Titelstory

BACK TO THE FUTURE - Emily & Angelika im Keks-Duell

TRADITION ODER MODERNE – WER GEWINNT?

Wir wollen es wissen: Wer backt die besten Weihnachtskekse? Es treten an: Emily und Angelika. Oder: Oatmeal Cookies gegen Spitzbuben, Jugend gegen Erfahrung, Internet gegen Rezeptbuch.

Ob traditionelle Keksrezepte die besseren sind oder neue Rezepte mit anderen, modernen Zutaten, das wollen wir mit unserem Back-Experiment testen. Dazu haben wir Emily engagiert, die gerade im SPAR Hörbranz, Ziegelbachstraße ihre Lehre macht. Und Angelika Meusburger aus Bezau, die seit Jahrzehnten mit viel Freude an Weihnachten für die ganze Familie backt. Als Backstube für die beiden dient ein 200 Jahre altes Wälderhaus in Bizau, das Angelikas Familie gehört und bei dem sie für unser Backduell die Türen öffnet.

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Zuerst: der Einkauf

Bevor die beiden loslegen, treffen sie sich im SPAR in Bizau und suchen ihre Zutaten aus. Emily zeigt Angelika am Backregal die Reihe mit den Keks- oder Muffins-Backmischungen: „Die nehme ich auch manchmal, die gelingen immer!“

Angelika hört ihr zu, lächelt und legt Mehl, Eier und Staubzucker in den Einkaufswagen. Von Fertigmischungen für die Weihnachtsbäckerei ist Angelika nicht überzeugt: „Da bin ich ganz traditionell. Kekse schmecken am besten, wenn du sie mit guten Zutaten backst – was anderes kenne ich gar nicht. Für die Füllung nehme ich noch meine selbstgemachte Ribiselmarmelade, die schmeckt am allerbesten.“

Emily steigt zu Angelika ins Auto und ein paar Minuten später kommen sie oben am Wälderhaus an. Erstmal den Ofen einheizen! Angelika macht Feuer und zeigt auf den alten Herd in der Küche. „Schau, mit dem haben wir früher gekocht und gebacken – das ist heute mit dem Backrohr viel bequemer.“

Der Duft von Advent zieht durch die Stube

Emily packt Haferflocken, Schokolade und Kardamom aus ihrer Einkaufstasche: „Ich mache Oatmeal Cookies mit Orangenschokolade. Und du?“ „Spitzbuben!“ Angelika schaut sich Emilys Zutaten an: „Und du nimmst Haferflocken dazu?“ Emily erklärt ihr, dass Oatmeal nichts anderes ist als Haferbrei. Diesen Mehlersatz mag sie, weil Haferflocken reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen sind. „Jeder macht gerade was mit Oatmeal oder Porridge“, erklärt Emily und sucht in ihrem Smartphone nach dem Rezept. Angelika schaut in ihr Rezeptbuch, obwohl sie es nicht mehr müsste: Sie weiß, was zu tun ist. „Ich backe jedes Jahr sieben Sorten. Am beliebtesten sind immer meine Vanillekipferl, die sind am schnellsten weg.“

Chancenungleichheit?

„Dann bin ich ja froh, dass du die nicht machst“, meint Emily und formt ihre Cookies. „Ich gebe alles“, lacht sie, „aber ich habe keine Chance. Genau wie die Kekse meiner Oma unschlagbar sind, so wird’s hier auch sein. Ich backe zwar gern, aber bei mir kann schon mal was daneben gehen. Letztes Jahr habe ich irgendwas mit Schokolade ausprobiert, das hat nicht mal meinem Freund geschmeckt! “Nachdem beide ihre Kekse aus demOfen geholt haben, lassen sie diese kurz abkühlen und setzen sich in die Stube fürs Finishing. Angelika bestreicht ihre Spitzbuben mit der Ribiselmarmelade, Emily setzt sie zusammen und bestäubt sie mit Puderzucker. Von Duell wollen die beiden nichts wissen – jede arbeitet der anderen zu. Und Angelika hat noch einen Tipp: „Einen noch schöneren Glanz bekommst du in die Schokolade, wenn du nach dem Schmelzen noch einen Esslöffel Öl oder Sahne unterrührst.“ Das probiert Emily gleich und tunkt die Cookies zur Hälfte in die Schokomasse.

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Keksverpackung

Geschmack hübsch verpackt

„Und ich zeig dir noch, wie du die Kekse ganz schnell schön verpacken kannst.“ Mit einem Tütchen aus Butterbrotpapier, einem Zahnstocher und einer kleinen Tortenspitze bastelt Emily im Handumdrehen eine hübsche, kleine Keks-Geschenkverpackung. Nun aber zum Geschmackstest: Angelika nimmt sich ein Oatmeal Cookie: „Das schmeckt fein nach Orange – wenn du sie noch etwas in der Dose durchziehen lässt, dann werden sie noch besser. Kompliment!“ Und Emily probiert die Spitzbuben: „Ich wusste es – mmmmhhh, sind die gut. Und du hast sie auch so schön gemacht, sie sehen perfekt aus.“ Wer hat denn jetzt gewonnen? Wir würden sagen: Unentschieden! Aber probieren Sie die Rezepte selbst aus und fragen Sie Ihre eigene Jury. Viel Freude beim Backen!

Schöne Keksverpackung basteln:
<- Hier geht's zur Videoanleitung

Keks-Rezepte

Spitzbuben

Zutaten für ca. 45 Stück:

250 g Mehl, 60 g Staubzucker, 1 Dotter, 2 EL Sahne, 100 g Butter in kleinen Stücken, rote Ribiselmarmelade zum Füllen, Staubzucker.

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Backrohr auf 180 °C Heißluft vorheizen. Teig nochmal durchkneten und 3 mm dick ausrollen. Spitzbuben ausstechen (darauf achten, dass eine passende Anzahl von Deckeln und Unterseiten ausgestochen werden), ca. 9 Minuten hell backen und auskühlen lassen. Die Ribiselmarmelade sehr glatt rühren, evtl. kurz erwärmen, damit sie sich besser verteilen lässt. Marmelade auf den Unterseiten verteilen. Die Deckel mit Staubzucker bestäuben und die Spitzbuben zusammensetzen.

 

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Oatmeal Cookies mit Orangenschokolade

Zutaten:

125 g Butter, 100 g Zucker, 1 Ei, 125 g Mehl, 200 g Haferflocken, zart, 100 g Orangenschokolade, gerieben, 1 TL Zimt, ½ TL Kardamom, Abrieb von 1 Bio-Orange, Schokoladenglasur.

Zubereitung:

Butter mit Zucker schaumig rühren. Ei und Mehl unterrühren. Haferflocken, Schokolade und Gewürze untermengen. Backrohr auf 175 °C Heißluft vorheizen. Vom Teig 15 g schwere Portionen abstechen und zu Kugeln formen. Kugeln flach drücken (ca. 1 cm dick) und mit wenig Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ca. 15 Minuten backen. Die ausgekühlten Cookies zur Hälfte in Schokoladenglasur tunken.