Tierwohl-Initiativen

SPAR ist einer der größten Partner der österreichischen Landwirtschaft und forciert gemeinsam mit vorbildlichen landwirtschaftlichen Betrieben die Weiterentwicklung von Standards für Anbaubedingungen und Tierwohl. Daher hat sich SPAR bereits früh mit Bedingungen bei der Nutztierhaltung beschäftigt und ist Vorreiter bei regionaler Herkunft und Tierwohl-Initiativen.

Tierwohl in der Schweinehaltung

Bio-Schweinefleisch aus Österreich

Die Bio-Vordnung gibt strenge Haltungsbedingungen für Schweine vor, die deutlich über dem gesetzlichen Standard liegen. SPAR bietet unter der Eigenmarke SPAR Natur*pur Schweine-Schnitzel, Schweine-Karreesteak und Schweine-Filet an. Die Tiere wurden in Österreich geboren, gemästet und geschlachtet, das belegt das AMA-Biosiegel auf allen SPAR Bio-Schweinefleisch-Produkten. Die Vorgaben zur Haltung  Bio-Schweinen garantieren verbessertes Tierwohl:

  • 100% mehr Platz im Stall als bei AMA-Gütesiegel-Standard
  • Permanenter Zugang ins Freie
  • Schutz vor Witterungseinflüssen
  • max. 14 Schweine je Hektar
  • gentechnik-freie Fütterung mit österreichischen Futtermitteln - nur in Engpässen ist der Zukauf europäischen Futtermittels erlaubt
  • Schmerzfreie Ferkelkastration seit 1.7.2018 unter Vollnarkose
  • maximale Transportzeit zum Schlachthof von 3 Stunden

Mit den Landwirten, die Schweine für TANN und SPAR mästen, pflegt SPAR langfristige Partnerschaften mit Abnahmegarantien und fixer Abgeltung von Mehrkosten.

 

TANN schaut drauf - Schweinefleisch

Bewusste Fleischesser achten immer öfter auf strengere Richtlinien für artgerechte Haltung von Schweinen, greifen jedoch nicht zu teurerem Bio-Fleisch. SPAR bietet daher bereits seit 2009 Schweinefleisch aus Stroh-Haltung in Oberösterreich an. 2017 hat SPAR weitere Bauern in Niederösterreich für die Initiative "TANN schaut drauf" gewinnen können. Heute wird Schweinefleisch von ober- und niederösterreichischen Landwirten unter "TANN schaut drauf" als Frischfleisch, mariniertes Fleisch und Wurst in allen INTERSPAR-Märkten in ganz Österreich und ausgewählte Produkte bei vielen SPAR-Märkten angeboten. Das Fleisch mit besonderem Tierwohl ist in allen Märkten österreichweit bestellbar.

Für die Tiere bedeutet "TANN schaut drauf" bessere Haltungsbedingungen als gesetztlich vorgeschrieben und als im AMA-Gütesiegel vorgesehen:

  • 60% mehr Platz als AMA-Gütesiegel vorschreibt
  • Eingestreute Liegeflächen
  • natürliches Beschäftigungsmaterial
  • Verbot von Vollspalt-Böden auf mindestens 40% der Fläche
  • Außenklimastall bei fast allen Landwirten vorhanden
  • Fütterung vorrangig mit Futter vom eigenen Hof
  • Gentechnik-freie Fütterung (in Oberösterreich bereits umgesetzt, in Niederösterreich ab 2019)
  • Doppelte Stehzeiten bis zur Schlachtung nach Medikamentengabe
  • Regionale Herkunft: Gemästet und geschlachtet in der Region (maximal 3 Stunden Transportzeit bis zum Schlachthof)

Die Mehrkosten für mehr Auslauf und Fütterung mit Donau Soja vergütet SPAR den Landwirten in Form fixer Prämien und schafft durch Abnahmegarantien der gemästeten Schweine auch langfristige Planungssicherheit für die Landwirte.

Die fünf Schweinefleisch-Artikel der Marke "TANN schaut drauf" sind in allen INTERSPAR-Märkten, ausgewählte Produkte in allen SPAR-Märkten verfügbar. Alle Produkte können in allen SPAR-Märkten auf Wunsch bestellt werden.  Kundinnen und Kunden sollen für mehr Wohl der Tiere nicht tiefer in die Tasche greifen müssen, als für reguläres TANN-Qualitätsfleisch mit AMA-Gütesiegel.

 

SPAR Ferkel für Tierwohl-Initiative
© Johannes Brunnbauer © Johannes Brunnbauer
Murbodner Rinder auf Grüner Wiese

Tierwohl in der Rinderhaltung

Almhaltung und alte Rassen

Auch bei Rindern bietet SPAR Fleisch aus zwei Sonderprogrammen an. Die TANN Almochsen wachsen mindestens zwei Saisonen auf der Alm auf. Sie werden - wie alle Tiere mit AMA-Gütesiegel - in Österreich geboren, aufgezogen und geschlachtet.

