Thunfisch aus fairer Fischerei

03.07.2014

Mit den SPAR PREMIUM Thunfisch Steaks bringt SPAR einen Gelbflossen-Thun auf den Markt, der aus einem nachhaltigen WWF-Pilotprojekt stammt.

Rund 60 % der weltweiten Thunfischbestände sind überfischt oder bis an ihre Grenzen ausgebeutet. Besonders betroffen sind beliebte Thunfischarten wie der Blauflossen-Thun und der Gelbflossen- Thun, die aufgrund ihres feinen Geschmacks und ihrer Top-Qualität gerne zu Sushi und Sashimi-Produkten weiterverarbeitet werden. Um der Überfischung entgegenzuwirken, setzt SPAR seit Jahrzehnten auf eine nachhaltige Fischeinkaufspolitik und hat heute keinen Eigenmarken- Fisch mehr im Sortiment, der nicht aus verantwortungsvollen Quellen stammt. Mit den neuen SPAR PREMIUM Thunfisch Steaks bietet SPAR nun seinen Konsumenten einen hochwertigen Gelbflossen-Thun an, der aus einem einzigartigen Pilotprojekt des WWF stammt, wie WWF-Meeresbiologe Axel Hein erklärt: „Dieses Pilotprojekt soll in den Küstenregionen der Philippinen langfristig für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Fischerei dieses Speisefisches sorgen und zugleich den Lebensunterhalt der Fischer und ihrer Familien sichern.“ Und ergänzt: „Ziel ist es, die Fischerei dort bis 2017 mit dem MSC-Siegel auszuzeichnen. Denn dann kann der Konsument zu 100 % sicher sein, dass der Gelbflossen-Thun nachhaltig ist und aus einem Gebiet stammt, das nicht überfischt ist.“

SCHONENDE FANGMETHODE
Rund 8.000 Küstenfischer sind bei dem mehr jährigen WWF-Projekt im philippinischen Golf von Lagonoy und in der Region Mindoro involviert. Sie müssen sich an sehr strenge Vorgaben halten. So dürfen die Fische nicht mit Ringwadennetzen und großen Fangflotten massenhaft abgefischt werden, sondern müssen ausschließlich per Hand gefangen werden. WWF-Experte Axel Hein erklärt die schonende und selektive Fangmethode: „Die Kleinfischer benützen ihre traditionellen Boote. Pro Boot sind vier bis fünf Fischer im Einsatz, die mit Handleinen und Einzelhaken in tieferen Wasserschichten fischen. Dadurch wird sichergestellt, dass pro Tag sehr gezielt zwei bis drei einzelne, große, ausgewachsene Thunfische gefangen werden, die sich bereits fortgepflanzt haben sowie ein Mindestgewicht von 20 Kilogramm aufweisen.“ Diese Fangmethode ist nicht nur fair gegenüber dem Gelbflossen-Thun, sondern auch gegenüber Haien, Meeresschildkröten und Vögeln. Denn, so Hein: „Diese Tiere können nicht versehentlich mitgefangen werden. Somit gibt es praktisch keinen Beifang.“

DOKUMENTATION & KONTROLLE
Bei dem WWF-Pilotprojekt geht es aber nicht nur um die selektive und nachhaltige Fangmethode. Hein: „Bei einer MSC-Zertifizierung plant man langfristig und nachhaltig für einen Dauerertrag. Nur so kann den Fischern auf Jahre hinaus der Lebensunterhalt ermöglicht werden. Das bedeutet, dass die gesamte Lieferkette vom Fischer über den Verarbeiter und Händler bis zum Konsumenten nachhaltig und lückenlos rückverfolgbar sein muss.“ Um alle relevanten Daten systematisch zu erfassen, arbeitet der WWF eng mit den Fischern, lokalen Fischereibehörden und Verarbeitern vor Ort zusammen. Sie alle müssen ihre Arbeit dokumentieren und aufzeichnen. Hein: „So kann festgestellt werden, wie viele Tiere in der Region leben, und wie viele aus dem Meer entnommen werden dürfen, ohne den Bestand zu dezimieren.“ Dass die Gelbflossen-Thunfische im Laufe ihres langen Lebens weite Wanderungen zurücklegen und sich ihr Lebensraum nicht so leicht dokumentieren und auf ein Gebiet beschränken lässt, stellt eine weitere große Herausforderung für das Projekt dar.

BEWUSST EINKAUFEN
Um das Projekt schließlich zum Erfolg zu führen, ist der WWF nicht nur auf die Kooperation mit den Fischern angewiesen, sondern auch auf Handelspartner wie SPAR und seine Konsumenten. Hein: „So ein Projekt kann nur funktionieren und sich finanzieren, wenn sowohl ein Absatzmarkt als auch eine Nachfrage da sind. Dadurch, dass der Handleinen- Thunfisch aus dem WWF-Projekt jetzt den österreichischen Markt erreicht, unterstützt SPAR die MSC-Zertifizierung der Fischerei in dieser Region.“ Und, so der WWF Meeresbiologe abschließend: „Auch jeder einzelne Konsument, der zu diesem neuen, verantwortungsvollen Produkt greift, unterstützt das einzigartige WWF-Projekt und hilft mit, den Fischern dauerhaft ihren Lebensunterhalt zu sichern.“