Sommerliche Durstlöscher

02.07.2015

Als handliche Alternative zu den großen Wassermelonen gibt’s jetzt bei SPAR kernarme Mini-Bio-Wassermelonen aus dem sonnigen Südspanien.

Wassermelonen erfreuen sich im Sommer großer Beliebtheit als kühlender Durstlöscher. Zu Recht, denn mit ihrem hohen Wassergehalt und dem süß-fruchtigen Geschmack erfrischt sie uns auch bei brütender Hitze. Dabei bringen die Schwergewichte der rund 700 Sorten umfassenden Melonen-Familie locker zwischen 15 und 25 Kilogramm auf die Waage. Eine ganze Frucht ist daher oft sehr schwer zu tragen und passt überdies nicht in jeden Kühlschrank. Weit ab vom konventionellen Anbau baut Miguel Ángel Jiménez Bosque mit seiner Firma Jimbofresh in der Umgebung von Catagena (Südspanien) die 1,5 Kilogramm leichten SPAR Natur*pur Bio-Mini-Wassermelonen exklusiv für SPAR an. Im Interview erzählt der Agraringenieur, wie er Bio-Melonenbauer wurde und warum seine Früchte so hocharomatisch sind.

SPAR Mahlzeit!: Was macht Ihre Bio-Mini-Wassermelonen – abgesehen vom geringeren Gewicht – so besonders?

Miguel Ángel Jiménez Bosque: Wer sie einmal probiert hat, kann nicht mehr von ihr lassen. Es ist wie Liebe auf den ersten Biss. Bibo, so heißt die Melone, ist keine „Longlife“-Melone, sondern eine traditionelle Bio-Sorte. Das tiefrote Fruchtfl eisch ist wunderbar süß und fast kernlos, extrem saft ig und wirklich knackig.

SPAR Mahlzeit!: Worin liegt der Unterschied zwischen traditionell und „longlife“?

Miguel Ángel Jiménez Bosque: In erster Linie ist bei den traditionellen Sorten der Geschmack viel intensiver. Das kommt daher, dass die traditionellen Bio-Melonen etwa 15 Prozent kleiner sind und sich das Aroma dadurch verdichtet. Trotzdem setzen viele Melonen-Bauern auf Longlife-Sorten mit weniger Geschmack.

SPAR Mahlzeit!: Warum?
Miguel Ángel Jiménez Bosque:
Sie sind einfacher zu handhaben und rentabler – auch für die Saatgut- Firmen. Deshalb fokussieren diese viel stärker auf Longlife-Sorten. Aber ich frage Sie: Wer kauft und isst am Ende des Tages die Melonen? Deshalb haben wir die Konsumenten bzw. deren Geschmacksknospen im Fokus – auch wenn das für uns Bauern mit viel mehr Arbeit verbunden ist. Denn um traditionelle Sorten anbauen zu können, musst du ein hervorragender Bauer mit hervorragendem Know-how sein.

SPAR Mahlzeit!: Wann haben Sie die Liebe zu den Melonen entdeckt?
Miguel Ángel Jiménez Bosque: Ich bin bereits die vierte Generation in meiner Familie, die Melonen anbaut. Mein Urgroßvater hat mit dem konventionellen Anbau von Melonen begonnen, mein Groß vater hat den Betrieb ausgeweitet und mein Vater hat ihn fortgeführt. Und dann kam ich. Mir war klar, dass sich die Welt in den vergangenen 100 Jahren stark verändert hat, und dass es Zeit wurde, auch in unserem Betrieb Änderungen vorzunehmen. Also habe ich das gesamte, über Jahre gewachsene Wissen meiner Familie neu ausgerichtet, alle Longlife- Sorten verbannt und nur noch auf hocharomatische traditionelle Sorten gesetzt. Und ich habe unseren Betrieb auf kontrolliert biologischen Anbau umgestellt.

SPAR Mahlzeit!: Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?

Miguel Ángel Jiménez Bosque: Ja, die meiste Zeit schon. Aber das ist wie mit einer Ehe: Manchmal gibt’s Probleme, aber 90 Prozent der Zeit sind wir glücklich miteinander.

SPAR Mahlzeit!: Womit sind Sie denn nicht so glücklich?

Miguel Ángel Jiménez Bosque: Es ist nicht immer leicht, Bio-Melonen mit hervorragendem Geschmack anzubauen. Wir setzen keinen Industriedünger und keine Pestizide ein, und plagen uns daher so manches Mal mit Schädlingen oder Unkraut. Deshalb ist es ganz wichtig, Menschen im Team zu haben, die wahre Experten auf ihrem Gebiet sind und – das ist das Allerwichtigste – verrückt sind nach Melonen und alles geben, damit die Pflanzen gedeihen und schöne, aromatische Früchte tragen.

SPAR Mahlzeit!: Was ist ausschlaggebend für einen intensiven Geschmack?

Miguel Ángel Jiménez Bosque: Unsere Bio-Melonen brauchen ein heißes, sonniges Klima. Das ist ideal hier. Deshalb zählt Spanien auch – neben Italien, Griechenland und Ungarn – zu den wichtigsten Anbaugebieten für die europäischen Märkte. Wir setzen die Jungpflanzen Anfang März ein, sodass sie von Juni bis Ende August geerntet werden können. Wir gießen wenig, das führt dazu, dass die Pflanzen tiefe Wurzeln schlagen und stark und vital werden. So können sie ihre Früchte gut mit Nährstoffen versorgen, die sich in intensiven Geschmack verwandeln. Geerntet werden bei uns nur vollreife Früchte, da sie dann am besten schmecken. Und außerdem gehen wir jeden Tag auf die Felder und reden unseren Melonen gut zu. Meine Frau ist deshalb immer wieder eifersüchtig, weil sie meint, ich rede mehr mit den Pflanzen als mit ihr.

SPAR Mahlzeit!: Dann bleiben Ihnen die Wintermonate, um Ihre Frau zu verwöhnen?

Miguel Ángel Jiménez Bosque: Nicht ganz. Damit sich die Felder erholen können und die Melonenpflanzen im Frühjahr einen nährstoffreichen Boden vorfinden, rotieren wir die Fruchtfolge und bauen im Herbst auf unseren Feldern Bio-Karfiol an. Da nehme ich am Wochenende auch öfter meinen 4-jährigen Sohn mit aufs Feld. Und wissen Sie was? – Auch er redet schon mit den Pflanzen.

SPAR Mahlzeit!: Danke für das Gespräch.