Ceylon und Cassia – Zimtige Unterschiede

Zimt wird aus den Ästen und der Rinde des Zimtbaums gewonnen, der in den tropischen Regenwäldern von Sri Lanka, Bangladesch, Südindien und China zu finden ist. Weltweit gibt es 270 Zimtarten, jedoch werden nur zwei Arten von Zimt für den kommerziellen Gebrauch angebaut: Ceylon und Cassia. 

Ceylon-Zimt wird auch als “echter Zimt” bezeichnet, bei Cassia handelt es sich um chemisch produzierten Zimt. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Geruch und natürlich chemischer Zusammensetzung. Zimt ist vor allem als Gewürz bekannt, wird jedoch auch in der Medizin und Kosmetikindustrie verwendet. Nur echter Ceylon-Zimt darf als solcher bezeichnet werden; bei Falschangaben kommt es zu hohen Strafen.

Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt

Herkunft:

Ceylon-Zimt verdankt seinen Namen seinem Ursprung – Sri Lanka, einst “Ceylon” genannt. Er wächst neben Sri Lanka auf Madagaskar und den Seychellen. Cassia-Zimt stammt hingegen aus Indonesien und China.

 

Aroma:

Ceylon-Zimt schmeckt süß mit nuancierten Nelkennoten und bietet ein ausgezeichnetes Geschmacksprofil für Gebäck, Kuchen und Desserts. Cassia-Zimt ist hingegen kräftiger, schärfer und leicht süßlich im Geschmack, eignet sich aber auch gut für Fleischgerichte. 

 

Aussehen:

Ceylon-Zimt ist dünn und papierartig und besteht aus mehreren Schichten. Er ist zudem sehr zerbrechlich und leicht zu mahlen. Im Gegensatz weist Cassia-Zimt eine dickere Rinde auf, die aus nur einer Schicht besteht; der Mahlvorgang ist bei weitem aufwendiger.

 

Inhaltsstoffe:

Beide Zimtarten enthalten Cumarin, einen natürlichen, würzig duftenden Pflanzeninhaltsstoff. Im Ceylon-Zimt befinden sich 0,8 Milligramm Cumarin auf 100 Gramm verteilt. Im Cassia-Zimt sind es um fast ein 40-faches mehr; so enthalten 100 Gramm der Cassia-Zimtrinde 30 Milligramm Cumarin.