Frau beim Kochen mit grünem Kochbuch
© Susanne Spiel © Susanne Spiel

Was Sie tun können

„Mit dem Essen spielt man nicht“ – das lernte einmal jedes Kind. Und wegwerfen soll man Lebensmittel schon gar nicht. Doch in einer Konsumgesellschaft wie unserer landen viel zu oft Lebensmittel im Müll. Jede Österreicherin und jeder Österreicher wirft jährlich Lebensmittel im Wert von mindestens 100 Euro weg. Österreichweit landen jährlich 157.000 Tonnen genießbare Lebensmittel im Restmüll, nicht mitgezählt sind die Tonnen, die über Bio-Müll und Kanal entsorgt werden. Laut der EU-Studie „Preparatory study on food waste across EU 27“ werfen private Haushalte 42 Prozent der Lebensmittel weg, 39 Prozent landen bereits bei den Herstellern im Müll, 14 Prozent in der Gastronomie und fünf Prozent bei den Einzelhändlern. SPAR setzt sich seit Jahren dafür ein, dass so wenig wie möglich weggeworfen wird. 

Eine “grüne“ Esskultur umfasst die bewusste Auswahl der Lebensmittel ebenso wie das Wissen um Herkunft, Erzeugung und Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung.
 

Alles über einen bewussten Lebensstil gibt es hier.

SPAR Natur*pur Permanenttaschen voller Lebensmittel
© Helge Kirchberger © Helge Kirchberger

Quick-Tipps für Einkauf und Lagerung

Schon einfache Tipps können Ihnen helfen, Ihre kostbaren Lebensmittel länger zu genießen und obendrein leisten Sie einen wesentlichen Beitrag für die Umwelt!



Wir haben für Sie 12 hilfreiche Tipps für den wöchentlichen Einkauf zusammengestellt:

  1.  Vor dem Einkauf lohnt sich ein Blick in den Kühlschrank

  2. Nie hungrig Einkaufen gehen

  3. Einkaufsliste und Wochenplan erstellen

  4. Kaufen Sie nur so viel ein, wie Sie wirklich benötigen

  5. Haltbarkeit prüfen - wann brauche ich welches Lebensmittel?

  6. Geben Sie regionalen- und saisonalen Produkten den Vorzug

  7. Nutzen Sie wiederverwendbare Einkaufstaschen- oder Körbe

  8. Einkaufen mit dem Fahrrad oder zu Fuß schont Klima und spart Spritkosten

  9. Reinigen Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig und stellen Sie Lebensmittel            immer gut verpackt hinein

  10. Platzieren Sie frische Lebensmittel hinten und geben Sie ältere in die erste         Reihe

  11. Frieren Sie Lebensmittel ein, die Sie erst später geniessen wollen

  12. Zaubern Sie köstliche Restl-Menüs, wenn mal was übrig bleibt
     

 

Und hier noch ein paar Infos, was SPAR zum Thema "Lebensmittel sind kostbar" bereits macht.

Lebensmittel richtig lagern

Kühlschrank voller SPAR Lebensmittel. Richtige Lagerung von Lebensmitteln
© Luzia Ellert © Luzia Ellert

Im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung spielt der richtige Umgang mit unseren Lebensmitteln eine wesentliche Rolle. Gerade bei hohen Temperaturen vermehren sich Bakterien, Hefen und Schimmelpilze sehr schnell. Sie lassen Lebensmittel faulen, gären oder verschimmeln. Aber auch Kälte, Wärme oder Feuchtigkeit können zum vorzeitigen Verderb mancher Produkte führen. Das muss aber nicht sein! Beachtet man, dass jedes Lebensmittel unterschiedliche Anforderungen an seinen idealen Lagerort hat, wird die Haltbarkeit verlängert und Müll vermieden. 

Richtiger Einkauf und Transport

Der korrekte Umgang mit Lebensmitteln beginnt bereits beim Einkauf. Die wichtigste Regel lautet: Bei gekühlten Produkten – besonders bei Fisch, Fleisch und Faschiertem – sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Am besten man legt diese Nahrungsmittel erst zum Schluss in den Einkaufswagen und sorgt mit einer Kühltasche oder -box für einen gut gekühlten, möglichst raschen Transport nach Hause. Auch frisches Obst, Gemüse, Salat und Brot trocknen aus und bauen Inhalts-, Farb- und Aromastoffe ab, wenn sie stundenlang im heißen Auto zwischengeparkt werden.

