Anti-Aging-Experte Markus Metka im Interview

26.01.2017

ANTI-AGING-EXPERTE MARKUS METKA ERKLÄRT, WARUM SUPERFOOD WERTVOLL IST UND WIE MAN ES SINNVOLL IN DEN SPEISEPLAN INTEGRIEREN KANN.

 

SPAR MAHLZEIT!: WARUM WERDEN IMMER MEHR NAHRUNGSMITTEL ALS SUPERFOOD BEZEICHNET?

MARKUS METKA: Man hat im Laufe der Jahre erkannt, dass es weit mehr Nahrungsmittel mit geballten hochwertigen Nährstoffen gibt als angenommen. Das sieht man gut am Beispiel Beeren: Zunächst hat man die Heidelbeere besonders hervorgehoben, jetzt gelten auch Erd- und Himbeeren sowie Açaí- und Gojibeeren mit Recht als Superfood. Denn sie alle enthalten Anthocyane – also Farbstoffe, die sie bunt und damit nährstoffreich machen.

 

SPAR MAHLZEIT!: BRAUCHT DER KÖRPER SUPERFOOD?

MARKUS METKA: Ganz allgemein betrachtet braucht unser Körper eine möglichst große Vielfalt an natürlichen Nährstoffen, Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen. Je besser er versorgt wird, desto besser kann er auch arbeiten. Leider bleibt eine ausgewogene Ernährung heute aber oft aus zeitlichen Gründen auf der Strecke. Da viele Menschen zu wenig Obst und Gemüse über den Tag verteilt essen, ist Superfood eine natürliche und praktische Möglichkeit, den täglichen Vitamin- und Mineralstoffbedarf aufzustocken.

 

SPAR MAHLZEIT!: IST MAN ERNÄHRUNGSTECHNISCH ALSO AUF DER SICHEREN SEITE, WENN MAN REGELMÄSSIG SUPERFOOD ZU SICH NIMMT?

MARKUS METKA: Nicht ganz. Natürlich tut es unserem Körper gut, wenn wir öfter Nahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte essen. Genauso wichtig ist aber, dass wir uns insgesamt ausgewogen ernähren – und dabei auf gesunde Fette und einen vernünftigen Umgang mit Salz und Zucker achten. Deutlich gesagt: Wenn man jeden Tag im Fast-Food-Restaurant isst, nützt es nicht so viel, wenn man nachher eine Ingwerwurzel kaut.

 

SPAR MAHLZEIT!: MAN HAT OFT DAS GEFÜHL: JE EXOTISCHER, DESTO SUPERFOOD – ENTSPRICHT DIES DER REALITÄT?

MARKUS METKA: Ganz und gar nicht – ich persönlich bin eher ein Fan der heimischen Variante. Natürlich zählen zum Superfood auch viele exotische Früchte – aber genauso auch Obst, Gemüse und Getreide aus Österreich. Außerdem gibt es für viele exotische Lebensmittel eine Alternative, die auch bei uns wächst: Chia-Samen aus Peru sind toll, aber Leinsamen stehen diesen Körnchen nicht nach. Ich verwende beide abwechselnd. Auch das Saison-Argument zieht nicht immer: Schließlich können wir viele Früchte ganzjährig in anderer Form genießen – etwa tiefgekühlte oder getrocknete Beeren. Bei dieser Verarbeitung bleiben sowohl der Geschmack als auch die Inhaltsstoffe gut erhalten.