MAHLZEIT! MAGAZIN 06-2017

Bio-Küchenkräuter für die Seele

16.11.2017

Mit den SPAR wie früher Bio-Küchenkräutern, die nach alten Rezepten aus dem Europa-Kloster Gut Aich in St. Gilgen von Pater Dr. Johannes Pausch entwickelt wurden, holen Sie sich ein Stück schmackhafte Kraft der Natur auf Ihre Teller.

Sie tragen Namen wie „Bauchwohl“, „Kinderlachen“ oder „Weg mit dem Stress“, „Mut & Zuversicht“, „Vital in den Morgen“ und „Abendruhe“ – aus gutem Grund, wie Pater Johannes Pausch, Prior des Europaklosters Gut Aich in St. Gilgen und verantwortlich für die Entwick- lung der Rezepturen für die neuen SPAR wie früher Bio-Kräutermischungen, erläutert: „Küchen- und Heilkräuter sind seit jeher kostbare Lebensmittel. Zum einen wegen ihres wunderbaren Geschmacks, zum anderen aber auch wegen ihrer vielfältigen Wirkungen auf Leib und Seele. Was liegt da näher, als beides auch gleich bei der Namens-gebung zu vereinen? So wird auf den ersten Blick klar, worauf die Kräuter-mischungen abzielen und die Hobby-köche können ihre Gerichte entsprechend beseelen.“ Nach diesem Motto soll etwa die Mischung „Mut & Zuversicht“, die Pater Johannes speziell für Frauen entwickelt hat, ihnen Kraft und Selbstvertrauen schenken. Für einen guten Start in den Tag sorgt „Vital in den Morgen“, für einen sanften Ausklang „Abendruhe“.

„Bitterkräuter können ein angenehmes Bauchgefühl vermitteln und unser seelisches Wohlbefinden stärken. Nicht nur sauer macht lustig, sondern bitter macht fröhlich.“ PATER JOHANNES PAUSCH, Prior des Europaklosters Gut Aich

WIE DIE MENSCHEN SO DIE KRÄUTER
Hinter seiner Idee, für die Menschen eine Art spirituelle Begleiter im Glas zu entwickeln, steckt ein einfaches Prinzip, wie Pater Pausch erklärt: „Zwei Zutaten waren ausschlaggebend: Die lebendige Tradition im Umgang mit Kräutern, die wir Benediktinermönche seit Jahrhunderten pflegen, in Verbindung mit einem Gespür dafür, was die Menschen heute brauchen.“ Den Grundstein dafür hat Pater Johannes schon in der Kindheit gelegt, wie er voller Leidenschaft erzählt: „Seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich von Kräutern fasziniert. Ich sehe in ihnen Lebewesen, die uns Menschen sehr ähnlich sind. Manche passen sehr gut zusammen, ergänzen einander und stützen und helfen sich gegenseitig. Andere dagegen können gar nicht miteinander und behindern sich in der Entwicklung. Jedes Kraut hat seinen eigenen Lebensstil und -rhythmus. Bringt man aber die richtigen zusammen, bekommt man eine kraftvolle, sich gegenseitig verstärkende Ladung verschiedenster Wirk- und Geschmacksstoffe.“ Bis zu 22 von ihnen mischt Pater Pausch für die Bio-Küchenkräuter zusammen. Je mehr, desto besser? "Nicht unbedingt. Aber die Küchenkräuter für die Seele sollen das gesamte Wohlbefinden stärken. Dafür gilt es, ausgewogene Kombinationen zu finden", erklärt der Kräuter-Pater.

„Nicht nur kleine, sondern auch grosse Kinder benötigen Hilfe, um ihre Kräfte entfalten zu können. Heilpflanzen sind eine praktische Ermutigung zum Leben.“
PATER JOHANNES PAUSCH, Prior des Europaklosters Gut Aich

MEHR ALS DIE SUMME IHRER TEILE

Besonders fasziniert ihn dabei die Vielzahl an Wirkstoffen in den einzelnen Kräutern und in weiterer Folge, wie ideal sich diese Komponenten ergänzen. Pater Pausch konkretisiert: „Wenn wir Melisse, Löwenzahnblüten oder Kapuzinerkresse jeweils allein verwenden, nehmen wir – je nach Kraut – eine Reihe unterschiedlicher Wirkstoffe auf. Aber zusammen kombiniert entfalten sie noch zusätzliche Kräfte, verstärken sich gegenseitig, ergänzen sich, sind mehr als jedes für sich.“ Als besonders wichtig für seine Kräutermischungen erachtet der Benediktiner-Pater Bitterstoffe: „Viele von uns kennen das Gefühl, dass ein bitteres Erlebnis durchaus heilkräftige Veränderungen in unserem Leben in Gang setzen kann. Auf das Bittere in unserer Nahrung trifft das ebenfalls zu. „Außerdem“, ergänzt Pater Johannes, „geben sie jedem Lebensmittel geschmackliche Tiefe und Fülle. Ein guter Rotwein verschafft uns ja nicht unbedingt durch den Alkohol ein gutes Gefühl, sondern weil er mit einer Fülle von Bitterstoffen für Wohlgeschmack sorgt.“

„Jeden Abend sollen wir zur inneren Ruhe zurückkehren, damit uns ein erholsamer Schlaf geschenkt wird. Morgen ist ja auch noch ein Tag.“ PATER JOHANNES PAUSCH, Prior des Europaklosters Gut Aich

EXPERIMENTIEREN ERWÜNSCHT
Geschmacklich halten sich die Bio-Küchenkräuter für die Seele dezent im Hintergrund. „Sie unterstützen eher das Eigenaroma der Speisen – jede Kräutermischung auf ihre eigene Weise“, beschreibt Johannes Pausch das Aroma. Die beste Wirkung können wir den Kräutern entlocken, indem wir sie konsequent und maßvoll einsetzen – idealerweise mithilfe anderer Lebensmittel, die als Geschmacksträger fungieren. Natürliche Fette bieten sich dazu besonders an, etwa Butter und Pflanzenöle. Pater Pausch: „Am liebsten esse ich ein Butterbrot mit einer der Bio-Kräutermischungen darübergestreut.“ Die Bio-Küchenkräuter eignen sich aber auch als Beigabe in süßen Speisen wie z.B. Apfelgelee oder Marmelade. Eier- und Fleischspeisen, Hülsenfrüchte, Getreide und Gemüse wie Kartoffeln oder Karotten profitieren ebenfalls von den Bio-Kräutermischungen. „Ich hoffe, die Kräutermischungen ermutigen die Menschen, selbst mit diesen wunderbaren Gaben der Natur zu experimentieren,“ wünscht sich der Benediktiner-Pater, „denn ich bin überzeugt, sie halten Leib und Seele in Balance und schenken Freude.“

„Das ‚gute Mass, die Mutter des Lebens‘ und die balancierte Ausgeglichenheit sind nach der Regel des heiligen Benedikt die Grundlagen für alles Leben.“ PATER JOHANNES PAUSCH, Prior des Europaklosters Gut Aich