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NACHHALTIGKEIT

Tipps und Tricks gegen Lebensmittelverschwendung

„Mit dem Essen spielt man nicht“ – das lernte einmal jedes Kind. Und wegwerfen soll man Lebensmittel schon gar nicht. Doch in einer Konsumgesellschaft wie unserer landen viel zu oft Lebensmittel im Müll. Jede Österreicherin und jeder Österreicher wirft jährlich Lebensmittel im Wert von mindestens 100 Euro weg. Österreichweit landen jährlich 157.000 Tonnen genießbare Lebensmittel im Restmüll, nicht mitgezählt sind die Tonnen, die über Bio-Müll und Kanal entsorgt werden. Laut der EU-Studie „Preparatory study on food waste across EU 27“ werfen private Haushalte 42 Prozent der Lebensmittel weg, 39 Prozent landen bereits bei den Herstellern im Müll, 14 Prozent in der Gastronomie und fünf Prozent bei den Einzelhändlern. SPAR setzt sich seit Jahren dafür ein, dass so wenig wie möglich weggeworfen wird.

Daher geben wir auch gerne Tipps zum bedarfsgerechten Einkauf, der richtigen Lagerung und dem restlosten Genuss von Lebensmitteln. 

NACHHALTIGKEIT

Grün einkaufen: regional und saisonal

Umweltbewusste Ernährung beginnt beim Einkauf: bewusste Auswahl der Produkte hilft, das Klima zu schonen. Regionale und saisonale Produkte wachsen in Österreich, brauchen keine langen Transportwege und schonen von sich aus schon die Umwelt.
Die richtige Lagerung zu Hause verlängert die Haltbarkeit und verringert damit Lebensmittel-Abfälle. Und wenn einmal doch zu viel im Einkaufskorb gelandet ist, geben wir Tipps für die Restlküche.

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NACHHALTIGKEIT

Restlos genießen

In der Steiermark hat SPAR gemeinsam mit Saubermacher Tipps und Rezepte zum Restlverkochen zusammengefasst.

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Mahlzeit!

Die fünf Gebote der Green Cuisine

Eine “grüne“ Esskultur umfasst die bewusste Auswahl der Lebensmittel ebenso wie das Wissen um Herkunft, Erzeugung und Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung. Lassen Sie sich von uns mit fünf einfachen Grundsätzen zum Öko-Lifestyle anleiten. Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen. Wer kennt nicht diese Redensart, die heute wieder an Aktualität gewinnt. Essen ist mehr als Aufnahme von lebensnot- wendigen Kalorien, Vitaminen und Spurenelementen. Essen ist auch sinnliche Einverleibung, bewusstes Achten auf die Gesundheit, gemeinsames Erleben und Genuss. Aber ebenso wichtig wie das Sattwerden und die soziale Dimension sind die ökologischen Aspekte. Denn: Was wir essen, wirkt sich auf unsere Umwelt aus. Was können wir tun, um unsere Ressourcen zu schonen und diese für zukünftige Generationen zu erhalten? Wie können wir die wirtschaftliche Stabilität der regionalen Erzeuger unterstützen, einen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit leisten und auch für die Gesundheit etwas Gutes tun? ÖKOLOGIE ALS LEITIDEE DES 21. JAHRHUNDERTS
SPAR ist es seit Jahrzehnten ein Anliegen, in allen Unternehmensbereichen sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortungsvoll zu handeln. Daher wurden die Richtlinien dafür bereits 1990 in den Unternehmensgrundsätzen verankert. Dazu gehört auch, dass SPAR-Eigenmarken wie etwa SPAR Natur*pur, SPAR Vital, SPAR Veggie und SPAR wie früher Zeichen setzen für die Natur, die regionale Landwirtschaft, die gesunde Ernährung und die Artenvielfalt. Dass Nachhaltigkeit und Genuss dabei wunderbar Hand in Hand gehen, zeigt “Das grüne Kochbuch“ von SPAR mit mehr als 120 saisonalen Rezepten, kulinarischen Ideen für die Restl-Küche und praktischen Öko-Ratschlägen.
Lassen Sie sich inspirieren und mit den folgenden fünf einfachen Grundsätzen dazu verführen, mit Bedacht einzukaufen, Ihre Gerichte mit Liebe zuzubereiten und sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren. Sie haben es in der Hand, Ihr Einkaufsverhalten sowie Ihre Koch- und Essgewohnheiten hin zu einem grünen Lifestyle zu ändern. GRÜN EINKAUFEN
Grüner Genuss ist kein Zufall. Daher lautet der erste Grundsatz: Planen Sie Ihren Einkauf. Was will ich essen, welche Mengen benötige ich, zu welchen Lebensmitteln greife ich? Eine sorgfältig zusammen- gestellte Einkaufsliste hilft dabei, bewusst zu umweltfreundlichen Produkten zu greifen sowie die benötigten Mengen richtig einzuschätzen. Durch die wohlbedachte Auswahl von begrenzt haltbaren Lebensmitteln, Sonderangeboten und Großpackungen bleiben keine Lebensmittel übrig, die weggeworfen werden müssen.
SAISONALE, REGIONALE UND BIO-PRODUKTE SPAREN CO2
Klimaschonend produzierte Nahrungsmittel haben keine langen Transportwege, enthalten weniger Schadstoff-Rückstände, verbrauchen weniger Energie und weniger Wasser. Das schont die Umwelt und unsere Ressourcen. Ziehen Sie deshalb saisonales, regionales Obst und Gemüse weit gereisten Sorten vor, wenn möglich in Bio-Qualität. Wer sich am Erntekalender orientiert und die Vielfalt von Saison und
Region nützt, wird mit intensivem Geschmack sowie wertvollen Inhaltsstoffen belohnt. Auch frische Kräuter, die wunderbar auf der Fensterbank gedeihen, sind ein “Must-have“ der grünen Küche.Generell bleiben bei Bio-Produkten Mensch und Umwelt von den “Nebenwirkungen“ des konventionellen Landbaus verschont: kein Pestizideinsatz, keine großflächigen Monokulturen, kein Einsatz von Gentechnik, keine synthetischen Farb- und Konservierungsstoffe – dafür ein Ökosystem im Gleichgewicht. Außerdem werden Tiere im Bio-Landbau artgerecht gehalten, haben ausreichend Platz, Licht und frische Luft – wie Sie im Artikel über SPAR Natur*pur Bio-Ostereier auf Seite 45 nachlesen können. Österreichs Landwirtschaft arbeitet mit hohen Qualitätsstandards, die laufend streng kontrolliert werden. Gütesiegel wie das AMA-Zeichen garantieren, dass nur beste, herkunftgeprüfte Qualität im Einkaufskorb landet. FAIR GEHANDELTE PRODUKTE
Mit gutem Gewissen fair zu essen bedeutet, bei Lebens- und Genuss- mitteln wie Kaffee oder Kakao, Reis oder Gewürzen, die nicht regional angebaut werden können, zu Produkten aus fairem Handel zu greifen. FAIRTRADE-Lebensmittel garantieren seit über 20 Jahren, dass die Menschen, die sie herstellen, faire Preise für ihre Arbeit erhalten, die die Existenz ihrer Familien sichert.Auch wenn es um die Verpackung der Lebensmittel geht, sind sowohl Konsumenten als auch SPAR gefordert. Der Griff zu Nahrungs- mitteln, die in umweltfreundliche Verpackungen aus Zellulose-Folie oder aus wiederverwertetem Kunststoff gehüllt sind, in Karton statt in Plastik, in recycelte PET- Flaschen – all das hilft, die Müll- berge zu verringern und spart Energie in der Herstellung. Einen grünen Pluspunkt gibt es für jene, die den Einkaufskorb von daheim mitnehmen oder den Einkauf in einer umweltfreundlichen Tragetasche nach Hause bringen.
GRÜN LAGERN
Die richtige Lagerung der Lebensmittel hält nicht nur den Nährwert im Produkt, sondern sie verlängert auch die Haltbarkeit, wodurch wiederum Müll vermieden werden kann. Im Kühlschrank ist es oben wärmer als unten, weshalb die Lebensmittel entsprechend eingeordnet werden sollten: Käse oben, Milchprodukte in der Mitte, Fleisch und Wurst unten, Gemüse ins Gemüse-, Eier ins Türfach. Für Obst und Gemüse, die in der Speisekammer aufbewahrt werden, gibt es ebenfalls ein paar Regeln zu beach- ten. Äpfel und Tomaten etwa sollten immer gesondert gelagert werden, denn sie scheiden Ethylen aus, auf das andere Gemüsesorten empfindlich reagieren und dadurch schneller verderben. Kartoffeln mögen es dunkel, Wurzelgemüse lagert am liebsten in einem gelochten Folienbeutel, Knoblauch und Zwiebeln brauchen frische Luft, Blattsalat hält, in feuchtes Zeitungspapier eingeschlagen, zwei Tage länger.
GRÜN KOCHEN
Grün kochen bedeutet nicht nur, zu ausgesuchten Zutaten zu greifen, sondern auch, bei der Zubereitung Energie und Wasser zu sparen. Das Kochen mit Deckel – etwa bei Kartoffeln – verbraucht ein Drittel der Energie, die beim Kochen ohne Deckel aufgewendet werden muss. Ebenso lässt sich Strom sparen, wenn Pfannengerichte zugedeckt gegart und dem Kochen im Backofen vorgezogen werden.Ein Schnellkochtopf spart rund 70 Prozent Strom, auch ein Wasserkocher für den Nachmittagstee macht sich in der Energiebilanz positiv bemerkbar. Es lohnt sich auch, die Kochplattengröße zu beachten: Ist der Durchmesser des Topfes etwa um drei Zentimeter kleiner als der Durchmesser der Kochplatte, verpuffen 30 Prozent der Energie. Und zum Schluss: Schalten Sie den Geschirrspüler erst dann ein, wenn er tatsächlich voll ist.
GRÜN ESSEN
Würden wir heute noch so essen wie unsere Großeltern, wären Fleisch, Fisch und exotische Früchte keine tägliche Selbstverständlichkeit, sondern seltener Luxus. Früher kam nur sonntags ein Braten auf den Tisch, Gemüse und Obst gab es nur aus dem eigenen Garten oder aus der Region. Heute liegt der Fleischverzehr in Österreich bei rund 70 kg pro Person und Jahr. Von der Deutschen Ernährungsgesellschaft DGE empfohlen wird jedoch deutlich weniger: pro Woche bis zu zwei Fleischmahlzeiten à 150-300 Gramm sowie bis eine Portion Fisch à 150-220 Gramm. Wer weniger zu Fleisch und dafür öfter zu pflanz- lichen Lebensmitteln greift, entlastet auch die Öko-Bilanz. Denn: Die Viehhaltung verursacht 18 Prozent aller Treibhausgase. Das ist mehr als der gesamte Transportsektor.
FISCH IST NICHT GLEICH FISCH
Fisch ist die Basis für viele kulinarische Köstlichkeiten und hat durch das hochwertige Eiweiß und die essenziellen Omega-3-Fettsäuren viel zu bieten. Doch nur, wer bei der Fischauswahl bewusst und umsichtig handelt, hilft auch dem Arten- und Umweltschutz. Denn: 85 Prozent der weltweiten Fischbestände sind durch Überfischung vom Aussterben bedroht. SPAR bietet deshalb vermehrt heimischen Fisch, Bio-Fisch sowie nachhaltige Meeresfrüchte- und Fischprodukte an, die das MSC- und ASC-Siegel tragen. Denn das bürgt dafür, dass der Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt und nicht mehr Fische dem Meer entnommen werden als natürlicher- weise nachwachsen. Mehr noch: Bis Ende des Jahres wird SPAR in Kooperation mit der Naturschutzorganisation WWF ihr gesamtes Fischsortiment auf nachhaltige Produkte umstellen.
GRÜN HANDELN
Essen wegzuwerfen findet niemand gut. Denn alle Produkte, die wir kaufen, verursachen Treibhausgasemissionen, etwa bei der Herstellung und beim Vertrieb. Dennoch landen in Österreich Lebensmittel im Wert von durchschnittlich 300 Euro pro Jahr und Haushalt ungenützt im Abfall. Entweder, weil sie falsch gelagert wurden, ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum mit verdorbener Ware gleichgesetzt oder zu viel eingekauft wurde. Mit einer geschickten Einkaufsplanung und etwas Fantasie beim Kochen hat es jeder in der Hand, seinen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung zu leisten. Sollten also dennoch einmal Lebensmittel übrig bleiben, ist Improvisationstalent gefragt. Üben Sie sich in kreativer Kochkultur und experimentieren Sie beim Kochen durch das Austauschen von Zutaten und die Abwandlung von Rezepten. Sie werden von den Ergebnissen überrascht sein.
ESSEN ALS GEMEINSAMES FEST
Die grüne Küche hinterfragt nicht nur alle Aspekte der Esskultur von der Herkunft bis zur Zubereitung, sie stellt auch das in den Mittel- punkt, was die Menschen verbindet – das gemeinschaftliche Erleben. Und das sollte wie ein kleines Fest zelebriert werden, wie ein wunder- barer Moment, in dem man zusammensitzt, um zu genießen und zu plaudern.

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Green Cuisine

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SPAR Mahlzeit! im pdf-Format

Mehr Tipps zum richtigen Einkauf und Einlagern finden Sie in der SPAR Mahlzeit!