SPAR Natur*pur zuckerreduziertes Marillen-Jogurt
Marille, Pfirsich und Aprikosen?

Dieselbe Frucht oder eine völlig andere?

Verwechslungsgefahr: Namen von Lebensmitteln

Scampi oder Garnelen, Pfirsich oder Aprikose und Chili oder Peperoni: Im Volksmund werden viele Obst- und Gemüsesorten gleichgestellt. Was aber sind die wirklichen Unterschiede? Die Antworten gibt es hier

Obst & Gemüse

Gleich, aber anders? Obst und Gemüse können viele Namen tragen. Die Marille wird mancherorts schnell zur Aprikose. Und zur Heidelbeere sagen wir in manchen Regionen gerne Blaubeere. Aber: Handelt es sich hier nur um rein sprachliche Unterschiede? Oder sind Pflaumen und Zwetschken zwei Paar Schuhe?

Gibt es einen Unterschied zwischen Heidelbeeren und Blaubeeren?

Bergsteiger und Wanderer kennen es: Bei der Wandertour im Spätsommer blitzt es plötzlich blau im grünen Dickicht. Darunter verstecken sich reife Heidelbeeren. Oder sind es doch die Blaubeeren, die uns dazu verlocken, den Weg zu verlassen und eine kleine Jausenpause einzulegen? Den blauen Beeren ist es völlig egal, wie wir sie nennen, denn Heidelbeeren und Blaubeeren sind das Gleiche. Je nach Heimatregion hört die Pflanze auch auf die Namen Moosbeere, Wildbeere oder Waldbeere. Übrigens: Die Wald-Heidelbeere ist dafür bekannt, nach ihrem Verzehr Zähne und Lippen richtig schön blau zu färben und deswegen bei Kindern der absolute Hit.

Die blauen Beeren, die im Supermarkt verkauft werden, sehen ihren Kollegen aus dem Wald ähnlich. Trotzdem unterscheiden sie sich in Herkunft und Innenleben voneinander. Die sogenannten Kulturbeeren stammen nicht direkt von der europäischen, sondern von der amerikanischen Heidelbeere ab. Diese Sorte hat helles Fruchtfleisch, der Mundbereich bleibt von der blauen Färbung verschont. Die Kulturbeere ist somit der perfekte Begleiter für frische Pancakes, passt herrlich ins Naturjogurt oder in Kuchen jeder Art.

Was ist der Unterschied zwischen Chilis und Peperoni?

Gegenfrage: Was verbindet Peperoni mit Chilis? Beide sorgen für die richtige Würze in unseren Speisen. Dabei gibt es vor der Verarbeitung einige Dinge zu beachten. Chilis sind klein, aber oho. Trotz ihrer Größe sind sie viel schärfer als Peperoni. Schuld daran ist das Capsaicin, der Stoff, der für Schärfe sorgt. In Peperoni ist wesentlich weniger Capsaicin enthalten. Und das, obwohl Peperoni eigentlich übersetzt Pfeffer bedeutet.

Weil Chilis so viel Power haben, nützt man sie als Basis für Chilipulver oder den bekannten Cayennepfeffer. Übrigens: Schärfe lässt sich messen und zwar mit Hilfe der Scoville-Skala. Auf dieser liegen zum Beispiel die Gemüsepaprika bei Null und eine Peperoni pendelt sich bei 100 bis 500 Scoville ein – übrigens genau dort, wo die Schärfe von Chili erst beginnt. Die schärfste Chilisauce wird mit neun Millionen Scoville bemessen, einem Wert, den wir lieber nicht am Teller haben möchten.

Pfirsich und Marille: Was ist der Unterschied?

Marillen Marmelade

Ein süßes Früchtchen mit vielen Namen ist der Pfirsich, der nicht mit der Marille zu verwechseln ist. Rosig und zart sind beide Obstsorten, trotzdem gibt es deutliche Unterschiede. 

 

Pfirsiche:

  • Haben eine samtige Haut mit der leicht flaumigen Behaarung
  • Farblich geht sein Teint von Orange über Rot bis ins Gelbe

Wer den Stammbaum der Frucht zeichnen möchte, ordnet den Pfirsich, genau wie die Marille, bei den Steinfrüchten ein, genauer gesagt bei den Rosengewächsen. Demnach sind Marillen und Pfirsiche sehr eng verwandt, unterscheiden sich aber in einigen Punkten.

 

Marillen:

  • sind kleiner als Pfirsiche.
  • haben eine glatte Haut und keine samtige.
  • haben einen „Strich“ um den gesamten Körper, der die Frucht optisch in zwei Hälften teilt.
  • haben einen Stein, oder auch Kern genannt, der sich leicht vom Fruchtfleisch lösen lässt.