Gemeinsam mit ausgewählten Landwirten trägt SPAR auch zur Erhaltung der alten Rinderrasse "Murbodner" bei. Das Fleisch der traditionellen Rinderrasse bietet SPAR unter "Murbodner Rind" in ausgewählten steirischen Märkten an. 

 

"TANN schaut drauf" Rindfleisch

Seit Anfang 2018 hat SPAR die Erfolgsinitiative "TANN schaut drauf" auf Rindfleisch ausgedehnt. Damit gibt SPAR einen wichtigen Impuls mit Vorbildwirkung für den gesamten österreichischen Markt und hebt die Qualität des Fleischangebots auf ein neues Niveau. Für mehr Tierwohl bei Rindern sorgen unter anderem:

  • 40 % mehr Platz als beim AMA-Gütesiegel im Stall oder als Auslauf
  • Eingestreute, geschlossene und weiche Liegeflächen
  • Haltung über die gesamte Mastzeit unter diesen Bedingungen
Glückliche Hühner auf Wanderschaft

Tierwohl bei Lege- und Masthühnern

Keine Käfighaltung für Eier in SPAR-Eigenmarken

150 Mio. Frischeier verkauft SPAR jedes Jahr allein in Österreich. 2004 – fünf Jahre vor dem gesetzlichen Verbot – hat sich SPAR selbst verpflichtet, keine Frischeier aus Käfighaltung mehr anzubieten. Seit 2012 ist die Käfighaltung in der EU verboten, mit einer Überganslösung bis 2018. In anderen EU-Ländern werden Käfigeier also noch immer produziert. "Ausgestaltete Käfige", die eine nur minimale Verbesserung zu klassischen Käfigen darstellen, sind generell weiterhin erlaubt. Viele dieser Käfigeier kommen auch in Österreich in der Gastronomie oder in verarbeiteter Form zum Einsatz – von Nudeln über Gebäck bis zu Mayonnaise. Für diese Produkte gilt das gesetzliche Käfigeier-Verbot nicht, denn Eier aus Käfighaltung dürfen noch immer importiert und verarbeitet werden. SPAR hat auch diese Lücke bei allen Eigenmarken-Produkten geschlossen: Die SPAR-Sortimentsmanager prüften 2016 das gesamte Eigenmarken-Sortiment und stellten auch die letzten Produkte um. Seit Anfang 2017 enthalten SPAR-Eigenmarkenprodukte ausschließlich Eier aus Boden-, Freiland- oder Bio-Haltung. 

Besondere Haltungsform: Wanderhühner

Die "Wanderhühner", deren Eier unter der Eigenmarke SPAR PREMIUM vermarktet werden, haben laufend grüne Wiesen zum Scharren und Picken. Denn ihr Stall wird alle acht bis zehn Tage auf eine neue Weide gezogen. Damit ist eine Freiland-Haltung unter besonderem Tierwohl garantiert und die Wiesen können sich von der Hühnerschar erholen. 

Keine Tötung von Eintagskücken

Seit Frühling 2016 haben sich alle Lieferanten von SPAR-Bio-Eiern verpflichtet, auf die Tötung von männlichen Eintagskücken zu verzichten. Die Hähne werden ebenso wie die Hennen aufgezogen.

Fur Free Retailer Logo. Unterstützt von VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Tierwohl bei Bekleidung

FUR FREE RETAILER

SPAR hat sich bereits vor vielen Jahren gegen Echtpelz ausgesprochen. 2014 wurde dieses Bekenntnis mit dem Beitritt zum „Fur Free Retailer“-Programm von VIER PFOTEN besiegelt. Das Handelsunternehmen bekennt sich damit offiziell zum Schutz von Pelztieren. Als einer der größten Nahversorger Österreichs führt SPAR neben Lebensmitteln bei INTERSPAR und ausgewählten EUROSPAR- und SPAR-Standorten auch Bekleidung. „Selbstverständlich legen wir bei diesen Produkten größten Wert auf den fairen Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt. So haben wir schon bisher keine Echtpelze in unserem Fixsortiment geführt. Mit dem Beitritt zum ‚Fur Free Retailer‘-Programm (FFR) verbannen wir Echtpelze ganz offiziell aus unserem Sortiment“, garantiert SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel.

„Mit der Entscheidung, offizieller Fur Free Retailer zu werden, setzt SPAR ein klares Zeichen für den Tierschutz. Das Unternehmen ist mit über 1.500 Standorten in ganz Österreich einer der wichtigsten Händler. Wir hoffen, dass weitere heimische Unternehmen folgen“,  freut sich Heli Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN über den neuen Unterstützer.  Bereits seit 2013 verzichtet die SPAR-Konzerntochter Hervis, einer der größten Player im Sport- und Modefachhandel Europas, auf den Pelzverkauf.

Weitere Informationen unter www.vier-pfoten.at

 

Keine Angora-Wolle

Das SPAR-Sortiment ist auch frei von Angora-Wolle. Für die Gewinnung der wärmenden Wolle werden Angora-Kaninchen oft unter qualvollen Bedingungen gezüchtet. Daher führt SPAR keine Textilien, in denen Angora-Wolle verarbeitet wurde.