Eisgenuss für Veganer

13.05.2014

Kein Fleisch, keine Milch, kein Käse, keine Eier: Veganer ernähren sich rein pflanzlich. Doch sie müssen deshalb nicht auf Genuss verzichten – wie das neue SPAR Veggie Vegane Fruchteis beweist. 

Hollywoodstars wie Natalie Portman und Clint Eastwood tun es, Ex-US-Präsident Bill Clinton tut es, und mittlerweile tun es auch rund 80.000 Österreicher: Sie alle essen – vorwiegend aus tierethischen oder gesundheitlichen Gründen – weder Fisch noch Fleisch, noch tierische Produkte wie Wurst, Käse, Butter, Jogurt, Eier und sogar Honig. Ein Blick auf die Speisekarten der Restaurants und in die Kochbuchregale der Buchhandlungen sowie die steigende Nachfrage nach veganen SPAR-Veggie-Produkten zeigt: Die Zahl derer, die sich dieser Ernährungsform anschließen, wächst rasant. Doch was ist Veganismus genau?

Englische Erfindung
Das Wort vegan geht auf den Engländer Donald Watson zurück, den Gründer der Veganen Gesellschaft, einer Abspaltung der englischen Vegetarier-Gesellschaft. Watson leitete Mitte des vorigen Jahrhunderts den Begriff nicht – wie die Vegetarier – vom lateinischen Wort vegetus für „lebendig, frisch, kraftvoll“ ab, sondern vom englischen Wort „vegetable“, das übersetzt „Gemüse, Pflanze bzw. pflanzlich“ bedeutet. Als Abkürzung dafür prägte er aus den Anfangs und Schlussbuchstaben von „vegetarian“ die Wortneuschöpfung „vegan“. Und bringt damit die Idee des Veganismus auf den Punkt: Es geht um die Ernährung durch rein pflanzliche Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse.

Wertvolle Inhaltsstoffe
Bei diesen Nahrungsmitteln denken die meisten sofort an wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, ungesättigte Pflanzenfette, komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und pflanzliches Eiweiß, die gemeinhin als gesund gelten. Doch auch Eier, Milch, Käse, Jogurt, Fisch, Huhn und mageres Fleisch enthalten wichtige Nährstoffe, auf die man nicht so ohne Weiteres dauerhaft verzichten kann. Diätologin Maria Benedikt fasst zusammen: „Grundsätzlich kann eine vegane Ernährung den Menschen mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen.“ Und, so die Ernährungsexpertin weiter: „Durch die geringere Aufnahme von gesättigten Fett en und Cholesterinen, die zum Großteil in tierischen Produkten wie Fleisch und Wurstwaren enthalten sind, haben Veganer sogar ein geringeres Risiko, an Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken.“

Ausgewogene Nährstoffzusammensetzung wichtig
Um von den positiven Effekten der veganen Ernährungsform profitieren zu können, ist es notwendig, eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung zu erreichen. Denn, so Benedikt: „In einer gemischten Kost liefert Fleisch rund 25 % des Gesamtbedarfs an Proteinen und rund 20 % an Eisen, Milch und Milchprodukte sind mit rund 56 Prozent der Zufuhr die wichtigste Quelle für Kalzium, aus ihnen stammen aber auch 27 % der Protein Zufuhr. Darüber hinaus liefern nur tierische Lebensmittel nennenswerte Mengen an Vitamin B12.“ Und, so die Diätologin weiter „Durch den Wegfall tierischer Produkte kann es etwa zu einem Defizit an diesen Nährstoffen kommen, was zu Mangelerscheinungen führen kann.“ Daher rät die Ernährungsfachfrau, diese Inhaltsstoffe gezielt durch pflanzliche zu kompensieren. Benedikt: „Eignen Sie sich genaues Wissen darüber an, aus welchen pflanzlichen Lebensmitteln Sie genügend Proteine, Kohlenhydrate, Vitamine und Fette beziehen können.“

Proteine, Eisen, Kalzium und Vitamin b12 beachten
Besonders wichtig ist es, auf eine ausreichende Versorgung mit pflanzlichen Proteinen zu achten, die etwa in Getreide, Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten wie Kichererbsen, Linsen oder Sojabohnen, Kartoffeln und Mais enthalten sind. Auch enzymatisch verarbeitete Lebensmittel wie Tofu sind wertvolle Eiweißlieferanten und können hochwertige essenzielle Aminosäuren liefern. Vitamin B12 kann durch entsprechend angereicherte Lebensmittel wie etwa Säfte, Sojadrinks und  Frühstückszerealien oder durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Brokkoli, Spinat, Sesam, Mohn und Haselnüsse sind gute Kalzium-Quellen, Eisenreserven lassen sich durch Getreideprodukte, Nüsse und Samen, Trockenobst, Spinat sowie Rucola auffüllen. Benedikts Rat: „Kombinieren Sie diese Lebensmittel mit Vitamin-Chaltigen Nahrungsmitteln.“ Denn, so die Expertin weiter: „Pflanzliches Eisen ist für den Körper schlechter verwertbar als tierisches. Aber Mikronährstoffe wie etwa Vitamin C und die im Sauerkraut enthaltene Milchsäure können die Aufnahme unterstützen.“

Genuss kommt nicht zu kurz
Kommt bei so viel Gemüse, Salat und Körnern einerseits, und fehlenden tierischen Lebensmitteln andererseits, der Genuss nicht etwas zu kurz? Diätologin Benedikt verneint energisch: „Im Gegenteil: Mit etwas Kreativität und Knowhow lassen sich ganz neue Geschmackserlebnisse erfahren.“ Ob man grillt, brät oder schmort: Tofu und Seitan sind von der Textur dem Fleisch so ähnlich und lassen sich ebenso vielfältig zubereiten, dass man keinen Unterschied bemerkt. Mit Seitan, einem Produkt aus Weizeneiweiß, das Brataromen und Gewürze gut aufnehmen kann, kann man fast alle Fleisch Klassiker der Hausmannskost nachkochen, Tofu lässt sich außerdem für die süße Küche verwenden. Greifen Sie auch reichlich zu Gewürzen und frischen Kräutern, ersetzen Sie Kuhmilch durch einen Kokos, Mandel, Reisoder Sojadrink, und versüßen Sie Ihre Desserts mit Agavendicksaft. Oder werfen Sie einen Blick in Ihren SPARMarkt und entdecken Sie die Vielfalt an veganen Produkten von SPAR Veggie, die von Avocado und Hummus-Aufstrichen über orientalische Pfannengerichte bis hin zum neuen veganen Fruchteis in den drei köstlichen Sorten Erdbeere, Mango und Waldbeere reicht.