MAHLZEIT! MAGAZIN 06-2017

Fairer Fischgenuss bei SPAR

16.11.2017

Der WWF bestätigt: Seit Beginn der Kooperation mit SPAR im Jahr 2011 sind nun tatsächlich alle Fischprodukte der SPAR-Eigenmarken verantwortungsvoll gefangen oder gezüchtet. Die Markenprodukte ziehen mit 97 Prozent nach. Damit ist SPAR der nachhaltigste Fischhändler Österreichs.

Rund acht Kilogramm Fisch essen wir Österreicher durchschnittlich pro Jahr. Tendenz steigend. Vor allem zu Weihnachten wird traditionell gerne Fisch aufgetischt. Gleichzeitig jedoch sind die Meere bereits zu 90 Prozent bis an die Grenze befischt oder bereits überfischt. Wie gehen diese beiden Themen unter einen nachhaltigen Hut? Kann man da Fisch überhaupt mit gutem Gewissen genießen? Man kann! ZU

100 PROZENT VERANTWORTUNGSVOLL

Im Wissen, welche Verantwortung auf den Schultern eines großen Unternehmens lastet, hat SPAR sich bereits 2011 als erster Lebensmittelhändler dazu entschlossen, sein gesamtes Fischsortiment auf verantwortungsvolle Quellen umzustellen. Dazu prüft der WWF Österreich seither laufend sämtliche Fischprodukte nach Fischart, Fanggebiet und Fangmethode und berät bei Verbesserungen. Bewertet wird das Fischsortiment nach einem Ampelsystem: Grün steht für nachhaltig, gelb für in Ordnung, aber verbesserungsfähig, und rot beurteilte Produkte sollten ausgelistet werden. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest steht das erfreuliche Ergebnis der jahrelangen Bemühungen von SPAR und WWF fest: Der WWF stuft heuer alle 103 Fischprodukte der SPAR-Eigenmarken zu 100 Prozent als verantwortungsvoll ein! Und auch das Fisch-Gesamtsortiment inklusive Markenprodukten kann sich sehen lassen: 97 Prozent aller 457 Fisch-Produkte sind laut WWF verantwortungsvoll gefangen oder gezüchtet – sowohl in der Kühlung, der Tiefkühlung, im Glas als auch in der Dose. Plus: Alle INTERSPAR-Frischfischtheken sind MSC-zertifiziert, die SPAR Gourmet- Frischfischtheken sind sowohl MSCals auch ASC-zertifiziert und alle 52 INTERSPAR-Restaurants bieten auch MSC-zertifizierten Fisch an. Der Schutz der Meere ist damit keine Luxusfrage: Nachhaltig gefangenen Fisch gibt es bei SPAR in jeder Preisklasse – von S-BUDGET bis zu SPAR PREMIUM, beliebte Gerichte wie gebackene Scholle oder Dorsch stammen damit verlässlich aus nachhaltigem Fang. Doch SPAR und der WWF sehen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. „Wir wollen auch die restlichen drei Prozent des Fischsortiments auf verantwortungsvoll umstellen. Da sind Verbesserungen bei den nicht zertifizierten Garnelen sowie bei den Sardinen und den Sardellen notwendig, denn deren Bestand im Atlantik ist zurückgegangen“, bringt WWF-Meeresbiologe Axel Hein das ambitionierte Ziel für 2018 auf den Punkt.

BEWUSST EINKAUFEN UND GENIESSEN
Für Genießer, die – nicht nur zu Weihnachten – mithelfen möchten, dass der Fisch-bestand in den Meeren geschont wird, gibt es eine gute Entscheidungshilfe. Hein: „Hier sind Produkte, die das MSC-Siegel für Meeres-Wildfang und das ASC-Siegel für Zuchtfische tragen, eine verantwortungsvolle Wahl. Denn die Siegel garantieren, dass beliebte Speisefische wie Lachs, Kabeljau, Scholle oder Garnelen entweder aus MSC-zertifizierten Fischereien oder aus ASC-zertifizierten Aquakulturen stammen.“ Oder man gibt heimischen Fischen den Vorzug – allen voran Karpfen, Bachforelle und Bachsaibling. Hein erklärt: „Bei Karpfen aus heimischen Teichen beispielsweise kann man nichts falsch machen. Er ist ein Allesfresser, wird mit Getreide gefüttert und ernährt sich ansonsten davon, was sonst noch im Teich drinnen ist. Und: Er braucht kein Futter aus Fischmehl.“

SPAR UNTERSTÜTZT KONKRETE WWF-MEERESSCHUTZPROJEKTE
Eine zusätzliche Bewandtnis hat es auch mit besonders nachhaltigen SPAR-Fischprodukten, die das WWF-Logo auf der Verpackung haben: Von jedem verkauften Fischprodukt mit dem Panda-Logo fließt ein Teil des Erlöses in den WWF-Meeresschutz. Hein: „Damit finanzieren wir Projekte im Korallendreieck im Pazifik, der artenreichsten Meeresregion der Welt. Dank der Kooperation mit SPAR können wir dort zum Beispiel die Wiederaufforstung von Mangroven-wäldern unterstützen, die ein enorm wichtiger Küstenschutz und Kinderstube für zahlreiche wichtige Speisefische sind.“