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Steckrüben

Steckruebe

Herkunft:
Die Herkunft der Steckrübe ist unklar. Man vermutet, dass sie im westlichen Mittelmeergebiet aus einer Kreuzung von Kohlrabi und Herbstrübe entstand.

Anbauländer:
weltweit

Artikelbeschreibung:
Lange Zeit galt die Steckrübe als minderwertiges Gemüse, da sie, bedingt durch die Kriegsjahre, als Allround-Produkt den Speiseplan beherrschte. Bei dieser Speiserübe isst man nicht die Blätter, sondern die verdickte Wurzel. Diese Knollen sind fast kugelrund und können bis zu 1,5 kg schwer werden. Die rauhe Schale ist weißlich gelb bis braun-rötlich, das Fleisch weiß bis gelb. Für Speisezwecke werden die gelbfleischigen Sorten bevorzugt. Die Steckrübe hat einen herbsüßen Geschmack, vergleichbar mit dem der Karotte.

Inhaltsstoffe:
Die gelbe Farbe der Steckrübe beruht auf dem Gehalt an Carotinen. Ihr ernährungsphysiologisch hoch einzuschätzender Wert liegt vor allem an dem hohen Gehalt an Zucker, vor allem Traubenzucker; außerdem enthält die Rübe Eiweiß, Fett, schwefelhaltige ätherische Öle, wichtige Mineralstoffe, Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2, C und Nikotinsäureamid. Auf Grund ihres sehr hohen Wassergehalts (84%) ist die Steckrübe unser kalorienärmstes Wurzelgemüse.

Gesundheitstipps:
Wie alle Kohlsorten wirken Steckrüben blähend. Wer empfindlich ist, sollte Kümmel oder Koriander als Gewürz verwenden.

Einkaufstipps:
Das Fleisch sollte beim Aufschneiden glänzen, keine Wurmstiche haben und nicht holzig sein. Die grünliche Färbung an der Spitze ist normal, da die Rüben teilweise über der Erde wachsen. Das wiederum bedingt die grüne Farbe.

Lagerung im Haushalt:
Steckrüben sind zwar ein robustes Gemüse, aber aus geschmacklichen Gründen sollte man sie nicht zu lange lagern. Im Gemüsefach des Kühlschranks sind Steckrüben bis zu 10 Tagen haltbar.

Verwendungstipps:
Steckrüben werden in Form von Rohkost verwendet, z.B. mit Äpfel und Karotten grob geraspelt, oder als Warmgemüse in Eintöpfen (gemeinsam mit Karotten ergibt sie ein sehr gutes Aroma), als Püree mit Butter und Sahne aufgeschlagen und dann abgeschmeckt, oder als Gemüsebeilage (kombiniert mit Karoffeln, Karotten, Kohlrabi, Lauch oder Zwiebeln). Steckrüben schmecken wunderbar mit Kümmel, Kreuzkümmel, Koriander, Dill, Petersilie, Schnittlauch und Kerbel gewürzt.

Küchentipps:
Die Steckrübe wird kurz abgewaschen, dann schneidet man den Stiel- und Wurzelansatz gerade ab und schält sie großzügig. Je nach Verwendung schneidet man sie in Scheiben, Streifen oder Würfel und kocht die Stücke 10 bis 20 min. in Suppe oder Salzwasser. Man kann sie auch in etwas Fett anbraten, mit Flüssigkeit aufgießen und zugedeckt weiter köcheln lassen. Auf jeden Fall sollten die Rüben noch Biss haben. Wer den leicht dumpfen, erdigen Geschmack der Rüben nicht mag, sollte einen Spritzer Zitronensaft oder Essig ins Kochwasser geben. Besonders mild werden sie mit etwas Zucker im Kochwasser.

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