Mahlzeit! Magazin 03-2016

Restloser Genuss

23.05.2016

Bedarfsgerecht bestellen, rechtzeitig Abverkaufen und was übrig bleibt, sinnvoll nutzen – nach diesem Prinzip arbeitet SPAR seit Jahren gegen die Verschwendung wertvoller Lebensmittel.

 

Während 79 Millionen EU-Bürger unter der Armutsgrenze leben und hungern, wird bei uns Essbares oft achtlos weggeworfen. Allein in Österreich landen jährlich 157 Tonnen Nahrungsmittel im Restmüll. Dabei stammen laut der Umweltorganisation Greenpeace mehr als 40 Prozent der Lebensmittelabfälle im Rest- und Bio-Müll aus Haushalten, der Handel steuert rund fünf Prozent bei. Essbares zu entsorgen ist aber nicht nur ethisch fragwürdig. Kaum jemand bedenkt beim Kauf die Folgen für die Umwelt: Schließlich wurde bei der Herstellung CO2 ausgestoßen sowie Energie, Wasser und andere Rohstoffe verbraucht – alles umsonst, wenn ein Produkt im Müll landet.

LEBENSMITTEL SIND KEIN MIST

Bei SPAR ist man sich dessen bewusst und hat ein Bündel an Maßnahmen gegen die Verschwendung geschnürt. Das beginnt schon bei ausgeklügelten Bestell- und Liefersystemen: Diese sorgen dafür, dass die optimalen Mengen an Waren zur richtigen Zeit in den Märkten verfügbar sind. So wird einem Überschuss ganz gezielt vorgebeugt. Weiters werden qualitativ einwandfreie Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum naht, mit auffälligen Abverkaufs- Klebern versehen – ideal für all jene, die ohnehin vorhaben, diese rasch zu verbrauchen. Artikel, die noch genießbar sind, aber nicht mehr verkauft werden können, werden an Sozialeinrichtungen weitergegeben. Nicht zuletzt werden auch die Konsumenten ermutigt, Nahrungsmittelmüll zu vermeiden. Das Ergebnis all dieser Bemühungen kann sich sehen lassen: Bei SPAR wird nur rund ein Prozent der angebotenen Lebensmittel nicht verkauft – ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einem großen europäischen Ziel: der Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030.

Um dieses Ziel zu erreichen, unternimmt SPAR eine ganze Menge:

Spenden, die satt machen

SPAR spendet österreichweit übrig gebliebene Lebensmittel an zahlreiche Sozialprojekte, damit kommen Lebensmittel dort an, wo sie gebraucht werden – bei den bedürftigen Menschen.

Was trotz aller Maßnahmen nicht verkauft werden kann, aber noch genießbar ist, wird gratis an Sozialmärkte weitergegeben – wie das Projekt Le+O Lebensmittel und Orientierung (Caritas), das Projekt Team Österreich Tafel (Rotes Kreuz), die Vinzimärkte (Vinzenzgemeinschaft), TISO Innsbruck, SOMA Salzburg, die Flachgauer Tafeln, Food Sharing Kärnten oder den Verein Tischlein Deck Dich Vorarlberg.

Innere Werte zählen

Obst und Gemüse, das nicht den Größenrichtlinien entspricht, aber dennoch qualitätsvoll und schmackhaft ist, wird günstig unter der Marke S-BUDGET verkauft. Gibt es während der Erntesaison Wetterextreme (wie Hitze oder Hagel) und dadurch Ware mit Schönheitsfehlern, wird diese verbilligt in größeren Mengen angeboten, z. B. Einkochmarillen in 5 kg Kartons.

Eigene Backstationen

Mit den Backstationen, die in fast allen SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten vorhanden sind, wird ein Großteil des Gebäcks nach Bedarf statt im Überfluss bereitgestellt. Bei Brot von regionalen Bäckern bemühen sich alle um eine möglichst genaue Bestellung.

Frisch und grammgenau

Bei Milch und Milchprodukten bleibt aufgrund von verbesserten Herstellungsbedingungen, die zu längeren Haltbarkeitsfristen führen, wenig übrig.

Brot, Käse, Fisch, Wurst und Fleisch bekommen Sie bei SPAR nicht nur fertig abgepackt, sondern auch in Bedienung – genau nach Bedarf. Auf diese Weise kaufen Sie nur so viel, wie Sie wirklich brauchen und reduzieren auch noch Verpackungsabfall.

Abverkauf statt Abfall

Bis zu 50 Prozent günstiger gibt es bei SPAR Produkte, die kurz vor dem Ablauf des gesetzlich festgelegten Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, qualitativ allerdings noch völlig einwandfrei sind. Zur Kennzeichnung werden Aufkleber mit dem Hinweis „Lebensmittel sind kostbar“ verwendet. SPAR unterstützt diese vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich ins Leben gerufene Initiative seit vielen Jahren.

Überlegte Einkaufspolitik und smarte Logistik

So viel wie möglich verwenden, möglichst nichts verschwenden – nach diesem Motto arbeiten Bestell- und Liefersysteme bei SPAR. Die „Automatische Mengenfindung“ garantiert etwa, dass bei Reis, Nudeln, Konserven, Mehl und anderen Produkten aus dem „Trockensortiment“ nur so viel nachbestückt wird, wie gebraucht wird. Die Produkte haben meist eine sehr lange Haltbarkeitsfrist, weshalb hier praktisch nichts übrig bleibt.

Altbrot wird zu Tierfutter

Die neueste Maßnahme zur Eindämmung von Lebensmittelverschwendung ist die Aufbereitung von nicht verkauftem Gebäck und Brot als Futtermittel. Altbrot wird noch in der Filiale aus der Verpackung genommen und über die bestehende Logistik einmal pro Woche an den österreichischen Futtermittelproduzenten Fixkraft geliefert, wo das Altbrot zu hochwertigem Tierfutter verarbeitet wird. Ein qualitativ ausgezeichnetes Nahrungsmittel bleibt somit im Lebensmittelkreislauf erhalten.