Tierwohl-Initiativen

SPAR ist einer der größten Partner der österreichischen Landwirtschaft und forciert gemeinsam mit vorbildlichen landwirtschaftlichen Betrieben die Weiterentwicklung von Standards für Anbaubedingungen und Tierwohl. Daher hat sich SPAR bereits früh mit Bedingungen bei der Nutztierhaltung beschäftigt und ist Vorreiter bei regionaler Herkunft und Tierwohl-Initiativen.

Fleisch mit mehr Tierwohl

SPAR betreibt konzernal acht eigene TANN-Fleischwerke, in denen jeweils regionales Fleisch verarbeitet wird. In den sechs österreichischen TANN-Betrieben wird ausschließlich österreichisches Fleisch mit AMA-Gütesiegel für die Märkte zerlegt und zu Wurstwaren verfeinert. Zusätzlich führt TANN in Österreich noch Sonderprogramme mit besonderem Fokus auf die Haltung von Schweinen und Rindern. Die TANN-Almochsen werden nach den AMA-Zusatzprogrammen für Almhaltung mindestens eine Saison auf der Alm aufgezogen. Beim Programm "TANN schaut drauf" nach dem AMA-Zusatzmodul haben Schweine 60 Prozent mehr Platz als bei der regulären AMA-Haltung. Schweinefleisch aus dieser besonders tierfreundlichen Haltungsform führt SPAR bereits seit 2009 aus Oberösterreich. Seit 2017 erweitert SPAR das Angebot auf niederösterreichische Herkunft. Die niederösterreichischen Bauern, die an diesem Programm teilnehmen, stellen den Schweinen zusätzlich einen Außenklima-Stall und vorwiegend Futter vom eigenen Hof zur Verfügung.

Für ihr besonderes Tierwohl-Engagement bei der Aufzucht von Schafen, Stieren und Jungrindern wurden sechs Partnerbetriebe von TANN Vorarlberg mit dem Vorarlberger Tierschutzpreis ausgezeichnet. 

Keine Käfigeier in Eigenmarken

150 Mio. Frischeier verkauft SPAR jedes Jahr allein in Österreich. 2004 – fünf Jahre vor dem gesetzlichen Verbot – hat sich SPAR selbst verpfl ichtet, keine Frischeier aus Käfi ghaltung mehr anzubieten. Seit 2012 ist die Käfi ghaltung in der EU verboten. Eine vielfache Anzahl an Frischeiern wird in Produkten oder in der Gastronomie verarbeitet – von Nudeln über Gebäck bis zu Mayonnaise. Für diese Produkte gilt das gesetzliche Käfi geier-Verbot nicht, denn Eier aus Käfi ghaltung dürfen noch immer importiert und verarbeitet werden. SPAR hat auch diese Lücke bei allen Eigenmarken-Produkten geschlossen: Die SPAR-Sortimentsmanager prüften 2016 das gesamte Eigenmarken-Sortiment und stellten auch die letzten Produkte um. Seit Anfang 2017 enthalten SPAR-Eigenmarkenprodukte ausschließlich Eier aus Boden-, Freiland- oder Bio-Haltung. Auch in den übrigen Ländern werden Eier in Freiland- und Bioqualität angeboten.

Keine Tötung von Eintagskücken

Seit Frühling 2016 haben sich alle Lieferanten von SPAR-Bio-Eiern verpflichtet, auf die Tötung von männlichen Eintagskücken zu verzichten. Die Hähne werden ebenso wie die Hennen aufgezogen.

 

Schweinehaltung mit mehr Tierwohl

Bewusste Fleischesser achten immer öfter auf strengere Richtlinien für artgerechte Haltung von Schweinen, greifen jedoch nicht zu teurerem Bio-Fleisch. SPAR weitet daher mit zwei unterschiedlichen Programmen das Angebot an Schweinefleisch für mehr Tierwohl weiter aus. Unter den Marken "TANN für mehr Tierwohl" und "TANN Heimathöfe" führt SPAR in ausgewählten SPAR-, EUROSPAR- und allen INTERSPAR-Märkten fünf Produkte in Selbstbedienung, die in Haltungskriterien und Fütterung zwischen konventionellem TANN-Qualitätsfleisch mit AMA-Garantie und TANN Bio-Fleisch angesiedelt sind. Die Mehrkosten für mehr Auslauf und Fütterung mit Donau Soja trägt SPAR.  Kundinnen und Kunden sollen für mehr Wohl der Tiere nicht tiefer in die Tasche greifen müssen, als für reguläres TANN-Qualitätsfleisch mit AMA-Gütesiegel. Bauern erhalten 10 Prozent mehr für ihren zusätzlichen Aufwand. 

