Tiefgekühltes von der Tiefkühlabteilung der Sparfiliale Lehen
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Natürliche Kältemittel

Der Klimawandel ist heute und in Zukunft die größte Herausforderung für die Landwirtschaft und die Gesellschaft. Dieser Klimawandel wird vor allem von Treibhausgasemissionen verursacht, die auf das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Treibstoff zurückzuführen sind, sowie auf freigesetzte hochgradig klimaaktive Kältemittel. Diese Kältemittel für die Kühlung der Lebensmittel haben eine enorme Wirksamkeit auf die Treibhausgasemissionen: Im Lebensmittelhandel von SPAR Österreich kommen etwa 50 Prozent der Treibhausgasemissionen aus freigesetzten Kältemitteln, die übrigen 50 Prozent aus dem Energieverbrauch aus Strom, Erdgas und Diesel. Entscheidend für diese Treibhausgase sind nicht nur die nachgefüllten Mengen bei neuen Anlagen oder Reparaturen, sondern auch die Art der Kältemittel. Erst in den vergangenen Jahren sind neue Kühltechnologien mit natürlichen Kühlmitteln effizient genug für den flächendeckendenprofessionellen Einsatz entwickelt worden. SPAR setzt diese innovativen Technologien bereits flächendeckend ein.

Flächendeckender Einsatz von Kaskaden-Kühlungen

Bereits seit mehreren Jahren kommt in allen neuen Supermärkten in Österreich eine zentrale Kälte-Wärme-Anlage zum Einsatz, die alle Kühl- und Tiefkühlgeräte im Markt mit Kälte versorgt sowie die Abwärme für die Heizung zurückgewinnt. Kombiniert sind diese Anlagen mit Betonkernaktivierung und Wärmepumpen. Dadurch entfällt der Verbrauch von Erdgas oder Heizöl zur Gänze. Als Kältemittel werden seit 2013 nur noch Fluorkohlenwasserstoff und CO2 (R744) eingesetzt. Ab 2017 werden in neuen Märkten nur noch Kaskaden-Kälteanlagen mit C02 (R744) eingebaut.

Energiesparende Kühlmöbel

In den Supermärkten sind für die Kunden unterschiedliche Kühlmöbel sichtbar, die je nach Bedarf unterschiedlich ausgestattet sind. Für Tiefkühlprodukte setzt SPAR auf Schränke und Truhen mit Türen. In allen neuen Tiefkühlschränken sind die Türen mehrfach verglast und mit LED beleuchtet. In der Kühlung von Frischeprodukten wird bewusst auf Türen verzichtet. Durch die hohen Absatzmengen der Produkte, beispielsweise bei Butter, Milch oder Jogurt, würden Türen ständig geöffnet und geschlossen und bei jeder Bewegung kalte Luft aus dem Gerät in die Umgebung ziehen. Die Kühlmöbel sind daher mit einem Luftvorhang ausgestattet, der die Kälte im Gerät und die Wärme im Markt trennt. Beim Entnehmen eines Produkts wird nur der Luftstrom unterbrochen, die Kälte bleibt großteils im Kühlgerät bestehen. Außerhalb der Öffnungszeiten werden Kühlschränke und -truhen mit Rollos verschlossen, um Energie zu sparen.

Innovative Kühlung in Ebergassing

Gekühlte Produkte werden auf 19.000 m2 des neuen SPAR-Lagers in Ebergassing gelagert. Die Kälte dafür liefert die erste transkritische CO2-Kälteanlage für Verteilzentren in Österreich, die Carrier in Ebergassing installiert hat. Durch den Einsatz des natürlichen Kältemittels CO2 hilft das nachhaltige System, die Energieeffizienz des Logistikzentrums zu verbessern und seine CO2-Bilanz zu reduzieren. Die im Kälteprozess erzeugte Abwärme kann zurückgewonnen und für die Raumheizung genutzt werden. Im SPAR-Logistikzentrum werden ungefähr 500kW der Heizleistung über die Kühlung zurückgewonnen.