Von uns von hier

Großfamilie in Bezau: Hubert und Christa Natter betreiben seit 1994 den Christahof in Bezau und beherbergen insgesamt 2.300 Hühner. Auf den rund zwei Hektar Grünland bewegen sich die Hühner auf der sonnigen Wiese rund um den Hof zwischen unzähligen Brombeersträuchern, während sie in der kälteren Jahreszeit einen großen Stall mit einem Wintergarten ihr Eigen nennen können.

15.000 Eier pro Woche aus Bezau

Jeder hat doch am liebsten das Gelbe vom Ei, oder?! Wobei, wenn das Ei so lecker schmeckt wie die handverlesenen Eier vom Christahof in Bezau, dann ist es rundum ein Genuss. Und uns ist ganz klar, warum – denn die Hühner am Christahof werden von Familie Natter ausschließlich mit einer rein pflanzlichen und gentechnikfreien Getreidemischung gefüttert. Und leckere Körner stehen ebenfalls auf dem Speiseplan und werden am Boden verstreut. So haben die Hühner etwas zu suchen und picken und sind beschäftigt. Bei täglichen Kontrollgängen durch den Stall vergewissert sich Jungbauer Michael Natter, ob die Hennen gesund sind und die Qualität der Eier in Ordnung ist. Die Eiabnahme erfolgt zum Großteil händisch – jeden Vormittag spielt Sohn Michael den Osterhasen und sucht den Stall nach gelegten Eiern ab. Diese werden im Verpackungsbereich händisch gewogen, gestempelt, sortiert und verpackt. Für das Ausliefern ist Christa Natter zuständig. Sie bringt die „Legeware“ zu SPAR, von wo aus die leckere Fracht im ganzen Ländle zur Verfügung gestellt wird. Einen Teil liefert sie in die Gastronomie und einen geringen Teil nehmen Privatpersonen ab.

Matthias Weissengruber
Matthias Weissengruber

Eine Sensation im Bregenzerwald

Was Hubert Natter 1978 als elterlichen Milchviehbetrieb übernommen hatte, wurde 1994 in eine neue Richtung gelenkt. Hubert und Christa Natter machten aus einem Hobby ihren Beruf und stiegen in die Legehennen-Freilandhaltung ein – eine riskante Entscheidung damals, waren sie doch weit und breit der erste Hof mit einer Eierproduktion für knapp 600 Legehennen. „Die damalige Konkurrenz von Billigeiern aus Käfighaltung war groß, doch die Qualität konnte sich durchsetzen. Die große Frage war, ob der Konsument bereit ist, für ein Ei mehr zu bezahlen. Schon längst ist die Antwort klar, die Nachfrage nach Freilandeiern ist in Vorarlberg jedenfalls groß“, weiß Michael Natter. Zwar ist die klassische Käfighaltung in der EU seit 2012 verboten, jedoch stammen weltweit immer noch 96 % der Eier aus Käfighaltung. Mit einem Gerücht möchte der Jungunternehmer aber ein für alle Mal aufräumen: „Es hält sich hartnäckig die Meinung, dass weiße Eier aus Käfighaltung stammen und braune nicht. Die Farbe der Eier hängt aber nur von der Rasse ab.“ Käfighaltung ist in Bezau kein Thema. Der doppelstöckige Stall in Hanglage bietet den Hühnern jeglichen Komfort: genügend Auslauf ins Grüne, einen Scharrraum und Sandkisten für die Gefiederpflege. Seit 2013 liefert der Christahof mehr als die Hälfte der Eier zweimal wöchentlich an SPAR Vorarlberg. Die Stückzahl variiert je nach Bestellung und ist saisonabhängig.