Mehr Tierwohl: Mehr Auslauf, Haltung auf Stroh

Größten Wert legen die Vertrags-Bauern von SPAR auf Tierwohl und Fütterung. Schweine im Programm "für mehr Tierwohl" haben 60 Prozent mehr Platz, eine ordentliche Stroheinstreu, die Tiere erhalten Beschäftigungsmaterial und Vollspaltenböden sind verboten. Die Tiere werden vorrangig mit Futter vom eigenen Hof oder aus der Region gefüttert, Schweine im Programm "TANN für mehr Tierwohl" auch mit garantiert gentechnik-freiem Donau Soja. Die Tiere im Programm "TANN Heimathöfe" werden in Niederösterreich geboren, gemästet und geschlachtet und ihr Fleisch ist nur in Wien und Niederösterreich erhältlich.

Bio-Schweinefleisch aus Österreich

Die umfangreichsten Tierwohl-Maßnahmen verlangt die Richtlinie für Bio-Schweinefleisch. Tiere haben doppelt so viel Platz, wie im regulären AMA-Gütesiegel-Programm, verpflichtend einen Auslauf ins Freie und natürlich gentechnik-freie Fütterung. 

SPAR Lehrlings Willkommennstag im Wiener Rathaus, am 01.09.2015. Ferkel
© Johannes Brunnbauer © Johannes Brunnbauer
Murbodner Rinder auf Grüner Wiese

Rinder: Almhaltung und alte Rassen

Auch bei Rindern bietet SPAR Fleisch aus zwei Sonderprogrammen an. Die TANN Almochsen wachsen mindestens zwei Saisonen auf der Alm auf. Sie werden - wie alle Tiere mit AMA-Gütesiegel - in Österreich geboren, aufgezogen und geschlachtet.

Gemeinsam mit ausgewählten Landwirten trägt SPAR auch zur Erhaltung der alten Rinderrasse "Murbodner" bei. Das Fleisch der traditionellen Rinderrasse bietet SPAR unter "Murbodner Rind" in ausgewählten steirischen Märkten an. 

Fur Free Retailer Logo. Unterstützt von VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

SPAR ist pelzfrei!

SPAR hat sich bereits vor vielen Jahren gegen Echtpelz ausgesprochen. 2014 wurde dieses Bekenntnis mit dem Beitritt zum „Fur Free Retailer“-Programm von VIER PFOTEN besiegelt. Das Handelsunternehmen bekennt sich damit offiziell zum Schutz von Pelztieren. Als einer der größten Nahversorger Österreichs führt SPAR neben Lebensmitteln bei INTERSPAR und ausgewählten EUROSPAR- und SPAR-Standorten auch Bekleidung. „Selbstverständlich legen wir bei diesen Produkten größten Wert auf den fairen Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt. So haben wir schon bisher keine Echtpelze in unserem Fixsortiment geführt. Mit dem Beitritt zum ‚Fur Free Retailer‘-Programm (FFR) verbannen wir Echtpelze ganz offiziell aus unserem Sortiment“, garantiert SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel.

Wichtiger Partner für den Tierschutz

„Mit der Entscheidung, offizieller Fur Free Retailer zu werden, setzt SPAR ein klares Zeichen für den Tierschutz. Das Unternehmen ist mit über 1.500 Standorten in ganz Österreich einer der wichtigsten Händler. Wir hoffen, dass weitere heimische Unternehmen folgen“,  freut sich Heli Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN über den neuen Unterstützer. VIER PFOTEN ist seit 2012 österreichischer Repräsentant des internationalen „Fur Free Retailer“-Programm. Die Initiative informiert über Modeunternehmen, die sich schriftlich verpflichtet haben, keinen Echtpelz mehr zu verwenden. VIER PFOTEN hilft damit Verbrauchern, garantiert pelzfreie Mode zu finden und eine bewusste Entscheidung im Sinne des Tierschutzes zu treffen. Bereits seit 2013 verzichtet die SPAR-Konzerntochter Hervis, einer der größten Player im Sport- und Modefachhandel Europas, auf den Pelzverkauf.

Weitere Informationen unter www.vier-pfoten.at

Keine Angora-Wolle

Das SPAR-Sortiment ist auch frei von Angora-Wolle. Für die Gewinnung der wärmenden Wolle werden Angora-Kaninchen oft unter qualvollen Bedingungen gezüchtet. Daher führt SPAR keine Textilien, in denen Angora-Wolle verarbeitet wurde.