MAHLZEIT! MAGAZIN 01-2018

Frische, heimische Tomaten auch im Winter

01.02.2018

ES IST EIN IN ÖSTERREICH EINZIGARTIGES PROJEKT: DIE FRUTURA THERMAL-GEMÜSEWELT BAUT EXKLUSIV FÜR SPAR KLIMASCHONENDE, REGIONALE TOMATEN AN – DANK GEOTHERMIE AUCH IN DER KALTEN JAHRESZEIT. 

Frisch, reif, geschmackvoll – so munden die allerersten Tomaten der Saison 2018: die SPAR PREMIUM Blumauer Cherry-Tomaten und die Frutura Blumauer Tomaten Rispe Midi. Doch es handelt sich dabei nicht etwa um Importware aus Südeuropa, sondern um saftiges Fruchtgemüse aus der Steiermark. Gibt es im Winter nicht? Gibt es ab jetzt doch bei SPAR! Denn diese Tomaten kommen aus der Frutura Thermal-Gemüsewelt in Bad Blumau, in der Tomaten im Gewächshaus mit nachhaltig gewonnener Energie aus natürlicher Erdwärme angebaut werden. Zwei eigene Geothermiebohrungen liefern die erforderliche Wärme für die ganzjährige Produktion der Tomaten – auch dann, wenn sich Kälte und Schnee über das Land legen.

NACHHALTIGER UND SAUBERER ENERGIETRÄGER
Normalerweise ist es der Sommer, der uns frisches Obst und Gemüse beschert. Dabei ist gerade in der dunklen Jahreszeit der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen besonders groß. Mit fast 30 Kilogramm Verbrauch pro Kopf und Jahr ist der „Paradiesapfel“ das liebste Gemüse der Österreicher. Kein Wunder, er schmeckt gut und enthält wertvolle Vitamine und Nährstoffe. Nun kann man auch im Winter auf frische und regionale Tomaten zurückgreifen – und das umweltschonend und nachhaltig. Wie das geht? Die Frutura Thermal-Gemüsewelt liegt inmitten des steirischen Thermenlandes. Da war es für Frutura-Gründer Manfred Hohensinner nur naheliegend, die natürliche Ressource Erdwärme zu nutzen. „Die Die neuen SPAR PREMIUM Blumauer Cherry-Tomaten sowie die knackigen Frutura Blumauer Tomaten Rispe Midi wachsen in der Frutura Thermal-Gemüsewelt in der Steiermark heran und können dort in aller Ruhe reifen. Sie werden an der Rispe geerntet und haben einen fruchtig-süßen Geschmack. Geothermie ist in der Erschließung wahnsinnig teuer, aber jetzt haben wir einen absolut sauberen Energieträger“, sagt er. Das Wasser, das aus 3.500 Meter Tiefe kommt, hat 128 Grad Celsius. „Es ist 400 Millionen Jahre alt, eingelagertes Wasser aus dem Mittelmeer“, erklärt der Frutura-Chef. Das heiße Wasser wird aus dem Erdinneren schonend an die Oberfläche gefördert, als natürliche Energiequelle für die Beheizung der Gewächshäuser herangezogen, und danach wieder in den Boden zurückgepumpt. Hohensinner: „Wir verschwenden keinen einzigen Liter Thermalwasser.“

KEINE IMPORTE MEHR NOTWENDIG
Nachhaltigkeit, das ist es, worauf es Frutura und SPAR ankommt: „Dadurch, dass wir die Tomaten in Österreich produzieren, sparen wir von Mitte November bis Mitte April eine Million Lkw-Kilometer ein, weil die Importe aus Spanien, Italien und anderen Ländern aus dem Süden wegfallen“, erläutert Hohensinner. „Und wir haben jeden Tag frische Tomaten für die Kunden von SPAR. Das macht das Projekt so einzigartig!“ Tatsächlich müssen in Österreich 70 Prozent der Tomaten importiert werden, weil in der kalten Jahreszeit eine Produktion ohne Beheizung hierzulande einfach nicht möglich ist. Die Gewächshäuser, die dennoch im Winter Gemüse anbauen, müssen daher auf fossile Energieträger, vor allem Gas, zurückgreifen. Und das von Jänner bis Juni, weil die Nächte oft noch kalt sind. Für Frutura- Gründer Manfred Hohensinner wäre das nie infrage gekommen: „Das ist vom Umweltgedanken her ein Wahnsinn. Da wir als Einzige mit Geothermie heizen, sparen wir im Endausbau bis zu 28.000 Tonnen Kohlendioxid ein, das sind umgerechnet elf Millionen Kubikmeter Gas im Jahr.“ 

