunst, die Geduld und etwas Übung erfordert – das Ergebnis ist allerdings jeden Aufwand wert! Alles beginnt mit dem Teig: Mehl und Wasser werden zu einer glatten, festen Masse verknetet und dünn ausgerollt. Jetzt werden gleichmäßige Kreise ausgeschnitten, diese mit der frisch zubereiteten Füllung belegt und zu Halbmonden oder Taschen geformt. Das sorgfältige Verschließen der Ränder ist dabei entscheidend – traditionell mit kunstvollen Falten, die nicht nur optisch etwas hermachen, sondern vor allem verhindern, dass die kostbare Füllung beim Garen herausfällt.

Auf diesem Bild wird gezeigt wie man aus dem Teig Dumplings zubereitet
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Apropos Garen: Hier sind je nach Region, Rezept und persönlicher Vorliebe verschiedene Varianten möglich:

 

Kochen in Wasser oder Brühe ergibt weiche, saftige Teigtaschen mit zartem Biss.

 

Dämpfen im traditionellen Bambusdämpfer ist besonders für Baozi, Har Gow, Momos oder Xiao Long Bao ideal – hier bleibt der Teig besonders zart.

 

Erst angebraten, dann mit Wasser abgelöscht und bei geschlossenem Deckel gegart, entstehen die beliebten Potsticker mit knuspriger Unterseite.

 

Frittiert werden Dumplings in Asien seltener, es kommt aber bei manchen Mandu- oder Wonton-Varianten vor und sorgt für eine goldbraune, knusprige Hülle.

Wie isst man Dumplings?

Dumplings werden traditionell mit Stäbchen gegessen und in einen Dip getaucht, der aus Sojasauce, Essig und oft etwas Chili oder Sesamöl besteht. Jiaozi, Gyoza oder Mandu werden einzeln aufgespießt, in die Sauce getaucht und dann in einem oder in zwei Bissen genossen.

 

Für Xiao Long Bao gibt es ein spezielles Ritual: Man setzt den Dumpling vorsichtig auf einen Löffel, beißt ein kleines Loch hinein, saugt zunächst vorsichtig die heiße Brühe heraus und isst dann die restliche Teigtasche – so verbrennt man sich nicht an der heißen Suppe im Inneren.

 

Bei einer traditionellen chinesischen Dumpling-Mahlzeit – insbesondere zum Neujahrsfest – steht vor dem gemeinsamen Essen auch die Zubereitung in geselliger Runde im Vordergrund. Die Teigtaschen werden frisch gekocht oder gedämpft und anschließend direkt aus dem Dämpfkorb gegessen, meist begleitet von weiteren Gerichten wie Gemüse, Reis oder Suppen. Dumplings werden meist heiß serviert und sind Teil einer Hauptmahlzeit oder, beim Dim Sum, eine beliebte Portion zum Teilen.

Ein Tisch gedeckt mit verschiedenen Gyozas
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Tipps für den traditionellen Dumpling-Genuss

  • Mit Stäbchen die Teigtasche am besten mittig greifen, so bleibt sie intakt.
  • Nicht mit Sauce übergießen, sondern darin wenden.
  • Bei Dumplings mit heißer Füllung lieber abbeißen als in einem Biss essen, um Verbrennungen zu vermeiden.

 

Beliebte Saucen zu Dumplings sind, neben der bereits erwähnten Mischung, Sojasauce, schwarzer Essig, Chiliöl und Knoblauch, manchmal auch Erdnusssoße oder süße Dips. Als Beilage passen Ramen, gebratenes oder gedämpftes Gemüse, Reisgerichte, Suppen oder auch Kimchi perfekt dazu.