Zucker und bewusste Ernährung

Eine Frage der Dosis

Zu viel Zucker schadet unserem Körper, da sind sich die Ärztinnen und Ernährungswissenschaftler unseres wissenschaftlichen Beirats einig.

Dabei wissen wir von unseren Experten auch, dass die Liebe zum Zucker sogar in unseren Genen vorprogrammiert ist. Schon beim Stillen wird dieser Ur-Instinkt durch die süße Muttermilch geschult. Zucker an sich ist auch nicht zwingend gefährlich. Als Energiequelle ist er wichtig für Körper und Organe, allein unser Gehirn verbraucht 20% der Energie, sagt der wissenschaftliche Beirat von SPAR.

Doch: Die Dosis macht das Gift, das wusste der Arzt Paracelsus schon im 16. Jahrhundert. Knappe fünf Jahrhunderte später steht die Menschheit vor einer Herausforderung, für die der Ausspruch noch immer gelten kann: Die tägliche Dosis Zucker, die Herr und Frau Österreicher im Schnitt zu sich nehmen, ist laut WHO schlicht und einfach zu hoch. Die Weltgesundheitsorganisation hält 25 Gramm pro Tag und Person für sinnvoll, doch tatsächlich liegt der durchschnittliche Zuckerkonsum fast viermal so hoch.

Gegenüberstellung wie viel Zucker wir täglich zu uns nehmen - wie viel von WHO empfohlen wird
© HELGE KIRCHBERGER Photography © HELGE KIRCHBERGER Photography
Links: Durchschnittlicher Zuckerkonsum pro Person und Tag (23 Würfelzucker); Rechts: Von WHO als sinnvoll erachtete Menge Zucker pro Person und Tag (6 Stück Würfelzucker)

Was der Körper braucht - und was nicht

Laut Statistik Austria vertilgt der österreichische Durchschnittsbürger somit pro Jahr ca. 33 Kilogramm Zucker. Dieser übermäßige Zuckerkonsum kann laut den Ärzten und Ernährungswissenschaftlerinnen unseres wissenschaftlichen Beirates mit erhöhten Risiken für Lebererkrankungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. Auch Bluthochdruck, Karies, Alzheimer, Krebs und Übergewicht werden unter anderem mit überhöhtem Zuckerkonsum in Verbindung gebracht, wie Experte Dr. Markus Metka erklärt: „Die Fähigkeit, Zucker in Fett umzuwandeln, könnte dem Körper nun zum Verhängnis werden. Was früher eine Überlebensstrategie war, ein Notprogramm für schlechte Zeiten, ist heute zur Falle geworden.“ Besonders alarmierend etwa sei, dass „mit übermäßigem Zuckerkonsum auch schon bei jungen Menschen die Erkrankungen an nichtalkoholischer Fettleber steigen“, sagt Metka. Die Fettleber könnte dadurch entstehen, dass überschüssiger Zucker direkt in der Leber in Fett umgewandelt und dort als Fettreserve gespeichert wird.

„17 Prozent des Zuckers nehmen wir direkt auf, aber 83 Prozent konsumieren wir in Form von Fertigsuppen, Dosengerichten, Pizza, Brot, Wurstprodukten & Co.“
 
Prof. Dr. med. Markus M. Metka
Oberarzt der Abteilung Endokrinologie an der Uni Wien und Präsident der Österreichischen Anti-Aging Gesellschaft

Mit einer ausgewogenen Ernährung hingegen kann man solchen Risiken vorbeugen und dem eigenen Körper Gutes tun. Orientieren kann man sich dabei an der österreichischen Ernährungspyramide, die Lebensmittel in sieben Stufen unterteilt:

  1. Alkoholfreie Getränke
  2. Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst
  3. Getreide und Erdäpfel
  4. Milch und Milchprodukte
  5. Fisch, Fleisch, Wurst und Eier
  6. Fette und Öle
  7. Fettes, Süßes und Salziges

Des Zuckers zahlreiche Namen

Zucker ist nicht gleich Zucker. Fruktose, Laktose, Sachrose - Zucker hat viele Namen.

Für Zutaten, die zum Zuckergehalt eines Produkts beitragen, existieren um die 70 Bezeichnungen. Das macht es für Konsumentinnen und Konsumenten schwierig, gesüßte Lebensmittel zu erkennen.

SPAR nimmt seinen Kundinnen und Kunden die Mühe ab, feilt fleißig an neuen Rezepturen und verringert weiterhin den Zuckergehalt in einer stetig wachsenden Anzahl von Produkten der SPAR-Eigenmarken. Dem Wohlbefinden unserer Kundinnen und Kunden zuliebe.