Mahlzeit! Magazin 02-2016

Tahina - Sesam-Dip aus dem Orient

28.04.2016

Die mediterran-orientalische Küche mit Hummus, Pita, Falafel und Co ist dabei, sich einen fixen Platz in den Herzen mitteleuropäischer Genießer zu erobern. Eine zentrale Rolle dabei spielt Tahina – eine feine Paste, die zu 100 Prozent aus Sesamkörnern gewonnen wird. „Ohne Tahina würde es weder die orientalische noch meine Küche geben“, verrät Multikulti-Köchin Haya Molcho, die die SPAR Veggie by NENI Tahina kreiert hat. „Erst werden die Samen geschält, dann geröstet und danach zu einer Paste gemahlen. Anschließend wird sie mit Salz und Knoblauch verfeinert“, beschreibt Molcho die aufwändige Herstellung ihrer weißen Tahina, die sie in Wien exklusiv für SPAR produziert.

WERTVOLLER SESAM
Die orientalische Küche hat seit jeher eine enge Beziehung zu den kleinen Körnern der zartrosa oder weiß blühenden Sesampflanze. Und das hat seinen Grund: Schließlich handelt es sich bei dem krautigen, einjährigen Gewächs um einen der ältesten Öl-Lieferanten der Welt. Aber auch hierzulande weiß jeder Märchenkundige, dass Ali Babas Zauberformel „Sesam öffne dich“ direkt ins Innere einer Schatzkammer führt: Denn Sesamkörner bergen einen Reichtum an wertvollen Inhaltsstoffen in sich: „In Sesam ist ungefähr dreimal so viel Kalzium wie in Milch“, erklärt Molcho, und setzt nach: „Außerdem ist er reich an Eiweiß, B-Vitaminen und ungesättigten Fetten.“

GENIESSEN WIE IN 1001 NACHT
Tahina gibt einer Reihe von orientalischen Speisen oft den letzten Pfiff. Sie findet sich nicht nur in Molchos köstlichen SPAR Veggie by NENI Hummus-Variationen, sondern auch in ihrem Baba Ganusch, einem feinen Püree aus gerösteten Melanzani, das man als Aufstrich oder als Dip für Gemüse oder Fleisch genießt (siehe auch Haya Molchos Frühstücks-Rezepte auf S. 44). Als Dip passt Tahina perfekt zu Falafeln. Molcho: „Erst in Kombination mit der Sesampaste schmecken die Kichererbsen-Bällchen richtig gut und saftig.“ Und, so die Köchin weiter: „Das Gleiche gilt für Rinds- oder Lamm-Kebab, das am besten mit Ofengemüse und Tahina schmeckt.“

HEIMISCHE GERICHTE VEREDELN
Doch auch in heimischen Rezepten lässt sich Tahina wunderbar verwenden. Molcho: „Überall dort, wo in der österreichischen Küche Béchamelsauce zum Einsatz kommt, kann stattdessen Tahina verwendet werden“, beschreibt Molcho die Einsatzmöglichkeiten der Sesampaste. Und ergänzt: „Das schmeckt nicht nur sehr gut und gibt den Gerichten eine orientalische Note, sondern ist überdies leichter und gesünder.“ Oder man mischt Tahina ins Salat-Dressing. Molcho: „In Kombination mit Zitrone entfaltet sich das nussige Aroma der Sesam-Paste am schönsten.“ Das Tahina-Dressing passt sowohl zu Salaten (siehe Rezepttipp auf S. 44) als auch zu Käferbohnen- oder Kichererbsensalat. Selbst cremige Süßspeisen lassen sich mit der Sesampaste herrlich veredeln – zum Beispiel als Topping für Vanilleeis. Die seidige Konsistenz macht Tahina auch zu einer idealen Zutat in Backwaren und Keksen. Denn: Der hohe Fettgehalt ermöglicht es, Butter oder Öl zu ersetzen. Oder probieren Sie einfach Tahina im morgendlichen Müsli aus. Man kann Tahina aber auch ganz einfach aufs Brot streichen. „Meine Kinder haben das geliebt, als sie noch klein waren“, erinnert sich die Mutter von vier Söhnen. „Vermischt mit Honig ist das ein vitales Frühstück und liefert genügend Energie für einen guten Start in den Tag.“