Moderne Logistikplattformen

Die SPAR-Logistik für Österreich ist hauptsächlich auf acht Großlager und Logistik-Zentren in Dornbirn (Vbg.), Wörgl (T), Marchtrenk (OÖ), St. Pölten und Ebergassing (NÖ), Graz (Stmk.) und Maria Saal (Ktn.) sowie ein Zentrallager in Wels (OÖ) verteilt. Durch diese Aufteilung haben frische Lebensmittel aus der jeweiligen Region nur einen kurzen Transportweg vom Produzenten ins Lager und danach zu den Märkten. Das Zentrallager für lang haltbare Waren wiederum stellt die Warenverfügbarkeit sicher und bündelt Transportwege.

SPAR arbeitet laufned an der Weitereintwicklung der hochprofessionellen Lagerlogistik. Ergonomische Umpack-Stationen zur Entlastung der Mitarbeitenden, Fahrerlose Transportsysteme, die zum beispiel im regionallager in marchtrenk getestet werden und moderne Kommissioniersysteme sind nur ein paar Beispiele dafür. 

Die Anforderungen an Hygiene, Produktsicherheit und Qualität sind bei Lebensmitteln besonders hoch. Dass SPAR alle Anforderungen durch alle
logistischen Prozesse erfüllt und beherrscht, zeigen zahlreiche Zertifizierungen, zum Beispiel für Hygiene, Qualität oder auch Arbeitssicherheit. 

Luftaufnahme vom SPAR Logistikzentrum in Ebergassing

Modernste Lager in Wels und Ebergassing

Seit 2016 hat SPAR besonders viel in die Logistik investiert. Mit dem Ausbau des Zentrallagers Wels wie auch mit dem Neubau des achten SPAR-Lebensmittellagers in Österreich – des Logistikzentrums Ebergassing – und dem Einzug des INTERSPAR weinwelt-Lagers in ein bestehendes Gebäude in Loosdorf erweitert SPAR das Logistiknetzwerk und setzt dabei auf modernste technische sowie nachhaltige Innovationen.

Automatisierung in Wels

Das Herzstück des Zentrallagers ist das vollautomatische Lager- und Kommissioniersystem OPM (Order Picking Machinery). Es entnimmt Packungen vollautomatisch von gelieferten Paletten, lagert sie ein und stellt sie bei Bestellung eines Marktes auf Rollbehältern zusammen – das ist einzigartig im österreichischen Lebensmittelhandel. Das Besondere ist hier, dass das System für jeden Rollbehälter ein perfektes Schlichtmuster errechnet und anschließend selbst kommissioniert. Der Vorteil ist, dass durch die exakte Schlichtung mehr Ware pro rollbehälter das Lager verlassen kann und somit weniger Lieferungen nötig sind. Insgesamt können im Zentrallager Wels 40.700 Paletten eingelagert werden, 50 Mio. Handelseinheiten pro Jahr umgeschlagen und 2.300 Rollbehälter für Märkte pro Tag zusammengestellt werden. 

Modernes Logistikzentrum in Ebergassing

Im Logistikzentrum kommen einige der verwendeten Technologien weltweit zum ersten Mal zum Einsatz. In Ebergassing wird, wie in allen modernen Logistikzentren, mit einer Tray-Kommissionierung gearbeitet. Dabei werden die Paletten nach der Anlieferung in kleine, flache Kisten umgepackt, eingelagert und bei Bedarf zur Kommissionierung gebracht. Eine wirkliche Neuheit in Ebergassing ist aber die von SPAR und KNAPP gemeinsam entwickelte Paletten-Kommissionier-Station (PKS). Der große Nutzen der PKS ist der Entfall der Aufteilung: Mit der PKS wird von der Palette direkt auf den Rollbehälter für die Filiale kommissioniert. Damit entfällt bei häufig bestellten Artikeln die Zwischenlagerung. Die eigens entwickelten ergonomischen Arbeitsplätze reduzieren die Hebeleistungen der Mitarbeitenden massiv. Neu ist auch der Einsatz von „Schwarmintelligenz“ in Form von völlig frei navigierenden Shuttles. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft hat die eigenbetriebliche Forschung zur Verfahrens- und Automatisierungstechnik auch mit einem Gutachten bestätigt.

Der Staat Österreich unterstützt das innovative Projekt auf Basis dieses Gutachtens. Im neuen Lager Ebergassing können pro Tag 150.000 Einheiten für 150 SPAR-Standorte kommissioniert werden. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) hat bereits während der Bauphase die höchste Zertifizierung in Platin für den Bau und den Betrieb der Anlage vergeben. Durch die Nähe zu Wien spart Ebergassing zusätzlich 900.000 Lkw-Kilometer bzw. 654 Tonnen CO2 pro Jahr.

„Wir haben in den vergangenen Jahren laufend expandiert. Wachstum fordert auch ständig Erweiterungen und Optimierungen der Logistik. Als Vollversorger ist es unser Auftrag, alle Menschen in den Ländern, in denen wir tätig sind, flächendeckend mit Lebensmitteln zu versorgen – dazu braucht es perfekte Abläufe im Hintergrund. Mit den technischen Innovationen werden wir auch in Zukunft für Kundinnen und Kunden, Infrastruktur und Umwelt neue Standards in der Logistik setzen. So sind wir für zukünftige Herausforderungen bestens gewappnet und bauen unsere Innovationsführerschaft weiter aus.“

Mag. Fritz Poppmeier,

SPAR-Vorstandsvorsitzender