Pure Power-Pakete

02.07.2015

Grüne Smoothies liegen im Trend und werden auch von Gemüsemuffeln gern genossen. Aber was ist dran an dem beliebten Lifestyle-Getränk?

Sie mögen Salat, Kräuter und frisches grünes Gemüse, haben aber manchmal einfach keine Zeit, diese Zutaten in einem aufwändigen Gericht zu verarbeiten? Dann sind Sie der ideale Kandidat für einen grünen Smoothie! Denn, so Diätologin Maria Benedikt vom Universitätsklinikum Salzburg: „Für diesen dickflüssigen Rohkost- Shake werden Zutaten wie grünes Gemüse, Salat, Kräuter, Obst, Getreide flocken und Nüsse püriert und mit Wasser oder Fruchtsaft verdünnt. Nach wenigen Minuten im Mixer ist das sehr bekömmliche und zugleich nahrhaft e Lifestyle- Getränk fertig.“
 

WERTVOLLE INHALTSSTOFFE

Neben wichtigen Vitaminen, Mineralstoff en, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoff en, die in den frischen Zutaten enthalten sind, wird dem Körper auch das wertvolle Chlorophyll alias Blatt grün verfügbar gemacht. Benedikt: „Durch diese Kombination entfalten grüne Smoothies ein breites Wirkungsspektrum und sind eine sinnvolle Ergänzung für den Speiseplan.“ Sie mögen Salat, Kräuter und frisches grünes Gemüse, haben aber manchmal einfach keine Zeit, diese Zutaten in einem aufwändigen Gericht zu verarbeiten? Dann sind Sie der ideale Kandidat für einen grünen Smoothie! Denn, so Diätologin Maria Benedikt vom Universitätsklinikum Salzburg: „Für diesen dickflüssigen Rohkost- Shake werden Zutaten wie grünes Gemüse, Salat, Kräuter, Obst, Getreide flocken und Nüsse püriert und mit Wasser oder Fruchtsaft verdünnt. Nach wenigen Minuten


LEISTUNGSSTARKE MIXER

Aber Achtung: Ob die Aufnahme von Chlorophyll gelingt, hängt mitunter von der Motorleistung des Mixers ab. 20.000 Umdrehungen pro Minute gelten als Minimum – was aber nur Hochleistungsgeräte zustande bringen. Angenehmer Nebeneffekt: Der Smoothie wird dadurch cremig und ganz fein, Reste von Kräuterstängeln oder Leinsamenschalen können damit nicht zwischen den Zähnen hängen bleiben. Dennoch können Sie erste Smoothie-Versuche auch problemlos mit einem Pürierstab machen.


MIT ZUTATEN EXPERIMENTIEREN

Gut geeignet für grüne Smoothies sind zum Beispiel Salat, Gurken, Lauch, Kohl, Avocados und Spinat. Aber im Grunde kann man alles verwenden, was bekömmlich und grün ist. Der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Wegen der hohen Nährstoffdichte der Blätter können diese zwar manchmal etwas bitter schmecken. Der Bittergeschmack lässt sich durch die Zugabe von Obst, Trockenfrüchten, Honig, Agavendicksaft oder Jogurt mildern. Jetzt im Sommer sind auch verschiedene frische Gartenkräuter eine gute Zutat für Einsteiger. Benedikt: „Petersilie, Basilikum und frische Minze geben dem Smoothie eine spannende Geschmacksnote.“ Aber, warnt die Expertin: „Gehen Sie sparsam um mit würzigen Kräutern wie der Gartenkresse. Diese kann einen Smoothie schnell recht scharf machen.“ Eine tolle, erfrischende Kombi sind etwa zwei Handvoll Salat, eine halbe reife Honigmelone, eine Banane und der Saft einer halben Zitrone. Kann, ins Büro mitgenommen und dort gekühlt, auch einmal das Mittagessen ersetzen.

GREEN & HAPPY HOUR

Derzeit ebenfalls erfrischend: Den Smoothie nach dem Pürieren mit einem Schuss prickelndem Mineralwasser beleben. Sie können auch Eiswürfel oder gefrorene Zutaten wie Tiefkühlbeeren in den Mixer geben – sofern dieser damit fertigwird. Für Erwachsene eignen sich grüne Smoothies auch perfekt für erfrischende Cocktails: Wer sagt, dass man nur pures Erdbeer oder Pfirsichpüree zum Prosecco mischen darf? Verfeinern Sie doch einmal zusätzlich mit Zitronenmelisse.

ÜBERLISTETE GEMÜSEMUFFEL

Heißt das jetzt, dass wir endlich den ultimativen Weg gefunden haben, uns Obst und Gemüse bequem einzuverleiben? – Ja und nein. Einerseits bewahren Smoothies Grünzeug-Muffel vor dem gänzlichen Verzicht auf Früchte und Gemüse. Andererseits ist aber auch das Kauen wichtig für unseren Organismus, erklärt Diätologin Maria Benedikt. Fehlt der Kauvorgang, verringert sich auch das Sättigungsgefühl, weil die „Transitzeit“ der Nahrung im Verdauungstrakt kürzer ist, wenn sie bereits feinst zermahlen und damit aufbereitet ist. Hier hilft aber ein Trick: Löffeln Sie Ihren Smoothie – so werden die Bestandteile gut eingespeichelt und die Kohlenhydratverdauung kann wie bei festem Essen auch schon im Mund beginnen. Wie so oft gilt auch hier: Gehen wir den goldenen Mittelweg, zum Beispiel mit drei Portionen herkömmlich genossenem Obst und Gemüse und einem Smoothie pro Tag – Letzteren vielleicht als praktische Zwischenmahlzeit für unterwegs? Wie auch immer: Lassen Sie es sich schmecken!