Was ist der SPAR Vielfaltspreis?

2025 wurde der SPAR-Vielfaltspreis erstmals an Volksschulen vergeben. Ziel ist es, durch fächerübergreifende Wissensvermittlung und biodiversitätsfördernde Maßnahmen mehr Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu schaffen und sie im Schulalltag erlebbar zu machen. Auch im Schuljahr 2025/26 wurden die vielversprechendsten Projektideen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung ausgezeichnet.

Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis prämierte die jeweils beste Einreichung pro Bundesland, deren Umsetzung von SPAR mit je € 1.000,- unterstützt wird. Als Zusatzgewinn winkte ein Workshop mit Sternekoch Paul Ivić.

Unterlagen Vielfaltspreis 2025/26

Alle Informationen zum SPAR-Vielfaltspreis entnehmen Sie bitte dem Leporello. Die Unterrichtsmaterialien stehen im Downloadbereich zum Herunterladen bereit. Plakate können jederzeit per E-Mail an [email protected] nachbestellt werden.

Gemeinsam die Vielfalt retten

2021 hat SPAR den "SPAR-Vielfaltspreis zur Rettung der Artenvielfalt“ ins Leben gerufen, der an junge, engagierte Menschen vergeben wird. Bis 2024 konnten Maturantinnen und Maturanten aus ganz Österreich ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten (jetzt: Abschließende Arbeiten) zu verschiedenen Themen der Artenvielfalt einreichen. Mit Unterstützung des damaligen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung wurden anschließend die besten Arbeiten ausgezeichnet.

 

Der SPAR-Vielfaltspreis bündelt seine Fachkompetenzen in Projekten der SPAR-Nachhaltigkeitsinitiative „Gemeinsam die Vielfalt retten“. Im Zentrum der Initiative stehen:

 

Blumenwiese mit Logo Gemeinsam die Vielfalt retten
Vielfaltspreis Gewinnerinnen 2025/2026 klein

Große Beteiligung bei der Premiere für Volksschulen

36 Einreichungen gingen ins Rennen um den SPAR-Vielfaltspreis 2025/2026. Die erfreuliche Anzahl an Einreichungen zeigt, wie stark das Thema biologische Vielfalt bereits im Volksschulalltag verankert ist. Aus allen Bundesländern wurden kreative und praxisorientierte Ideen eingereicht – vom selbst gebauten Bienenhotel über neu angelegte Sträucherhecken bis hin zu barrierefreien Kräutergärten. Eine Fachjury aus Wissenschaft und Praxis kürte schließlich pro Bundesland das beste Projekt, das von SPAR mit jeweils € 1.000,- für die Umsetzung unterstützt wird.

Die Siegerprojekte im Überblick

Wien: Offene Volksschule, Schulzentrum Herderplatz

Wer wohnt denn da? Nützlings- und Gemüsegarten für Zwei-, Vier-, Sechs- und Achtbeiner 

 

Kreativ im Kampf gegen den Klimawandel: Mehrere Klassen der Offenen Volksschule am Schulzentrum Herderplatz beschäftigen sich seit Herbst intensiv mit dem neu angelegten, insektenfreundlichen Schulgarten. In der eingezäunten Fläche vor der Schule in Wien-Simmering befindet sich ein Nützlingsgarten für heimische Insekten und Pflanzen. Die Umweltberatung hat die Schule dabei unterstützt. Ab Frühling pflanzen die Kinder Gemüse in Hochbeete. So lernen sie, wo Lebensmittel herkommen, und entwickeln ein Gefühl für selbstbestimmte und gesunde Ernährung. Der Nützlingsgarten bietet außerdem eine ideale Grundlage für fächerübergreifendes Lernen und generationsübergreifende Projekte.

 

Oberösterreich: Privatschule ErLe – Erlebnisraum Lernen

Biodiversität Leben – Lernlandschaft und Erntefreude

 

Das Projekt für naturnahes Lernen und ökologische Vielfalt passt genau zum naturorientierten Profil der Privatschule ErLe im Mühlviertel. Die Aktivitäten rund um erlebbare Biodiversität haben mit dem Erntedankfest im Herbst gestartet. Eine Sträucherhecke, die auch als Windschutz dient, wurde bereits gepflanzt. Im Frühling entstehen ein neuer Kräuterhang und neue Gemüseflächen, zudem wird der traditionsreiche Obstgarten gepflegt. Das Projekt ist langfristig angelegt: Auf Basis der Beobachtungen werden die Anlagen laufend erweitert. Beteiligt sind Kinder der ersten bis sechsten Schulstufe sowie Lehrer:innen und Eltern. Denn es geht nicht nur um die Gestaltung der Schulumgebung, sondern auch um gelebte Gemeinschaft.

