Produkte ohne Gentechnik_ Ansicht mit Lupe
ARGE Gentechnik-frei ARGE Gentechnik-frei

Neue Gentechnik

Im Juli 2023 hat die Europäische Kommission nach langen Diskussionen und einem über zwei Jahre dauernden Prozess einen Vorschlag zur Neuregelung von Pflanzen, die mit den Verfahren der Neuen Gentechnik (NGT) hergestellt wurden, vorgelegt. Dieser Vorschlag sieht eine komplette Deregulierung für die meisten NGT Produkte vor.

Mit Vertretern des Lebensmittelhandels setzt sich SPAR dafür ein, dass Wahlfreiheit, Bio-Landwirtschaft und "Ohne Gentechnik"-Lebensmittel bei der Entscheidung zum neuen Rechtsrahmen nicht gefährdet werden. Es braucht praxis­taugliche Regelungen für durchgehende Kennzeichnung und Rück­ver­folgbarkeit, vom Feld bis zum Regal, damit Lebensmittel ohne Gentechnik auch in Zukunft als solche produziert, gekenn­zeichnet und vertrieben werden können. 

Nutri Score
Markus Mainka - adobe.stock.com Markus Mainka - adobe.stock.com

Nutri-Score

Im Rahmen des Aktionsplans der EU-Strategie „Farm to Fork“ beabsichtigt die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite von Verpackungen und für die Festlegung von Nährwertprofilen vorzulegen. Der Nutri-Score gilt derzeit als wahrscheinlichstes System für diese Kennzeichnung. Gemeinsam mit anderen Mitstreitern setzt sich SPAR für eine Überarbeitung des Nutri-Score-Systems oder die Einführung einer treffsichereren Alternative ein.

Weitere Informationen zu Nutri-Score finden Sie im wissenschaftlichen Gutachten des vorsorgemedizinischen Instituts SIPCAN. 

Markuswache.com Markuswache.com

Nein zu Glyphosat

Als Vorreiter in Österreich setzt sich SPAR für glyphosatfreie Lebensmittel ein.  Glyphosat wurde aus allen SPAR-Markenprodukten aus dem In- und Ausland verbannt. Die Gesundheit der Kundinnen und Kunden, der Schutz der Artenvielfalt sowie der Böden und Landwirtschaftsflächen haben für SPAR höchste Priorität. 

Im November 2022 richtete der SPAR-Bienenrat einen offenen Brief an die Österreichische Bundesregierung und forderte ein klares NEIN Österreichs zu Glyphosat auf EU-Ebene. 

SPAR verfolgt auch nach der Entscheidung der EU-Kommission vom November 2023, die Zulassung von Glyphosat für weitere 10 Jahre zu verlängern, konsequent seine Position und setzt sich für ein endgültiges Verbot sowie die Förderung von Alternativen für eine biodiversitätsfördernde Landwirtschaft ein.

Mitja Kobal/Greenpeace Mitja Kobal/Greenpeace

EU-/Mercosur-Pakt

Der Handelspakt zwischen der EU und dem südamerikanischen Mercosur (Brasilien, Argentinien, Paraquay, Urugay) wurde 2019 verhandelt. Die Analysen der veröffentlichten Kapitel zeigen, dass der geplante Pakt katastrophal für Österreichs Landwirtschaft, Klima und Gesundheit wäre. SPAR fordert die österreichische Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene gegen den EU-/Mercosur-Pakt zu stemmen. 

Mehr zu Hintergründen und Forderungen im aktuellen Positionspapier:

Naturbelassenes Flussbett im Seebachtals - Nationalpark Hohe Tauern
gettyimages/tinefoto.com gettyimages/tinefoto.com

EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

Der Verlust an natürlichen Lebensräumen ist alarmierend. Gemeinsam mit dem Klimawandel gefährdet dies die menschlichen Lebensgrundlagen und die Grundlagen unserer wirtschaftlichen Aktivitäten. Um den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten, reicht es nicht aus, die verbleibenden natürlichen Lebensräume zu schützen - wir müssen auch in die großflächige Wiederherstellung von Natur investieren. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung zur Wiederherstellung der Natur vorgelegt, über den derzeit im Europäischen Parlament und im Rat entschieden wird.

Zusammen mit weiteren Organisationen fordert SPAR die Verabschiedung eines rechtsverbindlichen EU-Naturschutzgesetzes: