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Lehre bei Spar

Zu Besuch bei TANN

Früh übt sich, wer ein Meister werden will

Steiermark

Barbara Ofenluger hat bei TANN eine Lehre gestartet, die viele junge Frauen kaum in Betracht ziehen. Sie befindet sich zurzeit im zweiten Lehrjahr zur Fleischverarbeiterin. Doch wie kam es zum eher ungewöhnlichen Berufswunsch? Wir haben sie im TANN-Betrieb in Graz besucht.

Das Fleischergewerbe wurde Barbara praktisch von Kindheit an zuhause in Bruck an der Mur vorgelebt: „Mein Onkel hat eine Wirtschaft. Schon früh habe ich damit begonnen, ihm bei der Hausschlachtung zu helfen. Diese Arbeit hat mich damals schon sehr interessiert." Weil Barbara in ihrem Heimatort nach Abschluss in einer Haushaltungsschule keine Lehrstelle als Fleischverarbeiterin fand, riet ihre Mama, sich in Graz beim Fleischproduktionsbetrieb der SPAR/TANN zu bewerben. 

Dort freute man sich sehr über den weiblichen Zuwachs. Den gab es hier nämlich seit Jahren nicht mehr. „Zwar schnuppern immer wieder ein paar Damen bei uns in den Beruf rein, doch die meisten erkennen, dass das doch nichts für sie ist. Barbara ist sehr bemüht und fleißig, steht den Burschen in überhaupt nichts nach", sagt ihr Lehrlingsausbildner Ewald Bracher mit stolzer Miene. Auch mit den männlichen Kollegen versteht sie sich prächtig. Sorgen, dass sie sich womöglich nicht anpassen könnte, blieben unbegründet. „Nach dem ersten Tag wusste ich, dass hier alle super sind!"

Schon früh morgens um 4 Uhr beginnt Barbaras Tag. Sie fährt täglich von der Obersteiermark nach Graz, um pünktlich um 6 Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Das frühe Aufstehen machte anfangs Probleme. „Da musste ich nach der Arbeit erstmal schlafen gehen. Dann aß ich etwas, nur um mich etwas später wieder hinzulegen, damit ich in der Früh auch wohl wieder rechtzeitig wachwerde." Nach dieser schwierigen Eingewöhnungsphase wurde es aber rasch besser, mittlerweile hat sich ihr Körper an den Rhythmus gewöhnt.

Zurzeit besteht Barbaras Hauptaufgabe im fachgerechten Zerlegen des Fleisches. Hier zählt eine gute Mischung aus Geschick, Technik, körperlicher Kraft und präziser Arbeit. Aber auch andere Tätigkeiten wie das Wursten, Pökeln oder Räuchern stehen bei ihr an der Tagesordnung. So bekommt die junge Nachwuchsfleischerin eine vielseitige Ausbildung, die sie für die Zeit nach der Lehre optimal vorbereitet. Aber auch für nationale und europaweite Wettkämpfe.

„Im dritten Lehrjahr bereiten wir unsere Lehrlinge in Zusammenarbeit mit unserem Gebietsleiter der TANN-Filialen Andreas Hofer immer auf den Lehrlingswettbewerb vor", erklärt Bracher. Zunächst auf Landes-, dann auf Bundesebene, kann der Nachwuchs sein Können in sieben anspruchsvollen Disziplinen beweisen. Die besten Talente werden dann zur Europameisterschaft geschickt. „Wir schauen natürlich, dass wir mit Barbara dorthin gelangen", sagt ihr Lehrlingsausbildner zuversichtlich. Große Aufgaben, die Barbara in nächster Zeit bevorstehen. Doch mit ihrer positiven Einstellung zum Beruf, mit guter Arbeit und Ehrgeiz alles erreichen zu können, ist die Nachwuchsfleischerin auf dem besten Weg.