Muskatnuss

Die Muskatnuss stammt ursprünglich von den indonesischen Banda-Inseln, den sogenannten "Gewürzinseln". Botanisch gesehen ist sie kein Nuss, sondern ein Samen, der freigesetzt wird, wenn die fleischige Frucht des Muskatnussbaums aufspringt. Das enthaltene ätherische Öl verleiht ihr einen leicht süßlichen, aber gleichzeitig würzigen und pfeffrigen Geschmack.

Verwendung: Muskatnuss gibt es ganz oder gemahlen, am aromatischsten ist sie jedoch frisch gerieben. Sie passt zu Herzhaftem wie Kartoffeln, Spinat oder Béchamelsauce, ebenso wie zu süßen Backwaren.

Lagerung: Luftdicht verpackt halten ganze Nüsse bis zu vier Jahre, gemahlenes Pulver einige Monate.

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Macis

Macis, auch Muskatblüte genannt, ist botanisch als Myristica Fragrans bekannt und stammt aus Indonesien. Trotz des Namens handelt es sich nicht um eine Blüte, sondern um den orange-gelben Samenmantel der Muskatnuss. Wenn die Frucht reif ist, springt sie auf und der Mantel wird von Hand entfernt und in der Sonne getrocknet. Nach der Trocknung wird er zu einem gelblich-braunen Pulver gemahlen. Geschmacklich erinnert Macis an eine Mischung aus Zimt und schwarzem Pfeffer – deutlich intensiver und schärfer als die mildere Muskatnuss.

Verwendung: Macis kommt vor allem beim Backen zum Einsatz, unter anderem verleiht er Lebkuchen seinen einzigartigen Geschmack.

Lagerung: Macis sollte an einem kühlen, dunklen Ort in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrt werden.

Macis mit Schale
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Vanille

Vanille mit ihrem süßen, warmen Aroma ist aus Desserts wie Eis, Vanillekipferln, Kuchen und Co. nicht wegzudenken. Die Schoten sind fermentierte Kapselfrüchte einer Orchidee der Gattung Vanilla, die ursprünglich aus Mexiko stammt. Heute wird sie hauptsächlich auf La Réunion (früher Île Bourbon), Madagaskar und anderen Inseln im Indischen Ozean angebaut. Nur die Bezeichnung "Bourbon-Vanille" garantiert echte Vanille.

Verwendung: Wer die Vanille direkt aus der Schote verwendet, schneidet diese einfach der Länge nach auf und kratzt das Mark mit der Messerspitze heraus.

Lagerung: Vanilleschoten verlieren schnell an Geschmack, daher sollten sie gut verschlossen und trocken aufbewahrt werden.

Tipp: Die ausgekratzte Vanilleschote nicht einfach wegwerfen, sondern aufheben und für selbstgemachten Vanillezucker weiterverwenden.

Vanillezucker
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Piment

Piment trägt viele Namen – Nelkenpfeffer, Neugewürz oder Jamaikapfeffer – und vereint verschiedenste Aromen in sich. Das Gewürz besteht aus den Beeren des Pimentbaums, der in Mittelamerika beheimatet ist. Ihr stark duftendes, intensives Aroma erinnert an eine Mischung aus Muskat, Zimt, Nelken, Wacholder, Ingwer und Pfeffer. Deshalb wird Piment besonders gerne als vielseitiger Gewürzersatz eingesetzt.

Verwendung: Am häufigsten wird Piment gemahlen verwendet, da es sich so am einfachsten dosieren lässt. Bereits eine kleine Prise genügt, um süße und herzhafte Speisen zu verfeinern.

Lagerung: Piment sollte niemals im Kühlschrank aufbewahrt werden, da die Feuchtigkeit Geschmack und Haltbarkeit beeinträchtigt.

Layer of allspice peppers close-up
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Zimt

Während Ceylon-Zimt seinen Namen seinem Ursprung Sri Lanka (früher "Ceylon") verdankt und auch auf Madagaskar und den Seychellen wächst, stammt Cassia-Zimt aus Indonesien und China. Beide Sorten werden aus Ästen und Rinde tropischer Zimtbäume gewonnen, zeigen jedoch in der Verarbeitung deutliche Unterschiede: Die dünnen, papierartigen Schichten des Ceylon-Zimts lassen sich leicht mahlen, während die dickere, einschichtige Rinde von Cassia deutlich schwerer zu verarbeiten ist.

Verwendung: Mit seiner süßen Note und feinen Nelkenaromen eignet sich Ceylon perfekt für Gebäck und Desserts. Der kräftigere und schärfere Cassia passt hingegen besser zu Fleischgerichten.

Lagerung: Luftdicht verschlossen, behalten Zimtstangen ihr Aroma über mehrere Jahre, während gemahlener Zimt nach einigen Monaten an Intensität verliert.

Zimt
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