Genuss ohne Gentechnik

Jedem Konsumenten sollte auf einen Blick klar sein, dass ein Produkt sicher, qualitativ wertvoll und Gentechnik-frei ist. Daher sind bei SPAR alle Gentechnik-frei erzeugten Produkte am grünen Qualitätszeichen mit der Aufschrift "Gentechnik-frei erzeugt" bzw. "Ohne Gentechnk hergestellt" erkennbar, das von der "Arbeitsgemeinschaft für Gentechnik-frei erzeugte Lebensmittel" ins Leben gerufen wurde. ARGE-Obmann Markus Schöpf: "Alle Lebensmittel, die dieses Zeichen führen, werden streng daraufhin kontrolliert, dass sie während der gesamten Produktion - vom Feld bis zur Verpackung - nicht mit Gentechnik in Berührung kommen. Jede Zutat kann rückverfolgt werden." Bei SPAR führen über 1.000 Produkte das Zeichen.

Hühner, Eier und Korn in Stall
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20 Jahre Arbeitsgemeinschaft für Gentechnik-frei erzeugte Lebensmittel

SPAR Österreich war wesentlich an der Gründung und Entstehung der ARGE Gentechnik-frei vor 20 Jahren beteiligt. ARGE-Obmann Markus Schörpf: "SPAR hat von Anfang an eine führende Rolle in Aufbau und Entwicklung der ARGE Gentechnik-frei bzw. in der Förderung Gentechnik-freier Lebensmittel gehabt. Als Vorstandsmitglied seit der ersten Stunde an hat SPAR die Entwicklung mit beeinflusst und wichtige Impulse gesetzt." Als erster Lebensmittelhändler weltweit hat SPAR eine gesamte Produktlinie - die SPAR Natur*pur Bio-Produkte - durchgehend mit dem Gentechnik-frei Zeichen ausgelobt. "Und auch bei der Umstellung der Eier oder der Milch auf Gentechnik-freie Qualität war SPAR immer bei den Allerersten", setzt Schörpf nach.

Die ARGE Gentechnik-frei ist eine einzigartige Initiative: Vor dem Hintergrund des von mehr als 1,2 Millionen Österreichern unterzeichneten Gentechnik-Volksbegehrens gründeten 1997 führende östererichische Unternehmen aus dem Lebensmittelhandel und -produktion gemeinsam mit dem Bio-Verband Bio-Austria und den Umweltorganisationen Greenpeace und Global 2000 eine Plattform zur Förderung und Unterstützung der Gentechnik-freien Lebensmittelproduktion.

Risikotechnologie Gentechnik!

Seit Jahrhunderten verändert der Mensch Pflanzen und Tiere durch Züchtung. So entstanden zum Beispiel aus natürlichen Pflanzen Kulturprodukte wie Reis oder Weizen in der heutigen Form. Seit knapp dreißig Jahren macht es nun die Gentechnik möglich, das Erbgut von Organismen mit direkten Eingriffen zu verändern. Damit wird es theoretisch möglich, in bisher unvorstellbaren Weise gezielt zu züchten, selbst über Artgrenzen hinweg.

Wegen der mit ihr verbundenen potentiellen Gefahren wird Gentechnik als Risikotechnologie bezeichnet. Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass die möglichen Auswirkungen der Anwendung von Gentechnik nicht abzuschätzen sind. Es wird sowohl von Konsumenten als auch von Produzenten befürchtet, dass Fehler gemacht werden, deren Folgen unabsehbar, nicht zu kontrollieren und unumkehrbar sind. Markus Schörpf, Obmann der ARGE Gentechnik-frei, mahnt zur Vorsicht: „Gentechnik ist eine Risikotechnologie, deren Nutzen für den Konsumenten noch nicht schlüssig bewiesen werden konnte. Im Gegenteil: Da die Gentechnik eine junge Technologie ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es keine langfristigen Veränderungen oder negative Auswirkungen auf Pflanzenphysiologie, Bodenstruktur und eben auch die Gesundheit des Menschen beziehungsweise des damit gefütterten Tieres gibt.“