Alles Leberkäse?

Leberkäse zählt zu den Lieblingssnacks der Österreicher. Besonders gut schmeckt er in einer frisch gebackenen Semmel oder mit etwas süßem Senf. Aber wissen Sie eigentlich, wie Leberkäse hergestellt wird und woher er ursprünglich kommt? Wir klären auf!

Leberkäsesemmel

Beinhaltet Leberkäse Leber?

Ursprünglich wurde in Leberkäse tatsächlich Leber verwendet. Noch vor hundert Jahren musste Leberkäse in Österreich aus mindestens 10 % Leber bestehen, um sich Leberkäse nennen zu dürfen. Heutzutage ist dies jedoch keine Pflicht mehr und viele Österreicher bevorzugen ihn ohne Leber. Daher ist er auch kaum noch in seiner ursprünglichen Zusammensetzung zu finden.

Die einzige Ausnahme: In Westösterreich und weiten Teilen Deutschlands ist Leberkäse nur waschechter Leberkäse, wenn er Leber enthält. Ansonsten handelt es sich um Fleischkäse.

Wie wird Leberkäse hergestellt?

Wenn Leberkäse also keine Leber beinhaltet, was dann? In der Regel enthält die herzhafte Mahlzeit nur einige wenige Zutaten:

  • Rind- und/oder Schweinefleisch
  • Speck
  • Wasser
  • Kartoffelstärke
  • Gewürze wie Zwiebeln, Knoblauch, Muskat, Pfeffer und Co

Seltener können auch Allergene wie Sellerie, Laktose und Gluten enthalten sein. Nachdem die Zutaten vermischt wurden, werden sie in einer eigenen Leberkäsform im Ofen bei 150-180 °C gebacken. Alternativ kann man den Leberkäse auch dämpfen.

Wer hat den Leberkäse erfunden und wieso heißt er so?

Der Legende nach begleitete im späten 18. Jahrhundert ein Metzger seinen Kurfürsten Karl Theodor nach Bayern. Er ließ sich von französischen Pasteten und Terrinen inspirieren und so kam ihm die Idee, eine Mischung aus Rind- und Schweinefleisch in einer Brotform zu backen. Der Leberkäse entstand.


Doch weshalb heißt der Leberkäse Leberkäse, schließlich beinhaltete das Ursprungsrezept weder Leber noch Käse?

Tatsache ist: Auch Experten sind sich nicht ganz sicher, wie es zu dem Namen kam. Eine weit verbreitete Geschichte besagt, dass Leberkäse in den Augen des Metzgers, der ihn erfand, wie ein Laib Käse wirkte. So nannte er ihn auch „Lääb Kees“ (Laib Käse), woraus sich schließlich “Leberkäse” entwickelte.

Welche Leberkäse-Sorten gibt es?

Leberkäse kann man nicht nur auf die klassische Weise genießen. Folgende Variationen sind ebenfalls gängig:

  • Käsleberkäse: Mit kleinen Würfeln Käse verfeinert
  • Pizza-Leberkäse: Mit Paprika, Pfefferoni und Pizzagewürz
  • Chili-Leberkäse: Pikanter Genuss mit feurigen Chili-Stückchen

     
Spezialleberkaese

Welche Beilagen isst man zu Leberkäse?

Wer Leberkäse zum Abendessen verspeisen mag, kann ihn mit verschiedenen Beilagen abrunden. Besonders beliebt sind Spiegeleier als Topping. Dazu kann man dann noch Spinat oder Sauerkraut servieren. Auch Kartoffel in jeglicher Form – also Braterdäpfel, Erdäpfelsalat und Kartoffelpüree – eignen sich. Gleichzeitig sollte auch die richtige Würze nicht fehlen. Süßer Senf rundet das Gericht ab. Wer jedoch keinen Senf mag, kann ebenfalls zu Ketchup oder Preiselbeermarmelade greifen.

Bio-Leberkäse

Tipp: Leberkäse gibt es auch in Bio! Unser SPAR Natur*pur Bio-Leberkäse steht für Genuss ohne Wenn und Aber. Denn in unserem TANN Betrieb in Marchtrenk wird nur feinste Bio-Qualität verarbeitet. Deswegen gibt es in unserem Bio-Leberkäse keine Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Gentechnik. Außerdem werden alle Zutaten besonders umweltschonend produziert – damit der Leberkäs’ in 20 Jahren noch genauso gut schmeckt wie heute.