Ordnung im Kühlschrank

Während für die meisten Lebensmittel eine kühle (etwa 0 bis 12° C), nicht zu feuchte und nicht zu trockene sowie dunkle Aufbewahrung in der Küche, in der Vorratskammer oder im Keller genügt, ist für empfindliche Lebensmittel der Kühlschrank der wichtigste Aufbewahrungsort (siehe auch großes Bild). Aber aufgepasst: Man sollte nach dem Einkauf also nicht einfach dort einräumen, wo gerade Platz ist, denn die Kälte nimmt im Kühlschrank nach unten hin zu. Die tiefsten Temperaturen – da herrschen rund zwei Grad – werden über der Glasplatte des Gemüsefachs erreicht. Dieser Platz ist reserviert für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Wurst. In der Mitte liegt die Temperatur zwischen vier und fünf Grad – optimale Lagerbedingungen für Milchprodukte. Käse kommt in den obersten Bereich des Kühlschranks, wobei vor allem Schimmelkäse vom restlichen Käse getrennt abgepackt werden sollte, damit der Schimmel nicht auf die anderen Käsesorten übergreifen kann. Tipp: Käse sollte man nach dem Öffnen jedes Mal wieder in frische Folie einpacken. Das garantiert ein dichtes Abschließen, sodass sich keine Feuchtigkeit und damit kein Schimmel bilden kann. Auch gekochte Lebensmittelreste – abgekühlt und abgedeckt – fühlen sich im obersten Fach wohl. In der Tür werden Butter, Eier, Dressings und Getränke aufbewahrt. Obst und Gemüse finden Platz im etwa 10 Grad warmen Gemüsefach ganz unten im Kühlschrank.

Wir bleiben draussen

Ganz nach der Faustregel „Heimisches liebt es kühl, Exoten mögen es warm“ gehören exotische Früchte wie Ananas, Mango oder Bananen sowie Zitrusfrüchte nicht in den Kühlschrank. Auch stark wasserhaltiges Gemüse wie Gurken, Paprika und Tomaten fühlt sich in der Kälte nicht wohl und verliert Geschmack. Aber Achtung: Es gibt nachreifende Obst- und Gemüsesorten, die das Phytohormon Ethylen absondern und damit den Reifeprozess bzw. den Verderb anderer Obst- und Gemüsesorten beschleunigen. Starke Ethylen-Produzenten sind zum Beispiel Äpfel, Marillen, Bananen, Avocados und Birnen. Sie sollten getrennt voneinander aufbewahrt werden.

Verdorben oder nicht?

Achten Sie schon beim Einkauf darauf: Leicht verderbliche Lebensmittel wie frischer Fisch und Fleisch führen auf der Verpackung ein Verbrauchsdatum. Läuft das Datum ab, dürfen diese Lebensmittel aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verzehrt oder im Supermarkt verkauft werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung hingegen gibt den Zeitpunkt an, bis zu dem das Produkt bei Einhaltung der angegebenen Lagerbedingungen garantiert ohne Qualitätsverlust mindestens haltbar ist. Oft genug sind diese Lebensmittel aber auch noch nach dem Ablauf des Datums genießbar. Das lässt sich mit einem einfachen Sinnestest überprüfen: Sehen, Riechen, Schmecken oder Fühlen – vertrauen Sie Ihren Sinnen! Denn: Wenn Lebensmittel verderben, beginnen sie zu riechen und ihre Konsistenz verändert sich – oft ins Schleimige. Meistens reicht auch ein Blick: So sollte man Konserven, bei denen Boden oder Deckel nach außen gewölbt sind, nicht mehr konsumieren. Bei angeschimmelten Lebensmitteln – z. B. Jogurt, Brot und Marmelade – muss das ganze Lebensmittel entsorgt werden, denn auch wenn der Schimmel nicht sichtbar ist, können Schimmelsporen vorhanden sein. Ausnahme: Beim Käse reicht es, den Schimmel großflächig wegzuschneiden.