GEOTHERMIE VERMINDERT PILZBEFALL
Und noch einen Vorteil hat die innovative und klimaschonende Produktion in der Frutura Thermal-Gemüsewelt: Dank der Beheizung der Gewächshäuser mittels geothermischer Wärme entstehen für die Pflanzen auch weitaus günstigere klimatische Bedingungen. Dadurch werden Pilzbefälle reduziert und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird größtenteils hinfällig. „Wir können also im Winter Tomaten mit absolut reinem Gewissen produzieren!“, sagt Frutura-Chef Manfred Hohensinner stolz.  

„WAS WIR HEUTE ERNTEN, IST ÜBERMORGEN IN ALLEN SPAR-MÄRKTEN“ 
FRUTURA-GRÜNDER MANFRED HOHENSINNER UND SEINE TOCHTER, GESCHÄFTSFÜHRERIN KATRIN HOHENSINNER, ÜBER DIE ANFÄNGE UND DIE ZUKUNFT DER FRUTURA THERMAL-GEMÜSEWELT. 

SPAR MAHLZEIT!: WIE KAM ES ZUR GRÜNDUNG DER FRUTURA THERMAL-GEMÜSEWELT?
Manfred Hohensinner: Ich habe nie verstehen können, warum wir so viel Obst und Gemüse importieren müssen. So ist die Idee entstanden, Gemüse in Österreich auch in der kalten Jahreszeit zu produzieren. Dass dies technisch möglich ist, habe ich gewusst. Die entscheidende Frage war nur, welcher Energieträger kommt dafür infrage? Ich lebe in der steirischen Thermenregion, wo wir heißes Wasser haben. Daher war meine Überlegung: Wenn wir das heiße Wasser, das uns Mutter Erde aufwärmt, herausnehmen und damit die Gewächshäuser beheizen, und das Wasser wieder in den Untergrund zurückbringen, dann ist das doch eine tolle Sache!

SPAR MAHLZEIT!: NUN IST ES SO WEIT: IN DEN REGALEN VON SPAR FINDEN SICH JETZT AUCH IN DEN WINTERMONATEN GESCHMACKVOLLE TOMATEN AUS ÖSTERREICH. WAS MACHT SIE SO BESONDERS?
Manfred Hohensinner: Wir produzieren Tomaten, ohne die Umwelt zu sehr zu belasten. Die Transportwege sind kurz, die CO2-Belastung ist gering. Was wir heute ernten, landet umgehend in allen SPAR-Märkten in Österreich. Deshalb können unsere Tomaten reif geerntet werden, was sich schließlich auf den Geschmack auswirkt. Und wir sind unabhängig von Importen. Wir produzieren in Österreich für Österreich und schaffen hier Arbeitsplätze.

SPAR MAHLZEIT!: WELCHE PLÄNE HABEN SIE FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE?
Katrin Hohensinner: In den nächsten ein bis zwei Jahren wollen wir die Frutura Thermal-Gemüsewelt noch einmal um sechs Hektar Anbaufläche erweitern, auf dann insgesamt 22 Hektar. Dazu soll eine touristische Schauwelt entstehen, bei der die Besucher die Produktion von Tomaten zu sehen bekommen.

SPAR MAHLZEIT!: IHR GEMÜSE GIBT ES EXKLUSIV BEI SPAR. WIE SEHEN SIE DIE ZUSAMMENARBEIT?
Manfred Hohensinner: Bei so einem großen Vorhaben wie der Frutura Thermal-Gemüsewelt braucht es einen zuverlässigen Partner. Wir sind SPAR sehr dankbar, dass man den Weg seit vielen Jahren mit uns geht. Es ist eine lange und eine wirklich tolle und faire Zusammenarbeit.