MAHLZEIT! MAGAZIN 02-2018

Ein buntes Nest fürs Osterfest

15.03.2018

OB ALS OSTERSCHMUCK, ZUM SPIELEN, VERSTECKEN ODER ESSEN: BUNTE EIER GEHÖREN FÜR UNS UNTRENNBAR ZU OSTERN DAZU.

Ja, der Winter ging zur Neige, holder Frühling kommt herbei, lieblich schwanken Birkenzweige, und es glänzt das rote Ei“ – mit diesem Gedicht begrüßte der österreichische Lyriker Ferdinand von Saar einst das Osterfest. Schon er wusste: Ostern ohne Ostereier? Einfach unvorstellbar! Rund zehn Millionen Eier gehen bei SPAR zu Ostern österreichweit über die Ladentische. Wir färben, verzieren und verstecken sie, und wir kochen und backen mit ihnen. Sie verfeinern den Osterstriezel, geben dem Osterzopf seine Farbe und landen am Gründonnerstag als Spiegelei traditionell mit Spinat auf dem Teller. Auch bei der Fleischweihe dürfen Eier nicht fehlen. Dabei werden Körbe mit Osterpinze, Fleisch, Meerrettich und bunten Ostereiern gefüllt, mit weißen, bestickten Tüchern verhüllt und gesegnet.

LUSTIGE SPIELE FÜR DIE KLEINEN
Untrennbar zu Ostern gehören auch die vielen Spiele und Bräuche rund ums Osterei, allen voran die Ostereiersuche und das Eierpecken. Ebenfalls bei Kindern sehr beliebt, aber nicht ganz so bekannt, sind das Eierrollen und das Eierblasen. Beim Eierrollen lassen die Spieler ihre gekochten Eier einen kleinen Hügel hinunterrollen. Gewonnen hat derjenige, dessen Ei am weitesten rollt. Er darf die Eier der anderen einsammeln. Beim Eierblasen müssen ausgeblasene Eier von einer Startlinie aus über das „Spielfeld“ zur Ziellinie geblasen werden – und das mit Strohhalmen. Das finden nicht nur die Kleinen lustig!

EIER ALS SYMBOL FÜR NEUES LEBEN
Seit jeher symbolisiert das Ei in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben. Es steht stellvertretend für den Frühling, für die Zeit des Erblühens und des Erwachens der Natur. Viele Weltentstehungsmythen sehen im Ei die erste Wohnstätte für Götter und Dämonen, für Planeten und Kontinente. Spätestens seit dem Hochmittelalter galt das Ei im Christentum auch als Symbol für die Auferstehung Jesu Christi. Dass Eier zum Ostergeschenk wurden, hatte auch praktische Gründe. Seit dem Mittelalter war es Christen verboten, in der vorösterlichen Fastenzeit Fleisch, Fett und Eier zu verzehren. Nun konnte man den Hühnern aber nicht verbieten, in dieser Zeit Eier zu legen. Also lagerte man sie in Getreidetruhen oder in Erdkeller, wo ein gleichmäßiges, kühles Klima herrschte. So waren zu Ostern Eier in reicher Zahl vorhanden. Den rund um Ostern oft fälligen Pachtzins an ihre Lehensherren entrichteten die Bauern üblicherweise auch mit den angesammelten Eiern. Auch Dienstboten wurden mit Eiern bezahlt und Patenkinder zu Ostern mit Eiern beschenkt.

TRADITION DES FÄRBENS
Den Brauch des Färbens und Verzierens von Eiern im Frühjahr gab es bereits in vorchristlicher Zeit. Früher konnten nur wenige Menschen lesen und schreiben, daher bediente man sich der Zeichen und Symbole, die jeder verstand. Statt zu schreiben „Ich wünsche dir Gesundheit und ewige Jugend“, malten die Menschen Lebensbäume auf ihre Eier. Für den Wunsch nach Glück tat es auch ein Ei, das mit Sternen bemalt war. Wer sich Fruchtbarkeit herbeisehnte, malte eine Sonne. Schenkte ein junger Mann einer Frau ein Ei, das kunstvoll mit Blumen bemalt war – zum Beispiel mit einer Rose – dann hieß das: „Ich liebe dich.“ Zum Färben der Eier verwendete man natürliche Farben wie den Saft von Heidelbeeren, Himmelschlüsseln und Roten Rüben sowie Zwiebelschalen.

GEKOCHTE EIER IN BUNTEN FARBEN
Später färbte man die Eier, um sie zu kennzeichnen. Damit sie in der Fastenzeit länger haltbar blieben, kochte man sie. Um diese von den frischen, rohen Eiern zu unterscheiden, wurden sie zusätzlich rot bemalt. Die Bemalung der Eier hatte und hat ihre eigene Symbolik: Zunächst wurden die Eier nur rot bepinselt, um an das Leiden von Jesu Christi zu erinnern. Mit der Zeit wurden die Eier immer bunter; Rot steht für Kraft, Liebe und Lebensfreude, Grün symbolisiert Hoffnung, Neubeginn und Glück sowie Jugend und Unschuld, Orange ist die Farbe von Ausdauer und Ehrgeiz.

HÖCHSTER STANDARD BEI SPAR-EIERN
SPAR ist seiner Vorreiterrolle im österreichischen Lebensmittelhandel auch beim Thema Eier gerecht geworden. Bereits im Jahr 2010 wurde für die Eigenmarken-Eier ein eigens entwickeltes Kontrollsystem eingeführt, mit Standards, die weit über die gesetzlich festgeschriebenen Richtlinien hinausgehen. Sämtliche SPAR-Eier sind TGI- geprüft, entsprechen also dem Tierschutzgerechtigkeitsindex. So duldet SPAR keine elektrischen Zäune und keine Überbesatzung der Ställe. SPAR bietet ausschließlich Eier mit österreichischer Herkunft an. Die Eier tragen das AMA-Gütesiegel und werden im landwirtschaftlichen Betrieb mit einer Prüfnummer gestempelt, welche die Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Stückes garantiert. Plus: Alle SPAR-Ostereier stammen aus 100 Prozent gentechnikfreier Fütterung.