MAHLZEIT! MAGAZIN 03-2017

Bitte ohne Hormone

24.05.2017

Alle Kosmetika der Eigenmarken Beauty Kiss, Sun Kiss und S-BUDGET werden der Gesundheit zuliebe ohne hormonähnlich wirksame Zusätze hergestellt.

Die Haut ist das größte und auch eines der sensibelsten Organe des Menschen. Sie schützt uns vor Hitze, Kälte, Verletzungen und Umwelteinflüssen. Deshalb sollte man sorgfältig darauf achten, welche Produkte man für die Pflege und den Sonnenschutz verwendet. Ideal sind Kosmetika, die keine Chemikalien enthalten, die unseren Stoffwechsel beeinflussen können – wie die Sonnenpflege- Produkte von SUN KISS.

Duschgels, Zahnpasten, Körperlotionen, Sonnenschutzmittel: Viele Pflegeprodukte, die wir täglich verwenden, enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe und könnten gefährliche Nebenwirkungen auslösen. Besonders beängstigend sind Chemikalien, die wie Hormone gebaut sind und daher auch wie natürliche Hormone im Körper wirken können. Dazu gehören z. B. einige Konservierungsstoffe (Parabene), Sonnenfilter gegen ultraviolettes Licht, Emulgatoren, die die Haut durchlässiger machen, oder zugesetzte Weichmacher (Phtalate), die den in Kosmetika enthaltenen Alkohol vergällen.

GEFÄHRLICHER HORMONCOCKTAIL
Um den Körper nicht mit diesen hormonähnlichen Zusätzen zu belasten, wäre es sinnvoll, diese zu vermeiden. Doch das ist nicht so leicht, denn die Liste der hormonähnlichen Substanzen ist lang, und die Stoffe sind für viele Konsumenten nicht erkennbar. Bereits 2014 hat SPAR deshalb die Initiative ergriffen und zu 100 Prozent auf hormonell wirksame Substanzen in allen Lotionen, Seifen, Shampoos und Sonnencremes der SPAR-Eigenmarken BEAUTY KISS, SUN KISS und S-BUDGET verzichtet. Basis dafür ist die Prioritätenliste, die 2007 von der EU erstellt wurde. Auf dieser Verdachtsliste sind 194 Chemikalien in der höchsten Kategorie (Kat.1) eingestuft, weil sie bei Tieren in sogenannten In-vivo-Studien nachweislich hormonschädigende Effekte ausgelöst haben und daher als potenzielle hormonelle Schadstoffe für den Menschen gelten. Der Wiener Hormonexperte Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber bringt die Bedrohung auf den Punkt: „Bereits sehr geringe Mengen hormonähnlicher Substanzen in Kosmetika können ins Hormonsystem des menschlichen Körpers eingreifen und dort wichtige Entwicklungsprozesse stören. Besonders empfindliche Personengruppen sind Ungeborene, Kinder und Jugendliche, weil ihre Organe noch nicht vollständig entwickelt sind.“ Ein Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht einen engen Zusammenhang zwischen der weltweiten Zunahme von Unfruchtbarkeit, Herz-Kreislauf- Erkrankungen oder Krebsarten wie Hoden-, Prostata- und Brustkrebs und diesen endokrinen Disruptoren, wie die hormonähnlichen Substanzen in der Fachwelt genannt werden. Und: In einem Bericht der WHO aus dem Jahr 2012 wird davor gewarnt, dass das gesundheitliche Risiko möglicherweise sogar noch stark unterschätzt wird. Denn: Durch den Gebrauch vieler verschiedener Produkte mit bedenklichem Inhalt könnte ein gefährlicher Hormon-Cocktail entstehen.

RISIKO-CHECK PER APP
Gut zu wissen: Ob Pflegeartikel tatsächlich frei von hormonähnlichen Zusätzen sind, kann man auch selbst überprüfen – mit der eigens dafür kreierten Smartphone-App ToxFox. Einfach den Barcode scannen und die Info poppt auf.