MAHLZEIT! MAGAZIN 01-2017

Mit Fairtrade in den Valentinstag

26.01.2017

Zum Fest der Verliebten hat Schokolade Hochsaison. Wie gut für den nachhaltigen Genuss, dass es den SPAR PREMIUM Moelleux au Chocolat in FAIRTRADE-Qualität gibt.

 

Ein liebevolles Valentinstags-Menü findet seine Abrundung in einem süßen Dessert. Mit dem SPAR PREMIUM Moelleux au Chocolat, einem Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern, tut man nicht nur dem oder der Liebsten, sondern auch den Produzenten in Entwicklungsländern etwas Gutes. Wer sich für die edle Nascherei entscheidet, ermöglicht damit rund 700 Bauern der Coopérative Agricole N’Zrama de N’Douci (CANN), die im Süden der Republik Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) den FAIRTRADE-Kakao für das feine Dessert anbauen, die Chance auf nachhaltig bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. FAIRTRADE-Geschäftsführer Hartwig Kirner erklärt: „FAIRTRADE bewirkt, dass die Bauern, die sich in dieser westafrikanischen Kooperative organisieren, faire Preise sowie eine Zusatzprämie erhalten und unterstützt sie dabei, eigenverantwortlich und aus eigener Kraft Verbesserungen und Entwicklungen für die Zukunft umzusetzen. Das gibt ihnen Vertrauen und die finanzielle Sicherheit, sich eine solide, verlässliche Existenzgrundlage aufzubauen.“

 

SCHWIERIGE RAHMENBEDINGUNGEN Angesichts der schwierigen Rahmen-bedingungen in Westafrika eine große Herausforderung. Weite Teile des Landes sind von extremer Armut betroffen. Vielfach leben die Kakaobauern und ihre Familien in Dörfern sogar ohne Trinkwasser bzw. Strom- und Gesundheitsversorgung. Auf dem Markt tummeln sich korrupte Zwischenhändler, die den staatlich festgesetzten Mindestpreis für Kakao unterbieten. Um dem entgegenzuwirken, wurde die FAIRTRADE-zertifizierte Kooperative CANN 2010 gegründet. Die Bauern aus dem Ort Tiemokokro und elf weiteren Dörfern in der Umgebung von Abidjan bewirtschaften zusammen rund 3000 Hektar Anbaufläche, in den meisten Fällen sind die Felder der einzelnen Bauern nicht größer als ein paar Hektar. Bei einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 35° C gedeihen zwar die Kakaopflanzen hervorragend, die Arbeit hingegen ist schweißtreibend – zumal vom Anbau über die Ernte bis zur Trocknung der Bohnen alles in reiner Handarbeit gemacht wird.

 

MERKLICHE VERBESSERUNGEN Doch auch wenn die Arbeit hart ist, die Bauern machen sie gerne. Denn die Vorteile von FAIRTRADE sind für die gesamte Gemeinschaft spürbar. Kirner: „Die Kleinbauern müssen nicht zu unseriösen Zwischenhändlern gehen. Außerdem bekommen sie fixe Mindestpreise für ihre Ware. Damit können sie ihre Familien besser ernähren und im Notfall auch medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Besonders wichtig ist auch die zusätzliche FAIRTRADEPrämie für Soziales, Gesundheit, Infrastruktur und Bildung. Wie diese in gemeinnützige Projekte investiert wird, darf die Kooperative demokratisch entscheiden.“ In Tiemokokro wurden damit bereits zwei Schulen, sanitäre Anlagen und eine Baumschule finanziert.

 

STRENGE KONTROLLE Auf der anderen Seite müssen sich die Bauern an bestimmte Öko-Standards halten und spezielle Auflagen erfüllen. Regelmäßige Schulungen für den Anbau von Kakao sind Pflicht, das Abholzen von Regenwäldern sowie ausbeuterische Kinderarbeit sind verboten und sie dürfen nur eine geringe Menge von Pestiziden verwenden. Die unabhängige Zertifizierungsstelle FLOCERT kontrolliert, dass auf dem Weg der Kakaobohnen vom Baum bis in die Geschäfte alle FAIRTRADEStandards eingehalten werden. So kann garantiert werden, dass das einfache Valentinstags-Küchlein nicht nur schmeckt, sondern auch weitreichende Verbesserungen bewirkt.