Burgenland: Volksschule Oberpullendorf

Vielfalt entdecken – Vielfalt leben

 

Die biologische Vielfalt erlebbar näherbringen: Darauf liegt dieses Schuljahr der Fokus in der 3a und 3ud der Volksschule Oberpullendorf. Das Projekt umfasst dutzende Bausteine, zum Beispiel den Bau eines Bienenhotels, die Bepflanzung von Hochbeeten und Besuche von Bäur:innen, die die Herkunft regionaler Lebensmittel erklären. Themen rund um Bienen, Pflanzen und Ernährung fließen in alle Fächer ein. Ein eigens entwickeltes, kindgerechtes Vielfalts-Tagebuch hält die persönlichen Aha-Momente der Schüler:innen über das gesamte Schuljahr fest. Es steht bereits fest, dass das Projekt in der vierten Klasse weitergeht – etwa mit dem Erfinden eigener Rezepte und einer Kooperation mit dem Kindergarten.

Steiermark: Volksschule Edelsbach bei Feldbach

Naschgarten – Lebensraum entdecken, Vielfalt erleben

 

Der Boden als lebendiger Lebensraum: Für die Schüler:innen der Volksschule Edelsbach bei Feldbach steht heuer ein neuer Naschgarten im Mittelpunkt. Besonders an der Projektidee ist der öffentlich zugängliche Garten, der von allen im Dorf genutzt werden kann. Gemeinsam mit der Gemeinde wurden vorab Bodenpädagog:innen aus dem Vulkanland eingebunden. Im Frühling beginnt das Anlegen von Himbeeren, Ribisel, Minze und Co. Zugleich fließt die Artenvielfalt rund um den Garten interdisziplinär in den Unterricht ein. Die Schulkinder übernehmen abwechselnd die Pflege der Beete, damit der Naschgarten noch im Sommersemester beim Schulfest eröffnet werden kann.

Kärnten: Volksschule Sankt Veit an der Glan

Kräuter-Rondeau mit Jahreszeitenbaum: sicht- und erlebbare Vielfalt für unsere Schülerinnen und Schüler

 

Ein barrierefrei zugängliches Kräuterrondeau mit einem Baum in der Mitte, der Raum für künstlerische Gestaltung bietet: Das plant die Volksschule am Schillerplatz in St. Veit an der Glan noch heuer. Mehrere Klassen beteiligen sich am Kräuteranbau, darunter auch die Inklusionsklasse. Das Rondeau wird so angelegt, dass auch Kinder im Rollstuhl den Weg nutzen können. Der Jahreszeitenbaum wird saisonal geschmückt oder kunterbunt umhäkelt. Die Kinder werden außerdem Kräuterprodukte selbst herstellen und vermarkten. Eingebunden sind auch Eltern, Expert:innen und die Gemeinde. So wird die Gemeinschaft gestärkt und die Schüler:innen lernen, Verantwortung zu übernehmen und Nachhaltigkeit zu begreifen.

Salzburg: Volksschule Maria Alm

Schulgarten Maria Alm

 

Mitten im Ortskern von Maria Alm wächst ein Garten mit heimischen Kräutern, regionalem Gemüse und bunten Blumen. Der Schulgarten der Volksschule Maria Alm ist ein lebendiger Ort für Naturerfahrung und Gemeinschaft. Unterstützt von Elternverein, Gemeinde und freiwilligen Helfer:innen kümmern sich die Mädchen und Buben der acht Klassen abwechselnd um die Beete. Neben dem Zugang zur Natur, Pflanzenkunde und nachhaltigen Lebensmitteln zählt vor allem die Freude an der eigenen Arbeit. Nach Aussaat, Gießen und Jäten wird im Sommer und Herbst geerntet: Die Kinder verarbeiten ihre Produkte zu Kräutersalz, Salben, Suppen und kleinen Geschenken.

Tirol: Volksschule Niederau

Gemeinsam stark! – Das Bienenvolk als Vorbild für Gemeinschaft, Teamfähigkeit, Kreativität und Beziehung

 

Bienen als Vorbild für Zusammenhalt: Das ist der Kern des Bienenprojekts für die Kinder der ersten Klasse der Volksschule Niederau. Gestartet hat das Projekt im Jänner mit dem Lernen des Buchstabens B. Regelmäßig folgen weitere, zur Jahreszeit passende Schwerpunkte. Dazu zählen etwa das Anlegen einer Bienenwiese im Frühling, der Besuch der Imkerei von Alexander Holaus in Auffach im Sommer, das Bauen eines Bienenhotels im Herbst und das Backen mit Honig im Winter. Geplant ist, das Bienenprojekt über die gesamte Volksschulzeit – also vier Jahre lang – fortzusetzen: vor allem in der Natur, aber auch mit Vorträgen sowie musikalischen und künstlerischen Gestaltungen.

DIE JURY – DER SPAR-BIENENRAT

Der Bienenrat stellt sich vor: Experten aus Wissenschaft & Praxis zum Schutz der Bienen

Weitere Informationen zum Bienenrat und zur SPAR-Initiative „Gemeinsam die Vielfalt retten“ finden Sie hier.