MAHLZEIT! MAGAZIN 03-2017

Neu in Österreich: Bio-Kapselkaffee in FAIRTRADE-Qualität

24.05.2017

SPAR hat das breiteste FAIRTRADE-Kaffeesortiment aller österreichischen Supermärkte. Jetzt kommt auch noch Österreichs erster fairtrade Bio-Kapselkaffee dazu.

Liebling, der Kaffee ist fertig! Gehören Sie auch zu den Menschen, für die ein Tag erst mit einer Tasse Kaffee startet und die untertags 2–3 Häferl davon genießen? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn laut Statistik Austria trinken Herr und Frau Österreicher etwa drei Tassen Kaffee täglich. Das entspricht ca. 170 Litern bzw. 8,3 kg Kaffee pro Jahr. Für alle, die dabei auf Kapseln setzen, bringt SPAR eine absolute Innovation auf den Markt: FAIRTRADE Bio-Röst­kaffee in Kapseln. Die neuen SPAR Natur*pur Bio-Kapselkaffees sind in den Sorten Bio-Espresso und Bio-Kaffee Lungo erhältlich. FAIRTRADE-Geschäftsführer Hartwig Kirner ist erfreut: „Nachdem SPAR 1999 als erster Lebensmittelhändler FAIRTRADE-Bananen und -Rosen nach Österreich gebracht hat, leistet das Unternehmen auch hier wieder wichtige Pionierarbeit.“ Denn, so Kirner weiter: „Fair gehandelter Kaffee trägt ganz wesentlich zur nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der kleinstrukturierten Kaffeebauern in Entwicklungsländern bei.“

ORGANISATION IN BAUERN-KOOPERATIVEN

Derzeit gibt es 445 Kaffee-Kooperativen mit über 800.000 Bauern in 30 Ländern. Der FAIRTRADE-Kaffee für den SPAR Natur*pur Bio-Kapselkaffee wird von Kleinbauernfamilien in Zentral- und Südamerika sowie Afrika produziert. Um sie vor großen Problemen wie Armut, Ernteausfällen, Folgen des globalen Klimawandels, Absatzschwierigkeiten, unseriösen Zwischenhändlern oder schwankenden Kaffeepreisen zu schützen, hilft FAIRTRADE diesen Produzenten mit vielfältigen Maßnah­men. So werden die kleinstrukturierten Bauern, die im Schnitt 1,4 Hektar Land besitzen, dabei unterstützt, sich in demokratisch organisierten FAIRTRADE-zertifizierten Genossenschaften zusammenzuschließen. Kirner: „Dadurch können sie sich gegenseitig helfen, gemeinsame Geräte anschaffen und größere Kaffeemengen produzieren – was den Absatz am Weltmarkt erleich­tert.“ „Außerdem“, so Kirner weiter, „bewahrt sie die Zusammenarbeit in einer FAIRTRADE-Kooperative vor der Ausbeutung durch dubiose Zwischen­händler, da die gesamte Lieferkette und damit auch jeder Einkäufer, Importeur, Röster und Händler FAIRTRADE-zertifi­ziert sein muss und unseren Regeln sowie deren strenger Kontrolle durch die unabhängige Zertifizie­rungsstelle FLOCERT unterliegt.“

MINDESTPREISE UND PRÄMIEN

Um sich eine sichere und gute Existenz aufbauen zu können, erhalten die Bauern für ihren Kaffee einen von FAIRTRADE garantierten Mindestpreis und damit ein stabiles Einkommen. Zusätzlich dazu gibt es eine Prämie für Investitionen in Sozialprojekte wie Schulen und Straßen sowie in gemeinnützige Produktionsanlagen. Für die Produktion in Bio-Qualität erhalten die Bauern weitere Zuschläge. Im Gegenzug für diese umfangreiche Hilfe und fairere Entlohnung müssen sich die Kaffeeproduzenten an arbeitsrechtliche Standards halten. Kirner: „Dazu gehört vor allem das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit. Außerdem müssen sie die Umwelt und die Ressourcen schonen, indem sie Wassermanagement betreiben, bestimmte Spritzmittel nicht einsetzen, für ihre Anbaufläche keinen Primärregenwald abholzen und auch kein gentechnisch verändertes Saatgut einsetzen.“ Die Einhaltung dieser Öko-Kriterien wird vor Ort von FLOCERT-Auditoren überprüft.

Das Ergebnis dieser gemeinsamen Anstrengungen zeigt sich aber nicht nur in der Verbesserung der sozialen Lage der Bauern und einem nachhaltigen Umgang mit der Umwelt, sondern auch in der Top-Qualität des Bio-Kaffees.