Der Unterschied zwischen Marillen und Pfirsichen ist somit geklärt. Was ist aber mit Marillen und Aprikosen? Tatsächlich handelt es sich bei diesen beiden Wörtern um Synonyme. Beide beschreiben die kleine orange Frucht, die sich so herrlich für sommerliche Blechkuchen eignet. Sprachlich findet man die Bezeichnung Marillen eher in Österreich, Aprikose steht im Wörterbuch der deutschen Nachbarn.

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Sind Pflaumen und Zwetschken das Gleiche?

Zwetschken, Saison

Mitte August heißt es: Erntezeit! Pflaumen sind dann lange genug an den Bäumen gereift und bereit, verarbeitet zu werden. Aber: Pflückt man bei der Pflaumenernte gleichzeitig Zwetschken oder gibt es zwischen den beiden Früchten tatsächliche Unterschiede?

Nimmt man es genau, sind Zwetschken eine Unterart der Pflaumen und somit auf einer Ebene mit zum Beispiel Mirabellen. Darauf folgt: Zwetschken sind immer Pflaumen, Pflaumen aber nicht gezwungenermaßen Zwetschken. Rund 2.000 verschiedene Untersorten hat die Familie der Pflaumen hervorgebracht, den saftigen Geschmack verdanken wir der asiatischen Region, aus der das Steinobst stammt.

Wunderbar einsetzbar sind Zwetschken übrigens beim Kuchenbacken. Ihr festes Fruchtfleisch behält auch bei großer Hitze seine Form und zerfließt nicht in alle Himmelsrichtungen. Wer sich über den Frühherbst einen Zwetschken-Vorrat angelegt hat, kann diesen zum Beispiel zu Marmelade, Chutney oder Mus verarbeiten.

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Mandarine und Clementine: Was ist der Unterschied?

 Auch wenn man im Volksmund so ziemlich alles, was orange ist und kleiner als eine Orange, mit Mandarine betitelt, gibt es einige Unterschiede zwischen Mandarinen und Clementinen. Mandarinen bezeichnet, wie schon bei den Pflaumen, die Oberkategorie dieser Zitruspflanze.

  1. Kerne: Mandarinen haben, im Gegenteil zu Clementinen, ganz schön viele Kerne.
  2.  Schale: Die Schale von Clementinen ist viel dicker und hält somit Kälte und Druck besser stand. Die Mandarine lässt sich dafür leichter schälen.
  3. Alter und Anbau: Obwohl es die Mandarine schon länger gibt, wird sie immer seltener angebaut. Grund dafür sind die Kerne, die Zitrusfrucht-Liebhaber nicht schätzen.
  4. Süße: Die Clementine hat mehr Zuckergehalt als die Mandarine und ist somit süßer.
Raclette mit Bulgur und Garnelen-Limetten-Spießen

Fisch & Meeresfrüchte

Auch bei Fischprodukten gibt es eine Verwechslungsfahr. Schrimps, Garnelen und Scampi sind doch das Gleiche? Oder doch nicht?

Was ist der Unterschied zwischen Shrimps, Garnelen und Scampi?

Wer sich kulinarisch in die Unterwasserwelt begibt, muss sich vorher gut über die Begrifflichkeiten informieren. Shrimps, Krevetten, Garnelen, Gambas und Prawns sind nur einige der Beispiele von Meeresfrüchten, die zwar unterschiedlich heißen, im Prinzip aber das Gleiche beschreiben.

Kurze Sprachenlehre:

  • Shrimps haben viele Namen, meistens handelt es sich allerdings nur um Übersetzungen in andere Sprachen. So heißen sie auf Spanisch Gambas und auf Französisch Crevettes (eingedeutscht Krevetten). 
  • Royale Meeresfrüchte sind die King-Prawns, zumindest sind sie wie ein König benannt. King-Prawns bezeichnen Riesen-Krevetten, sind also die große Version von Shrimps oder Garnelen.

Tatsächliche Unterschiede gibt es zwischen Scampi und Garnelen:

  • Garnelen (oder Shrimps) findet man im Warm- und Kaltwasser, aber auch im Meereswasser, sie haben lange Fühler und schmecken am besten, wenn sie im kalten und tiefen Wasser aufwachsen. 
  • Scampi werden auch Kaisergranate genannt, sind mit dem Hummer verwandt und landen wegen ihres süßen Fleisches oft auf dem Teller. Gerne werden Scampi mit Shrimps oder Garnelen verwechselt.

Aber Achtung: Scampi haben lange Scheren, Shrimps nicht. Außerdem sind Scampi im Normalfall teurer.