Mahlzeit! Magazin 06-2015

Der Saft aus dem Kloster

28.04.2016

Aufgrund ihrer besonderen Qualität sind der SPAR PREMIUM Apfel- und Traubensaft, sowie der Marillen- und Erdbeernektar aus dem Stift Klosterneuburg echte Botschafter ihrer Herkunft.

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und beginnendes Farbenspiel in den Wein- und Obstgärten: Fast scheint es, als ob sich das frühherbstliche Wetter noch einmal von seiner besten Seite zeigt, um das Stift Klosterneuburg in Niederösterreich in schönstes Licht zu tauchen. Es ist ein milder Tag im Oktober, wir besuchen das Stift und blicken mitten in der Erntezeit hinter die Kulissen der Saftherstellung. Denn: Das Weingut Stift Klosterneuburg stellt nicht nur hervorragende und vielfach ausgezeichnete Weine her, sondern ist auch bekannt für seine ebenso hochwertigen wie preisgekrönten Fruchtsäfte und Nektare. Exklusiv für SPAR produziert das Weingut Stift Klosterneuburg für die Eigenmarke SPAR PREMIUM naturtrüben Apfel- und Traubensaft sowie fein-fruchtigen Marillen- und Erdbeernektar. Markus Schodl, Obstgutleiter des Stiftes: „Wir liefern seit vielen Jahren unsere Weine und Säfte an SPAR. Weil wir zudem von der hochwertigen Eigenmarke SPAR PREMIUM begeistert sind, haben wir uns vor rund fünf Jahren entschlossen, besondere Säfte für SPAR PREMIUM abzufüllen.“ Nachsatz: „So können wir die Menschen in ganz Österreich von unseren erstklassigen Säften überzeugen.“

LANGE TRADITION IM WEIN- UND OBSTANBAU
Seit seiner Gründung im Jahr 1114 betreibt das Stift Klosterneuburg Weinbau und ist damit das älteste Weingut Österreichs. Mit einer Rebfläche von 108 Hektar zählt es zu den größten und renommiertesten Weingütern des Landes. Im Vergleich dazu hat die Saftproduktion eine vergleichsweise kurze Vita. Markus Schodl: „Vor etwa 40 Jahren haben wir begonnen, Säfte nicht nur für den Eigenbedarf herzustellen, sondern diese auch außerhalb der Stiftsmauern anzubieten.“ Aber, setzt der Obstgärtner nach: „Der Obstanbau verfügt – ebenso wie der Weinanbau – über eine lange Tradition und wird ebenfalls seit mehr als 900 Jahren betrieben.“ Während wir durch die sorgfältig gepflegten Apfelbaum- Plantage gehen, wo rund 20 Erntehelfer per Hand nur die vollreifen Äpfel pflücken, erzählt Schodl: „Seit 1402 hat das Stift ein eigenes, 15 Hektar großes Obstgut, auf dem sowohl Apfel-, Birnen- und Marillenbäume angebaut werden. Das sonnenreiche, warme Klima, die großen Temperatur unterschiede zwischen Tag und Nacht, sowie die nährstoffreichen Böden sind ideale Bedingungen für unser Obst, das so seine wunderbare Süße entwickeln kann.“

NATURNAHE ARBEIT AUF DEM OBSTGUT
Die Obstgärten werden auf naturnahe Weise bewirtschaftet, gemäß dem Prinzip des Stiftes, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Schodl zeigt uns einen von Kohlmeisen bewohnten Nistkasten und erläutert: „Wir setzen vorwiegend Nützlinge zur Schädlingsbekämpfung ein. So haben wir zwischen unseren Obstbäumen Nistkästen platziert, damit sich die Vögel darin einnisten und bei ihrer Futtersuche für sich und den Nachwuchs die Raupenschädlinge fressen.“ Natürlich kommen auch Bienen zum Einsatz. Schodl: „Wir arbeiten mit zwei benachbarten Imkern zusammen. Die Bienen stellen sicher, dass bei den Apfelbäumen die Königsblüten bestäubt werden.“ Denn, so der Experte: „Diese Königsblüten entwickeln die größten und schönsten Äpfel, die dann so lange am Baum wachsen dürfen, bis sie vollreif sind und ihren optimalen Geschmack entwickelt haben.“

SCHONENDSTE APFELPRESSE ÖSTERREICHS
Nun wollen wir sehen, wie der naturtrübe Direktsaft gepresst wird. Schodl führt uns zur Apfelpresse, die in der Nähe der Felder liegt: „Das ist die modernste und schonendste Apfelpresse Österreichs.“ Als die Früchte in einem Becken gewaschen und händisch aussortiert werden, erzählt der Obstgutleiter: „Bei uns werden die schönsten Früchte nicht als Speiseobst aussortiert, sondern wir pressen aus genau diesen großen, hochwertigen Früchten unsere Säfte.“ Ganz wesentlich dafür, dass die Säfte wie frisch aus dem Garten schmecken, ist außerdem der Pressgrad. Schodl: „Wir nützen nicht den vollen Pressdruck, der eine maximale Ausbeute garantieren würde, sondern wir hören beim Apfelsaft bei 65 Prozent und beim Traubensaft bei 70 Prozent auf. So vermeiden wir, dass wir Bitterstoffe und Brauntöne im Saft haben.“ Schnell kommt der Obst-Experte ins Schwärmen. Während er uns einen frisch gepressten, noch warmen Apfelsaft zum Kosten einschenkt, verrät er uns ein paar seiner liebsten Verwendungs- Tipps: „Ich mag die Säfte nicht nur pur, sondern auch gespritzt mit Mineralwasser oder Sekt. Und aus unseren Nektaren mache ich gerne einen Fruchtspiegel für den Nachtisch.“

ERSTES KLIMANEUTRALES OBSTGUT ÖSTERREICHS
Wie es sich für das erste klimaneutrale Obstgut Österreichs gehört, werden die Pressrückstände kompostiert und wieder dem Boden zugeführt. Schodl: „Nachhaltigkeit und Klimaneutralität sind uns sehr wichtig. Unsere Wein- und Obstgärten beschenken uns seit über 900 Jahren mit den süßesten Früchten. Das wäre nicht möglich, würden wir unsere Böden nicht besonders nachhaltig behandeln.“ Und, ergänzt der studierte Önologe: „Wir wollen die Böden noch weitere 900 Jahre in vitalem und fruchtbarem Zustand erhalten.“ Doch der Klimaschutz reicht noch weiter: Die Energie für das Stift wird aus einem eigenen kleinen Biomasse- Kraftwerk erzeugt. Die Hackschnitzel dafür stammen aus dem Stiftswald. Vom Nachhaltigkeits-Gedanken zeugen zu guter Letzt auch die leichten, ressourcenschonenden Glasflaschen, in die die SPAR PREMIUM-Säfte und Nektare abgefüllt werden und deren Qualität man mit jedem Schluck schmeckt.