Weißer Kristall – weniger ist mehr!

04.07.2013

Salz ist lebensnotwendig, aber zu viel davon schadet dem Körper. SPAR Mahlzeit! Verrät Ihnen acht Tipps, wie Sie Ihren täglichen Salzkonsum verringern können.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viel Salz Sie pro Tag essen? Ob in der Früh das weiche Ei, zu Mittag die Suppe, oder am Abend ein Salzstangerl mit Wurst und Käse – überall kommt Salz rein oder ist bereits drin. Doch wie viel des weißen Kristalls brauchen wir wirklich? Einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO entsprechend sollte man täglich maximal fünf Gramm Salz zu sich nehmen. Aber: Die Hälft e der Österreicher nehmen knapp zehn Gramm zu sich. „Dieser Wert gilt als gesundheitlich bedenklich“, mahnt Christian Datz, Vorstand der Internen Abteilung im Krankenhaus Oberndorf. Denn, so der Experte: „Bei zu viel Salz im Körper wird das Wasser in den Zellen zurückgehalten. Das kann die Entstehung von hohem Blutdruck fördern und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlagan-fällen und Herzinfarkten erhöhen.“ Deshalb rät der Internist zu moderatem Salzkonsum: „Gemäßigter Salzkonsum verleiht unserem Leben die gewünschte Würze. Doch auch mit Alternativen lassen sich die Geschmacksnerven verwöhnen.“ Wir haben für Sie acht Tipps zusammengestellt, wie Ihnen das gelingen kann.

1. GREIFEN SIE ZU FRISCHEN & UNVERARBEITETEN PRODUKTEN
Salzreduktion beginnt bereits beim Einkauf. Entscheiden Sie sich für frische saisonale Produkte sowie für unverarbeitete Lebensmittel. Da Salz ein natürlicher Geschmacksverstärker und ein Konservierungsmittel ist, kommen in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln wie gepökelten, geräucherten oder vorgewürzten Fleisch- und Wurstwaren, Marinaden, Gebäck und Knabbereien sowie in Fast Food, Konserven, Tiefkühlwaren und in Fertiggerichten teils erhebliche Mengen Salz vor.

2. ENTDECKEN SIE DEN EIGENGESCHMACK DER LEBENSMITTEL
Jedes erntefrische und unverarbeitete Lebensmittel hat ein eigenes, natürliches Aroma. Wer kennt nicht die typischen Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitt er und scharf? Salzt man aber ein Nahrungsmittel wie etwa eine Tomate oder einen Fisch, wird der Eigengeschmack leicht übertüncht, die Vielfalt an Geschmacksnuancen geht verloren. Da unsere Geschmacksnerven lernfähig sind, kann die Zunge für den Eigengeschmack von Lebensmitteln angeregt und sensibilisiert werden. Nach rund drei Wochen weniger Salzkonsum reagieren Sie empfindlicher auf Salz und das Essen schmeckt wieder intensiver. 

3. EXPERIMENTIEREN SIE BEIM SELBERKOCHEN
Wer seine Speisen selbst zubereitet, hat unter Kontrolle, wie viel Salz er zu sich nimmt. Um geschmacklich die besten Ergebnisse zu erzielen, empfehlen sich schonende Garmethoden wie Dünsten oder Dämpfen. Dabei bleibt der Eigengeschmack der Produkte am besten erhalten. Beim Braten und Grillen werden schmackhaft e Röststoff e erzeugt, auch das erspart das spätere Nachsalzen. Bei selbst gemachten Salatmarinaden, Soßen und Suppen haben Sie es in der Hand, mit den richtigen Zutaten neue Geschmackserlebnisse zu erzeugen.

4. ERSETZEN SIE SALZ DURCH KRÄUTER UND GEWÜRZE
Ob frisch, getrocknet oder tiefgekühlt: Verfeinern Sie Ihre Gerichte mit Kräutern und Gewürzen oder stellen Sie statt dem Salzstreuer ein Kräuter- oder Gewürzsalz auf den Tisch. Mediterrane Kräuter wie Basilikum, Oregano, Salbei und Rosmarin, exotische Gewürze wie Chili, Curry und Kümmel sowie heimische Petersilie und Schnittlauch sind bestens geeignet, das Salz zu ersetzen und verleihen Ihren Gerichten zudem vielfältige Geschmacksakzente. Sie schmeicheln aber nicht nur dem Gaumen, sondern machen Speisen auch bekömmlicher und bringen wohltuende Inhaltsstoffe mit.

5. SETZEN SIE AKZENTE MIT AROMATISCHEN ÖLEN
Kaltgepresste hochwertige Pflanzenöle, selbstgemachte Gewürz- und Kräuteröle und würziger Essig, aber auch Zitronen, Zwiebeln und Knoblauch eignen sich bestens als geschmacksintensiver Salzersatz und machen Salz etwa in Salaten praktisch überfl üssig. (Lesen Sie dazu auch den Artikel über Blattsalate und Öle ab S. 48.)

6. INFORMIEREN SIE SICH ÜBER DIE INHALTSSTOFFE
Die Angaben der Nährwerte und Inhaltsstoff e auf den Verpackungen sind eine wichtige Orientierungshilfe bei der Auswahl von Lebensmitteln. Auf den meisten SPAR Eigenmarken-Produkten ist der Salzgehalt auf der Verpackung ausgewiesen, auf den SPAR Vital- Produkten sogar in einem eigenen, gut sichtbaren Ernährungskreis. So können Sie auf den ersten Blick erkennen, wie viel Salz das Lebensmittel enthält. Diese Angabe ist derzeit freiwillig und wird nicht von allen Herstellern ausgewiesen. Aufgrund der neuen EU-weiten Lebensmittelinformationsverordnung muss ab Ende 2014 jedes Produkt den Salzgehalt ausweisen.

7. VERWENDEN SIE SALZREDUZIERTE PRODUKTE
Um Fertiggerichte und Konserven geschmacklich aufzupeppen und haltbar zu machen, wird den Produkten Salz zugesetzt. Doch hier gibt es enorme Mengenunterschiede! Bevorzugen Sie Produkte, die salzarm oder salzreduziert sind. Das ist nicht nur der Gesundheit zuträglich, sondern auch dem Gaumen. 8ÄNDERN SIE IHRE ESSGEWOHNHEITEN Verkneifen Sie sich das automatische Salzen und Nachsalzen und greifen Sie sowohl beim Kochen als auch beim Essen immer erst nach dem Kosten zum Salzstreuer, der vorzugsweise mit natriumreduziertem Salz oder Wildkräutersalz befüllt ist.

Durch das Würzen mit erntefrischem SPAR Natur*pur Bio-Basilikum sowie Bio-Schnittlauch lässt sich effi zient und geschmackvoll Salz einsparen. SPAR Vital Wildkräutersalz sowie natriumreduziertes Salz (ab Mitte August erhältlich), eine kochsalzarme Mischung aus Natrium- und Kaliumchlorid, sind ebenfalls gute Alternativen zum Kochsalz. Und die mit Sardellencreme gefüllten SPAR VITAL salzreduzierten Manzanilla Oliven enthalten knapp 35 Prozent weniger Salz als Oliven im Glas.